1. August 2017, 06:43
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Immobilienkauf: Wo die Preise in Deutschland noch steigen

Trotz Warnungen vor einer Immobilienblase und seit Jahren kontinuierlich steigenden Preisen lohnt sich der Kauf einer Immobilie noch. Käufer sparen im Vergleich zu Mietern. Doch wo profitieren Immobilienkäufer am meisten?

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Wer seine Immobilie in der richtigen Region kauft, kann von der Wertsteigerung profitieren.

Zwei Drittel der Deutschen sind laut einer Umfrage der Sparda Bank davon überzeugt, dass es sich lohnt, Wohneigentum zu erwerben. Auf lange Sicht ist Kaufen günstiger als Mieten, im Schnitt können die Deutschen so 41 Prozent sparen. Diese Ergebnisse wurden im der Sparda-Studie “Wohnen in Deutschland 2017” veröffentlicht. Untersucht wurde auch, wo sich der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses am meisten lohnt.

Wo die Preise noch günstig sind

Neben der zukünftigen Wertentwicklung ist auch entscheidend, wie hoch die Immobilienpreise in der Region bereits sind. Je höher der Preis, desto geringer das Potenzial für weitere Wertsteigerungen, da diese die Gruppe potenzieller Käufer beschränken. Zweitens steigt die finanzielle Belastung für Käufer, die Immobilien mit höheren Darlehensraten länger abbezahlen müssen.

Durchschnittlich müssen Käufer nach Angabe der Sparda-Studie in Deutschland 6,1 Haushaltsjahreseinkommen für ihre Immobilie ausgeben. In München liege der Kaufpreis bei 12,9 Jahreseinkommen. In Landkreisen wie Mansfeld Südharz und Sankt Wendel müssten Käufer nur drei Jahreseinkommen ausgeben.

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Quelle: Verband der Sparda-Banken, 2017

Durchschnittlich bezahlen die Deutschen 2.000 Euro pro Quadratmeter, wobei der Quadratmeterpreis in Städten bei durchschnittlich 2.427 Euro liege und auf dem Land 1.695 Euro. Hinzu kommen regionale Unterschiede zwischen Ost-West und Nord-Süd. Einfamilienhäuser seien deutlich günstiger als Eigentumswohnungen.

Wo steigen die Preise weiter?

Um die Entwicklung der deutschen Regionen prognostizieren zu können, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln, eine Zukunftsampel entwickelt. Diese basiert auf den vier gleichgewichtigen Unterindizes Attraktivität, Baubedarf, regionale Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit.

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Die Attraktivität einer Region bezieht sich auf ihre Anziehungskraft und den aktuellen und künftigen Wohlstand. Hier punkten laut der Sparda-Bank Berlin und München, mit Abstand folgt Hamburg. Periphere Regionen würden unter dem Trend zur Urbanisierung leiden.

Der zukünftige Flächenbedarf bleibe in Ballungsräumen besonders hoch. Im Osten, abseits der großen Städte, aber auch in Oberfranken, Nordhessen oder dem Saarland sei der Neubaubedarf am geringsten.

Besonders leistungsfähig seien die Regionen Bayern, Baden-Württemberg und Südhessen. Wenig leistungsfähig sind nach Angaben der Sparda-Bank ländliche Regionen im Osten und das Ruhrgebiet.

Am besten würden sich demnach Süddeutschland und die Ballungsräume Berlin und Hamburg sowie das Rheinland entwickeln. Grundsätzlich würden sich die Entwicklungstrends der vergangenen Jahre bis 2020 verstärken. Am dynamischsten würden sich Ballungsräume, insbesondere München entwickeln. Die geringste Dynamik erwarte der Landkreis Harz. (kl)

Foto: Shutterstock

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