Berliner Büromarkt übertrifft Umsatzhoch aus 2015

Berlin bleibt der umsatzstärkste Büromarkt Deutschlands, 2016 konnte sogar der bisherige Umsatzrekord aus 2015 übertroffen werden. Aengevelt-Research hat die wichtigsten Ergebnisse von 2016 zusammengefasst und gibt einen Ausblick auf 2017.

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Blick auf Berliner Bürogebäude. Der Büromarkt verzeichnet sinkende Leerstände und steigende Mieten.

2016 erzielte der Berliner Büromarkt nach Analysen von Aengevelt-Research mit 893.000 Quadratmeter kontrahierter Bürofläche ein neues Rekordergebnis, das den Vorjahreswert (2015: 854.000 Quadratmeter) nochmals um fünf Prozent übertrifft und 320.000 Quadratmeter über dem Mittelwert der jüngsten Dekade (2006-2015: 572.000 Quadratmeter im Jahr) liegt.

Umsatzstärkster Büromarkt Deutschlands

„2016 konnte Berlin unter anderem dank hoher Eigennutzeraktivitäten den Rekord des Vorjahres erneut übertreffen und bleibt damit umsatzstärkster Büromarkt Deutschlands“, sagt Dr. Walter Zorn von Aengevelt-Research.

„Berlin wächst weiter dynamisch in seine Rolle einer europäisch-global orientierten Hauptstadt-Metropole hinein. Dabei sehen wir auch prägnant die Modernisierung der Berliner Business-Struktur“, ergänzt Zorn.

Eigentlich würde man für Berlin bei seiner Größe und Funktion einen Büroflächenumsatz oberhalb von einer Million Quadratmeter erwarten. Doch sei das Potenzial limitiert durch die verlorene Industriestruktur und die Lage in einem dünn besiedeltem Umfeld. Zudem sei Deutschland eine „polyzentrische Republik„.

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Grafik Bueromarkt Berlin - Flaechenumsatz-Angebotsreserve-Spitzenmiete 2008-2017 10-01-2017

Die Fertigstellung von Büroflächen habe 2016 mit 240.000 Quadratmetern bei 1,3 Prozent des Bestandes gelegen. Von den für 2017 geplanten Fertigstellungen seien weniger als 80.000 Quadratmeter noch am Markt verfügbar.

Sinkender Leerstand

Der Büroflächenleerstand liege bei 810.000 Quadratmetern, was einer Leerstandsquote von 4,3 Prozent entspreche, und damit einem Rückgang um 1,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Für 2017 prognostiziert Aengevelt Research einen Rückgang auf 3,3 Prozent (620.000 Quadratmeter).

Die realisierte Spitzenmiete sei 2016 von 23,50 Euro pro Quadratmeter auf 28 Euro pro Quadratmeter gestiegen, das liege an hochwertigen Neubauflächen wie beispielsweise „Upper West“. Die in der gesamten Start realisierte durchschnittliche Abschlussmiete liege mit 15,05 Euro pro Quadratmeter allerdings nur knapp ein Prozent über dem Vorjahreswert.

Gute Perspektiven für 2017

Auch für 2017 seien die Perspektiven am Berliner Büromarkt gut. Dafür stehen die Wachstumsorientierung der Digitalwirtschaft, die auf Sicherheit und Migration bezogenen Bundes- und Landesaufgaben und der Umbau der Berliner Bürolandschaft. Vor diesem Hintergrund prognostiziert Aengevelt Research für Berlin einen erneut weit überdurchschnittlichen Büroflächenumsatz um 800.000 Quadratmeter in 2017.

„Da die sich dynamisch verstärkende Projektentwicklung mit Zeitverzögerung erfolgt, dürften sich moderne Büroflächen auch 2017 weiter verknappen und der Leerstand weiter sinken. Im Vorgriff auf die für 2018-2020 erwarteten Neubau-Flächen werden Spitzen- und Durchschnittsmietniveau bei Neuvermietungen weiter steigen“, so Zorn. (kl)

Foto: Shutterstock

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