25. Oktober 2016, 09:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rekordumsatz am Frankfurter Logistikmarkt

Der Frankfurter Markt für Logistik- und Lagerflächen übertrifft alle bisherigen Rekorde. Der bisherige Neun-Monats-Spitzenwert aus 2011 konnte laut einer Analyse von BNP Paribas Real Estate um vier Prozent gesteigert werden.

Frankfurt in Rekordumsatz am Frankfurter Logistikmarkt

Der Frankfurter Logistikmarkt erreicht 2016 neue Höchstwerte.

Mit einem Flächenumsatz von 469.000 Quadratmeter bricht der Frankfurter Markt für Logistik- und Lagerflächen laut BNP Paribas alle bisher aufgestellten Rekorde. Nicht nur das Vorjahresresultat wurde um 13 Prozent übertroffen, auch der langjährige Durchschnitt wurde um 44 Prozent überschritten. Der bisherige Neun-Monats-Spitzenwert aus 2011 sei um vier Prozent übertroffen wurden.

“Dem Ergebnis kam dabei eine Vielzahl von Abschlüssen zu Gute: Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ist die Anzahl der registrierten Verträge noch einmal deutlich, um mehr als ein Zehntel, gestiegen, was für eine breit aufgestellte Nachfrage spricht”, sagt Christopher Raabe, Head of Industrial Letting der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Gestiegener Neubauanteil

Der Eigennutzeranteil halte sich mit 35 Prozent exakt auf dem Vorjahresniveau, während der Neubauanteil fast zwei Drittel des Volumens ausmache und um fünf Prozentpunkte zugelegt habe. Im langjährigen Vergleich sei dies ein relativ hoher Wert, der als Folge der geringen Flächenverfügbarkeit im Bestand anzusehen sei.

Wie auch im Vorjahr hätten auf der Nachfrageseite die traditionell starken Logistikdienstleister für das Gros des Flächenumsatzes gesorgt. Im Jahresverlauf hätten sie deutlich an Anteilen gewinnen können, sodass sie aktuell mit rund 35 Prozent den Spitzenplatz belegen würden.

Der Abstand zu den zweitplatzierten Handelsunternehmen, die für etwa 32 Prozent des Umsatzes verantwortlich zeichnen, falle jedoch nicht besonders groß aus. Gut 17 Prozent tragen Industrie- und Produktionsunternehmen bei, 13 Prozentpunkte weniger als im starken Vorjahreszeitraum.

Ausgewogene Verteilung nach Größenklassen

Die Verteilung der Nachfrage nach Größenklassen ist laut Colliers verhältnismäßig ausgewogen mit gut der Hälfte des Umsatzes in großflächigen Segmenten über 12.000 Quadratmeter. In den Größenklassen unter 8.000 Quadratmeter habe sich der Umsatz leicht rückläufig entwickelt. Ursächlich hierfür sei nicht die geringere Nachfrage sondern Engpässe bei der Verfügbarkeit aufgrund der geringen Bautätigkeit in diesem Marktsegment.

Weiterhin existiere in nahezu dem gesamten Marktgebiet ein hoher Nachfrageüberhang, der nur mit Hilfe von Projektentwicklungen und insbesondere auch Built-to-suit-Lösungen bedient werden könne. Kurzfristig seien dagegen nach wie vor kaum Flächen verfügbar.

Rekordergebnis aus 2011 kann übertroffen werden

Die Mieten spiegeln laut Colliers die hohe Nachfrage wider. Mit Spitzenmieten von 6,30 Euro pro Quadratmeter zählt der Frankfurter Logistikmarkt nach München zu den teuersten Standorten in Deutschland. Auch die Durchschnittsmiete sei mit 4,80 Euro pro Quadratmeter vergleichsweise hoch.

“Aus heutiger Sicht spricht vieles dafür, dass das bisherige Rekordergebnis aus 2011 geknackt werden sollte und erstmals die 500.000-Quadratmeter Schwelle überschritten werden kann. Während sich die Höchstmiete auf dem hohen Niveau weiter verfestigen dürfte, gehen wir bei der Durchschnittsmiete derweil von einem leichten Anstieg aus”, so Christopher Raabe. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Janitos mit BiPRO-Award 2019 ausgezeichnet

Einmal jährlich trifft sich die Interessensgemeinschaft des Brancheninstituts für Prozessoptimierung (BiPRO), um sich über die aktuellen Entwicklungen der Branche auszutauschen. Im Rahmen dieser unter dem Namen BiPRO-Tag bekannten Veranstaltung wird von der Organisation BiPRO e.V. in regelmäßigen Abständen eine Auszeichnung vergeben.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsnot: Städte- und Gemeindebund beklagt 20 000 Bauvorschriften

Der Städte- und Gemeindebund sieht zu viele und zu strenge Vorschriften als eine Ursache dafür, dass in Großstädten zu wenige Wohnungen gebaut werden. “Der Abbau überflüssiger Standards und der rund 20 000 Baunormen ist dringend erforderlich”, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

mehr ...

Investmentfonds

“Das nächste Google”: Wie StartMark die Branche angreifen will

Startschuss für StartMark: Der Wertpapierprospekt des Startup-Finanzierers aus Düsseldorf für ein in Deutschland in dieser Form bislang einmaliges “Security Token Offering” hat erfolgreich die Wertpapierprüfung der Finanzaufsicht BaFin durchlaufen. Schon ab 100 Euro können Anleger in ein Portfolio von Startup-Unternehmen investieren und daran partizipieren, wenn vielleicht auch das „nächste Google” dabei ist. Die Anleger-Rendite soll bei 10 bis 20 Prozent p.a. liegen.

mehr ...

Berater

Was kommt nach der NordLB? Pläne für den Herbst angekündigt

Was wird aus der Investitionsbank ohne die angeschlagene NordLB-Mutter? Für eine Neuaufstellung des landeseigenen Förderinstituts sieht Sachsen-Anhalt weiteren Klärungsbedarf. Bis zum Spätherbst soll klar sein, wie die Investitionsbank (IB) aus der NordLB herausgelöst werden kann, sagte Finanzminister Michael Richter (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.

mehr ...

Sachwertanlagen

CH2 platziert erfolgreich erste Aves-Anleihe

Große Nachfrage verzeichnete in den vergangenen Wochen die Anleihe „Aves Transport 1“. Es handelt sich um die erste Anleihe des börsennotierten Konzerns Aves One, die mit einem Kupon von 5,25 Prozent ausgestattet ist und eine fünfjährige Laufzeit hat.

mehr ...

Recht

BGH entscheidet über zeitliche Festlegung von Rechtsschutzfällen

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung zur Zahlung verpflichtet? Mit dieser Frage musste sich der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) Anfang dieses Monats auseinandersetzen.

mehr ...