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4. November 2016, 10:28
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Smart Home: Wie viel Hightech ist sinnvoll?

Smart-Home-Technologien sind heute bereits weit fortgeschritten und ein wichtiges Thema, so der Projektentwickler Concept Bau. Allerdings sollten Anbieter und Immobilienkäufer die Kosten im Blick behalten.

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Viele Immobilienkäufer erwarten mittlerweile, dass Neubauobjekte über Smart-Home-Anwendungen verfügen.

Das intelligente Haus weiß, wann frische Luft nötig ist, wann die Heizung gebraucht wird, oder wann die Sonne scheint, um über Solar- und Photovoltaik-Anlagen Licht aufzunehmen und dieses in Strom für den Kühlschrank umzuwandeln. Sensoren messen rund um die Uhr die aktuellen Werte und passen die Parameter entsprechend an.

„Die Nachfrage seitens der Immobilienkäufer nach Smart Home steigt zunehmend. Das wirkt sich schon heute auf die Planung und Umsetzung bei Neubauvorhaben aus – und auf die Baukosten“, sagt Werner Frick, Technischer Leiter des Münchner Bauträgers Concept Bau. Laut Frick profitieren Bewohner jedoch nicht nur von der Vernetzung im Haus, sondern ebenso von besseren Lösungen bei klassischen Bauelementen wie Fenstern.

Hightech in fast jedem Bauelement

Hinter der Fassade eines modernen Baus verberge sich weit mehr als eine intelligente Lüftungsanlage. Denn Hightech sei mittlerweile in fast jedem Bauelement wiederzufinden – sei es elektrische Heizkontrolle, Wärme-, Schall- oder Brandschutz.

„Der gezielte Einsatz intelligenter Materialien und Bauteile soll den Bau auf Dauer schneller, flexibler, nachhaltiger und kosteneffizienter machen. Zu Beginn jedoch erfordert es einen planerischen und finanziellen Mehraufwand“, so Frick.

Besonders deutlich werde der Fortschritt im Bereich des Fensterbaus: „Von Einfachverglasung über Zweifachverglasung zu mittlerweile Dreifachisolierverglasung arbeiten wir bei Concept Bau zusätzlich mit Spezialgas im Scheibenzwischenraum, um den idealen Schutz vor Wärme, Sonneneinstrahlung und Schall zu bieten.“

Im Fokus stehe die optimale Nutzung von Materialien, um ein behagliches Raumklima zu schaffen und den Verbrauch zu minimieren. Bei Putzfassaden mit Wandaufbauten sei die Wärmedämmung heute bis zu 220 bis 240 Millimeter dick. Im Vergleich: Noch vor fünf bis acht Jahren sei eine Wärmedämmung von nur 80 bis 100 Millimetern verwendet worden.

Top-Themen der Bauindustrie: Energie- und Wärmerückgewinnung

Die Energieeinsparung sei nicht zuletzt durch diverse Verordnungen eines der Hauptthemen. „Unser Ziel ist eine ressourcenschonende Bauweise und den Energieverbrauch auf das Mögliche zu minimieren und im Bereich der Haustechnik Energie rückzugewinnen. Gleiches gilt für die Wärmerückgewinnung mittels kontrollierter Wohnraumlüftung“, erklärt Frick.

Kosten im Blick behalten

Hightech und Smart Home bestimmten die Zukunft der Bau- und Immobilienindustrie maßgeblich. „Rein technisch ist in der heutigen Zeit vieles möglich. Alles was elektrisch ist, kann automatisch, also smart, bedient werden – vom Licht über Heizung bis zum Sonnen- und Einbruchschutz des gesamten Gebäudes. Selbst der Kühlschrank, der seinen Inhalt selbst beim Lebensmittelhandel bestellt, ist keine Zukunftsmusik mehr“, sagt Emmanuel Thomas, Geschäftsführer der Concept Bau GmbH.

Die Herausforderung liegt laut Concept Bau vielmehr darin, die Balance zu finden. „Die Preise für Immobilien sind ohnehin sehr stark gestiegen. Hightech verteuert das Objekt zusätzlich“, weiß Frick. (bk)

Foto: Shutterstock

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