12. Juli 2017, 08:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kaufen statt Mieten: Wo der Vorteil am größten ist

Der Kauf einer Wohnimmobilie in Deutschland ist nach wie vor bundesweit deutlich günstiger, als diese zu mieten. So sorgen Selbstnutzer für ihr Alter vor und sparen gleichzeitig. Doch für junge Familien wird es zunehmend schwieriger Wohneigentum zu bilden. Das sind Ergebnisse des Accentro-IW-Wohnkostenreport 2017.

Haus-sparen-kapital-sparschwein-hauskauf-immobilie-kauf-finanzierung-shutterstock 85036615 in Kaufen statt Mieten: Wo der Vorteil am größten ist

Wer seine Immobilie selber bewohnt, kann gegenüber Mietern im Schnitt 33 Prozent sparen.

Bei einer gesamtdeutschen Betrachtung ist der Erwerb von Wohneigentum durchschnittlich rund 33 Prozent günstiger als das Mieten. 2016 lag der Vorteil noch bei 41 Prozent.

Grundlage der Berechnung sind die Nettokaltmieten sowie die Kosten der Selbstnutzer, die sich durch den Kaufpreis, die Erwerbsnebenkosten, die Hypothekenzinsen und entgangenen Zinsen auf das Eigenkapital, die Instandsetzung sowie den Wertverzehr ergeben.

“Fehlentwicklungen müssen korrigiert werden”

Für den Accentro-IW-Wohnkostenreport 2017 wurden bundesweit die Mieten und Wohnnutzerkosten aller 401 Landkreise und kreisfreien Städte ausgewertet. Die Studie wurde vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Accentro Real Estate AG erstellt, unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Voigtländer.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Accentro-IW-Wohnkostenreport-Abb-1 in Kaufen statt Mieten: Wo der Vorteil am größten ist

“Noch vor wenigen Jahren hieß es ‚Die Rente ist sicher’. Inzwischen ist die Altersvorsorge zur Verantwortung eines jeden Einzelnen geworden. Daher ist die Bedeutung von Wohneigentum für die Generation der heute 35-Jährigen kaum zu unterschätzen. Der Accentro-IW-Wohnkostenreport belegt, dass es günstiger ist, zu kaufen als zu mieten”, sagt Jacopo Mingazzini, Vorstand der Accentro Real Estate AG.

“Zeitgleich wissen wir dank der sozioökonomischen Auswertung der Studie, dass die heutigen Käufer eher 48-jährige Doppelverdiener ohne Kinder sind, nicht die jungen Familien mit Kindern. Um Schwellenhaushalte wie auch junge Familien zu unterstützen, müssen Fehlentwicklungen der letzten Jahre wie die Steigerung der Kaufnebenkosten rückgängig gemacht werden. Gute Ansätze dafür wie der Erlass der Grunderwerbsteuer für den Erstkäufer könnten die Altersvorsorge dieser Generation wesentlich erleichtern”, fordert Mingazzini.

Seite zwei: Wo Käufer am meisten sparen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Provinzial NordWest: Kerngesund und kraftvoll trotz Orkanschäden

Die Provinzial NordWest hat sich im vergangenen Geschäftsjahr 2018 erneut sehr erfolgreich als wachstums- und ertragsstarker Versicherungskonzern im Markt positioniert. Mit einem Anstieg der gebuchten Beitragseinnahmen um 3,4 % auf 3,46 Mrd. Euro wuchs der zweitgrößte öffentliche Versicherer deutlich über dem Marktdurchschnitt. Der Markt ist in der Schaden-, Unfall- und Lebensversicherung (inkl. Pensionskassen und Pensionsfonds) um 2,3 % gewachsen.

mehr ...

Immobilien

Immobilien: Wann der Käufer Schadensersatz fordern kann

Der vertragliche Haftungsausschluss ist kein Tor zur Narrenfreiheit: In seinem Urteil vom 9. Februar 2018 hat der Bundesgerichtshof geklärt, wann trotz eines vertraglich zugesicherten Haftungsausschlusses des Verkäufers ein Schadenersatzanspruch aufgrund von Sachmängeln bestehen kann (Az.: V ZR 274/16). Ein Beitrag von Philipp Takjas, McMakler

mehr ...

Investmentfonds

“Hoher Investitionsbedarf treibt die Kurse”

Aktien von Infrastrukturunternehmen gelten in Krisenzeiten als deutlich stabiler als der breite Markt. Warum das so ist und welche weitere Vorteile Investments in das Segment Infrastruktur bieten, erklärt Susanne Linhardt, Senior Portfolio Managerin Aktien bei Bantleon, im Gespräch mit Cash.

mehr ...

Berater

Erneut Kritik an der Grundrente durch die Union

Nach Überzeugung von CDU/CSU führt die Grundrente nach dem Konzept der SPD zu einer überproportionalen Besserstellung von Teilzeitbeschäftigten, bevorzugt Partnerschaften nach traditionellem Rollenmodell und sorgt für deutlich höhere Aufwertungen von Renten als im Koalitionsvertrag vorgesehen. Dies geht aus Berechnungen im Auftrag der Union hervor, die der Düsseldorfer “Rheinischen Post” vorliegen.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Insolvenzverwalter holt Immobilien vom Gründer zurück

Im Insolvenzverfahren über das Privatvermögen des Gründers des Container-Anbieters P&R wurde die erste Gläubigerversammlung abgehalten. Der Insolvenzverwalter konnte demnach Vermögenswerte sichern – wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

mehr ...

Recht

BVK: Provisionsdeckel frühestens ab März 2020

Der von der Großen Koalition geplante Provisionsdeckel in der Lebensversicherung wird in diesem Jahr nicht mehr in Gesetzesform gegossen. Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands deutscher Versicherungskaufleute (BVK), geht davon aus, dass das Gesetzesvorhaben nicht vor März 2020 umgesetzt wird. Das teilte er in einer Pressekonferenz des BVK in Kassel mit.

mehr ...