Anzeige
Anzeige
19. Dezember 2016, 08:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Berlin auf dem Weg zur dritten europäischen Metropole

Nach dem Brexit-Votum sind Investoren zurückhaltender gegenüber London eingestellt und Paris leidet unter der wirtschaftlichen Entwicklung Frankreichs.
Doch Berlin wächst 2016 in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht in die Rolle einer dritten europäischen Gateway-Metropole hinein.

Berlin-shutt 137098556 in Berlin auf dem Weg zur dritten europäischen Metropole

Der Gewerbeimmobilienmarkt Berlins könnte 2016 nah an das Rekordjahr 2015 herankommen.

Die deutsche Hauptstadt könnte bis 2030 die vier Millionen Einwohner-Marke knacken. Die Wirtschaftsleistung steige stärker als im Bundesschnitt und folglich steige die Beschäftigungsquote.

Der Büroflächenumsatz lag nach Angaben von Aengevelt in den ersten drei Quartalen ähnlich hoch wie im bisherigen Rekordjahr 2015, das Allzeithoch von 854.000 Quadratmetern könnte nahezu erreicht werden.

Preisanstieg setzt sich fort

Die Immobilienpreise seien 2016 weiter gestiegen, Renditen und Leerstände gesunken. Die größten Nachfrager seien Dienstleister, Gründer und Unternehmen in der digitalen Branche. Hinzu kämen Bundes- und Landesbehörden mit überdurchschnittlichen Eigenentwicklungen und Anmietungen.

Der Büroflächenleerstand sinke ebenfalls und liege unter fünf Prozent auf 900.000 Quadratmetern und konzentriere sich auf einfache, günstigere Flächen in Cityrandlagen.

“Vor diesem Hintergrund bietet sich Entwicklern die Chance, auch ohne markante Vorvermietungsquoten hochwertige Flächen in zentralen Stadtlagen  zumal die Flächenverknappung dort weiter zunimmt. Hinzu kommt, dass die Banken vereinzelt bereit sind, in Berlin bei stimmigen Rahmenbedingungen auch spekulative Büroprojekte zu finanzieren”, so Peter Starke, Leiter der Aengevelt-Niederlassung Berlin.

Gewerbeinvestmentmarkt bleibt auf hohem Niveau

Der Berliner Gewerbeinvestmentmarkt sei in 2016 nicht von großen Einzeltransaktionen wie in 2015 getrieben. Zudem verknappe sich das Angebot marktgerechter Immobilienprodukte weiter, was sich in einem geringerem Transaktionsvolumen als im Vorjahr (7,8 Milliarden Euro) niederschlage, Angevelt rechnet mit einem Geldumsatz von fünf Milliarden Euro.

Die Spitzenrenditen im Kernsegment würden Kaufpreismultiplikatoren vom bis zum 30-fachen der Jahresnettokaltmiete erreichen.

Aussichten 2017

Die Aussichten des Berliner Büromarktes bleiben laut Aengevelt weiterhin sehr gut. Auch 2017 sei von einem dynamischen Marktgeschehen und einem überdurchschnittlichen Büroflächenumsatz auszugehen.

Dezentralisierung, Leerstandsabbau und innerstädtische Projektentwicklungen mit höherem spekulativem Anteil würden sich als Trends fortsetzen. Dadurch würden die durchschnittliche Büromiete sowie die Spitzenmiete voraussichtlich weiter steigen.

Zum Investmentmarkt sagt Starke: “Berlin bleibt als Wachstumsregion mit Perspektive auch 2017 einer der international meistnachgefragten deutschen Investment-Standorte. Angesichts niedriger Spitzenrenditen auf internationalem Metropolen-Niveau steigt das Nachfrageinteresse an Objekten mit Leerständen, in Nebenlagen oder mit Planungs- und Modernisierungspotentialen.” (kl)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Studie: DSGVO verunsichert Assekuranz

Ein positives Kundenerlebnis, Kundenzufriedenheit und Kundenkommunikation werden für die Versicherer immer wichtiger. 70 Prozent intensivieren ihre Bemühungen, weil die Ansprüche der Kunden steigen. Eine große Rolle spielen dabei Kundendaten. Bis heute weiß aber jeder zweite Versicherer (50 Prozent) noch nicht, wie stark die Auswirkungen der DSGVO auf den operativen Betrieb sind. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Quadient Germany unter Versicherungsunternehmen.

mehr ...

Immobilien

Umsatz in der Bauindustrie wächst weiter kräftig

Der Immobilienboom und der Ausbau der Verkehrsnetze bescheren der Bauindustrie weiter gute Geschäfte. Im September stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe kräftig um 6,0 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum.

mehr ...

Investmentfonds

May sagt Abstimmung über Brexit-Deal ab

Die britische Premierministern Theresa May hat die für morgen (Dienstag) geplante Abstimmung des Parlaments über das Brexit-Abkommen abgesagt. Das berichtet die Nachrichtenagentur “Reuters”. Oppositionsführer Jeremy Corbyn kritisierte, Großbritannien habe “keine funktionierende Regierung mehr”.

mehr ...

Berater

Fintechs: Frankfurt fällt zurück – Berlin und München vorn

Die Bankenstadt Frankfurt fällt trotz aller Bemühungen für mehr junge Finanzfirmen hinter die Konkurrenz zurück. So heißt es in einer Studie der Bank Comdirect, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

mehr ...

Sachwertanlagen

Anselm Gehling scheidet als CEO der Dr. Peters Group aus

Anselm Gehling (51), Chief Executive Officer der Dr. Peters Group in Dortmund, verlässt am Jahresende 2018 das Unternehmen und gibt zeitgleich alle Geschäftsführungspositionen ab. Die Nachfolgerin stammt aus der Familie Salamon. 

mehr ...

Recht

Einheitlicher Einbau von Rauchmeldern zulässig

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Wohnungseigentümer bei Bestehen einer landesrechtlichen Pflicht den Einbau und die Wartung von Rauchmeldern in allen Wohnungen auch dann wirksam beschließen können, wenn dadurch Wohnungen einbezogen werden, deren Eigentümer bereits Rauchmelder angebracht haben (Az.: V ZR 273/17).

mehr ...