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19. Oktober 2017, 13:09
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Top-Bürostandorte: Flächenmangel gefährdet Entwicklung

Die Top-Standorte des deutschen Bürovermietungsmarktes haben sich 2016 dynamisch entwickelt. Der Marktbericht Büroimmobilien von Immobilienscout24 Gewerbeflächen hat analysiert, in welchen der untersuchten Städte die Mieten und Umsätze am höchsten sind.

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Die Umsätze am Berliner Büromarkt haben 2016 die Umsätze am Münchner Markt überholt.

Welches die dynamischsten Märkte für Büroimmobilien sind und wo die begehrtesten Lagen sind sowie die höchsten Mieten gezahlt werden, untersucht der Marktbericht Gewerbe 2017 von Immobilienscout24 Gewerbeflächen. Der Bericht basiert auf den Preis- und Marktdaten von ImmobilienScout24 Gewerbeflächen.

“Der deutsche Büroimmobilienmarkt boomt. Während in Leipzig noch moderate Mieten aufgerufen werden, gibt es Lagen in Berlin, die sich vom Preisniveau her an München anpassen. Frankfurt ist wieder im Kommen und Hamburg entwickelt sich mehr und mehr zur Gründermetropole”, so Jan Hebecker, Leiter Märkte und Daten bei ImmobilienScout24.

“Städte sollten rechtzeitig in den Neubau von Büroflächen investieren, damit ihr wirtschaftliches Wachstum nicht aufgrund von Flächenknappheit ausgebremst wird”, rät Hebecker.

Berlin profitiert von Start-ups

Berlin ist laut Immobilienscout24 der umsatzstärkste Büroimmobilienstandort und hat auf dieser Position München abgelöst. In 2016 wurden 838.000 Quadratmeter Bürofläche vermietet. Die Stadt sei zum internationalen Zentrum für Tech-Firmen und Start-ups geworden, das begünstige ihre Entwicklung. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Büromieten um zehn Prozent gestiegen.

Die maximale Zahlungsbereitschaft sei ebenfalls gestiegen,um 9,2 Prozent. Die teuerste Lage sei die Friedrichsstraße mit einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 19 Euro pro Quadratmeter. Kreuzberg habe das größte Potenzial und hätte sich im vergangen Jahr auch am dynamischsten entwickelt, mit Preissteigerungen um 20 Prozent.

Hamburg: Mangel an Büroflächen ist Gefahr für Wirtschaftswachstum

Mit 500.000 Quadratmetern vermieteter Bürofläche erreicht Hamburg ein Zehn-Jahres-Hoch. Angesiedelt seien vor allem Unternehmen aus den Bereichen Technologie, IT und Medien. Vergangenes Jahr verzeichnete Hamburg laut dem KfW Gründermonitor 2016 die meisten Neugründungen, wodurch die Nachfrage nach Coworking Spaces gestiegen ist.

Trotz der hohen Nachfrage seien die Büromieten im Schnitt nur um 5,5 Prozent gestiegen. Zu den begehrtesten Lagen gehören nach wie vor die Altstadt und die Neustadt. Daneben habe sich die Hafencity als Premium-Standort mit Büromieten über 18 Euro pro Quadratmeter etabliert. Besonders Kleinbüros seien gefragt und im stadtweiten Vergleich mit über 21 Euro pro Quadratmeter am teuersten.

Ingesamt werden Gewerbeflächen in Hamburg knapp. Besonders betroffen seien Flächen bis 150 Quadratmeter und große Flächen ab 2.500 Quadratmetern. Perspektivisch könnte die Flächenknappheit für Hamburg zum Problem werden und das wirtschaftliche Wachstum der Stadt ausbremsen.

München bleibt teuerster Standort

München ist laut Immobilienscout24 weiterhin Spitzenreiter bei den Büromieten und belegt mit Höchstpreisen von über 46 Euro pro Quadratmeter Platz 23 im internationalen Vergleich. Wirtschaftlich sei die Stadt hervorragend aufgestellt mit sechs DAX 30 Unternehmen, alteingesessene Familienunternehmen und den Big Playern der Technologiewirtschaft.

Doch besonders für Großbüros bestehe Flächennotstand. In keiner anderen Metropole sei das Angebot von Flächen ab 2.500 Quadratmeter so sehr geschrumpft, vor allem in Top-Lagen wie Altstadt, Lehel oder Maxvorstadt, wo die Mietpreise bis zu 26 Euro pro Quadratmeter erreichen.

Frankfurt: Nachfrage treibt Mieten

Der anstehende Brexit stärkt Frankfurt als einen der wichtigsten europäischen Finanzplätze. Die hohen Leerstandsquoten von 2015 hätten sich stark verringert. In der Stadt sind 200 Kreditinstitute und rund 100 ausländische Banken angesiedelt. Die Büromieten seien zwischen 2014 und 2016 um rund vier Prozent auf durchschnittlich 16 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

In Top-Lagen wie im Westend-Süd liege der Mietdurchschnitt bei rund 22 Euro pro Quadratmeter. Auch in Frankfurt werde zu wenig gebaut und besonders kleine und große Flächen seien Mangelware. (kl)

Foto: Shutterstock

 

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1 Kommentar

  1. Altbestände nutzen, Renovierungen sollte der Staat fördern!!!
    Umdenken angesagt.
    Oder Büros hierher verlagern Mfr. ( auch ich habe Diverse Objekte im Angebot).
    Nicht immer müssen Büros in ‘Metropolen’ sein im Zeitalter der Vernetzung…

    Kommentar von UK — 20. Oktober 2017 @ 13:01

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