28. Juli 2016, 14:12
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Wohnkosten steigen auf bis zu 30 Prozent des Haushaltseinkommens

Immer mehr Menschen zieht es in die Stadt. Dies lässt die Miet- und Kaufpreise für Immobilien stetig steigen. Mit seinem Erschwinglichkeitsindex EIMX zeigt Immobilienscout24, wo das Wohnen immer teurer wird.

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Der Anteil der Wohnkosten, die vom Nettoeinkommen zu bestreiten sind, nimmt stetig zu.

Wer umziehen muss oder will, stellt schnell fest, dass dies eine kostspielige Angelegenheit ist, so Immobilienscout24.

Denn zum gleichen Preis lasse sich in der Regel keine Wohnung mehr finden. Meist müsse auf die bisherigen Wohnkosten „noch eine Schippe drauf“ gelegt werden.

Kosten für das Wohnen steigen stetig

Miet- und Kaufpreise steigen stetig und der Anteil der Wohnkosten („kalte“ Immobilienkosten – ohne Betriebs- und Nebenkosten), die vom Nettoeinkommen zu bestreiten sind, nimmt ebenso stetig zu.

Das gilt laut Immobilienscout24 vor allem für Metropolen und Großstädte, aber auch in Mittelstädten steige der Wohnkostenanteil.

Die Top 10 der Städte mit dem höchsten Wohnkostenanteil

Von allen untersuchten Städten hat nach den Ergebnissen des EIMX Freiburg im Breisgau den höchsten Wohnkostenanteil. Glatte 30 Prozent vom Haushaltsnettoeinkommen müssten die Freiburger im Schnitt einkalkulieren. Dort treffe allerdings ein hoher Prozentsatz an Studenten mit geringer Kaufkraft auf verhältnismäßig teure Mieten (zehn Euro pro Quadratmeter), sodass die Stadt im Ranking den Spitzenplatz einnehme.

Mit München (28 Prozent Wohnkostenanteil), Regensburg und Würzburg (beide rund 24 Prozent Wohnkostenanteil) finden sich gleich drei weitere süddeutsche Städte unter den Top10.

Frankfurt am Main, Hamburg und Stuttgart gehören mit bis zu 23 Prozent Wohnkostenanteil auch zu den teuren Wohnorten. Platz zehn teilen sich Berlin, Karlsruhe und Rosenheim mit einem Wohnkostenanteil von knapp 22 Prozent.

Deutlicher Anstieg seit 2012

„In fast allen Metropolen hat sich der Wohnkostenanteil im Vergleich zu 2012 deutlich erhöht. Die Immobilienpreise wachsen also schneller als die Kaufkraft. Wer urban leben möchte, muss bis zu 30 Prozent seines Einkommens für das Wohnen aufbringen – zusätzlich anfallende Betriebs- und Nebenkosten sind hier noch gar nicht mit eingerechnet“, so Jan Hebecker, Leiter Märkte und Daten bei Immobilienscout24.

„Was die teuren Städte verbindet, ist eine starke lokale Wirtschaft mit attraktiven Arbeitgebern und eine hohe Lebensqualität. Das übt natürlich eine große Anziehungskraft aus. Die Folge ist eine Verknappung des Wohnangebots, was wiederum die Immobilienpreise nach oben drückt. Die Attraktivität hat also im wahrsten Sinn des Wortes ihren Preis.“

Zum Vergrößern bitte auf die Tabelle klicken

News-28072016 in Wohnkosten steigen auf bis zu 30 Prozent des Haushaltseinkommens

In allen Top 10-Städten gilt inzwischen die Mietpreisbremse. Die durchschnittlichen Mietpreise bewegen sich laut Immobilienscout24 in diesen Städten zwischen acht und rund 14 Euro pro Quadratmeter.

Ob die Mieten künftig nicht mehr so stark steigen, werde sich erst noch zeigen. Bislang habe das neue Gesetz keinen preisdämpfenden Effekt auf dem Mietmarkt.

Seite 2: Auch Mittelstädte werden teurer

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