Bundesweiter Preisvergleich: Bestand versus Neubau

Wie viel sparen Wohnungskäufer, wenn sie eine Bestands- statt einer Neubauwohnung kaufen? Auf welche Unterschiede müssen sich Hauskäufer einstellen? Dr. Klein hat die Preise für Wohnimmobilien in allen Bundesländern miteinander verglichen und Antworten auf diese Fragen gefunden.

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Die Preise für Bestands- und Neubauimmobilien sind auf dem Häusermarkt vergleichsweise ausgeglichen.

Der Finanzdienstleister Dr. Klein hat im Rahmen seiner deutschlandweiten Preisanalyse von Wohnimmobilien auch die Preise für Bestands- und Neubauimmobilien miteinander verglichen. Während die Preisdifferenz auf dem Wohnungsmarkt auffällig hoch ist, ist der Häusermarkt fast ausgeglichen.

Bestandswohnungen deutlich günstiger

Der Preisunterschied zwischen Bestandswohnungen und Neubauwohnungen ist laut Dr. Klein eklatant: Knapp 1.500 Euro kostet der Quadratmeter für neu gebaute Wohnungen durchschnittlich mehr. In Bayern würden sogar 2.615 Euro zwischen den gemittelten Quadratmeterpreisen für Neubau und Bestand liegen , im Saarland sind es 2.021 Euro.

Weniger deutlich falle der Unterschied in Hamburg (761 Euro pro Quadratmeter) und in Niedersachsen (962 Euro pro Quadratmeter) aus. Deutschlandweit liege der Einstiegspreis für Neubauwohnungen weit über der Tausend-Euro-Grenze: Am günstigsten seien die Preise in Sachsen mit 1.376 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 1.431 Euro pro Quadratmeter.

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Käufer neuer Wohnungen müssen laut Dr. Klein besonders in Bayern, Hamburg, Berlin und Hessen mit Quadratmeterpreisen von über 4.000 Euro pro Quadratmeter verhältnismäßig viel Geld investieren. Wer ein kleineres Budget zur Verfügung hat, werde eher bei Altbauten fündig: In neun Bundesländern seien Bestandswohnungen im ersten Halbjahr 2017 bereits für 600 Euro pro Quadratmeter oder weniger zu haben.

Preisdifferenz im Saarland am größten

Auf dem Häusermarkt sei die Preisdifferenz zwischen Neubau und Bestand bei Weitem nicht so ausgeprägt wie bei Wohnungen. Vor allem in Hamburg und Berlin liegen zwischen den gemittelten Preisen laut Dr. Klein gerade mal 178 Euro pro Quadratmeter und 245 Euro pro Quadratmeter.

Einzig im Saarland ist der Unterschied mit durchschnittlich 1.110 Euro pro Quadratmeter deutlich. Auch die Preisspanne von Bestandshäusern sei in vielen Bundesländern vergleichbar mit der von Neubauten, vor allem in Sachsen, Brandenburg, Bayern und Berlin.

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Fast überall kosten die teuersten Bestandshäuser laut Dr. Klein knapp ebenso viel wie die teuersten neuen Häuser. In Schleswig-Holstein, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern geben die spendabelsten Hauskäufer sogar mehr Geld pro Quadratmeter aus als die Hausbauer. (kl)

Foto: Shutterstock

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