Zweiter S&K-Gründer verweigert Aussage

Im Betrugsprozess gegen Verantwortliche der Immobilien-Anlagefirma S&K hat der zweite Hauptangeklagte die Aussage verweigert. Der Firmengründer und Mitinhaber Stephan Schäfer (37) werde keine Angaben machen, erklärte sein Verteidiger am Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt.

Der S&K-Prozess findet seit September vor dem Frankfurter Landgericht statt.
Der S&K-Prozess findet seit September 2015 vor dem Frankfurter Landgericht statt.

Zuvor hatte sein Kompagnon Jonas Köller (35) noch einmal seinen guten Willen bei den Immobiliengeschäften beteuert: „Hätten wir unsere Ziele erreicht, wären alle Darlehen zurückgezahlt worden und die Anleger hätten ihre Renditen erhalten“.

Durch eine Mitte 2012 eintretende Internet-Kampagne aber sei die Firma derart in Misskredit geraten, „dass wir noch nicht einmal mehr ein Bankkonto eröffnen konnten“, sagte Köller. „Irgendwelche Leute“ hätten viel Geld in die „Kampagne“ gesteckt. Die Aussage Köllers und die daran anschließende Befragung haben fast ein halbes Jahr gedauert.

Bislang ein Angeklagter geständig

Nach fast einem Jahr Prozessdauer will die Wirtschaftsstrafkammer in Kürze in die Beweisaufnahme eintreten und darin die ersten Zeugen vernehmen. Vor Gericht müssen sich sechs Männer wegen schweren, gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs und Untreue in einem Volumen von rund 240 Millionen Euro verantworten.

Nur einer der Angeklagten legte bislang ein Geständnis ab und erreichte damit seine Entlassung aus der Untersuchungshaft. Die anderen sind seit einer Großrazzia im Frühjahr 2013 inhaftiert. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft. (dpa-AFX)

Foto: Landgericht Frankfurt am Main

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