30. März 2017, 12:31
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Crowdinvesting: “Gutes Rendite-Risiko-Profil”

Welche Vorteile bietet Crowdinvesting gegenüber anderen Anlageformen in Immobilien? Cash. sprach mit Lasse Kammer, Geschäftsführer bei Reabiz Crowd Capital.

Crowdinvesting-kammer-schwabe in Crowdinvesting: Gutes Rendite-Risiko-Profil

Björn Schwabe (li.) und Lasse Kammer, Reafina-Gruppe: “Crowdinvesting ermöglicht die transparente Kapitalanlage schon ab geringen Beträgen.”

Cash.: Wie funktionieren Crowdinvesting-Projekte mit Immobilien im Allgemeinen?

Kammer: Crowdinvesting-Plattformen wie Rea Capital identifizieren nach einer genauen Prüfliste für private Investoren geeignete Immobilienprojekte aus dem eigenen Bestand oder anderer Projektentwickler und Immobiliengesellschaften. Diese werden dann den Privatanlegern auf der Crowdinvesting-Plattform bekanntgegeben und vorgestellt. Während der kurzen Kapitalsammelphase werden die investierten Gelder auf ein Konto eines zertifizierten Zahlungsdienstleisters – bei Rea Capital ist dies Secupay AG – eingezahlt. Sobald der Zielbetrag des Immobilien-Crowdprojektes erreicht wird und alle zuvor festgelegten Auszahlungskriterien erfüllt sind, weist ein eingesetzter Treuhänder die Auszahlung des Kapitals an den Darlehensnehmer an.

Cash.: Welche Vorteile hat Crowdinvesting gegenüber anderen Anlageformen wie offenen und geschlossenen Immobilienfonds (AIFs)?

Kammer: Wir glauben, dass die private Geldanlage völlig neu gedacht werden muss – vor dem Hintergrund veränderter Märkte, der Krise der Lebensversicherung und des anhaltenden Niedrigzinsniveaus. Immobilien bieten grundsätzlich die notwendige Sicherheit für die private Geldanlage – jedoch sind die bisherigen Möglichkeiten für private Anleger, über Fonds in Immobilien zu investieren, schwer zugänglich, intransparent und mit hohen Renditerisiken sowie Kosten behaftet.

Aus unserer Sicht hat Crowdinvesting zwei wesentliche Vorteile gegenüber Anlageformen wie offenen und geschlossenen Immobilienfonds (AIFs). Zum einen können sich Investoren ein spezifisches Immobilienprojekt aussuchen und sich vor ihrer Investition über die genaue Verwendung des Kapitals informieren. Hat ein Projekt überzeugt, kann in dieses einfach über die Plattform investiert werden. Zum anderen entstehen den Anlegern weder Ausgabeaufschläge des Anbieters noch jährliche Fonds-Verwaltungsgebühren oder -Managementgebühren, die die Rendite der Anleger schmälern. Crowdinvesting ermöglicht die transparente Kapitalanlage schon ab geringen Beträgen. Über Crowdinvesting machen wir die private Geldanlage in Immobilien einfach, transparent, rentabel und sicherer.

Cash.: Was unterscheidet Rea Capital von anderen Anbietern?

Die Immobilienprojekte bei Rea Capital gestalten wir so, dass sie für private Investoren leicht verständlich und investierbar sind. Zusätzlich sichern wir die Crowd-Investitionen in Form einer erstrangigen Grundschuld auf eine Bestandsimmobilie der Reafina-Gruppe ab – in dieser Form einzigartig in Deutschland. Diese Besicherung bieten wir für alle von uns oder unseren Partnern angebotenen Projekte. Als Konzernunternehmen der Reafina-Gruppe greifen wir auf deren gebündelte Immobilien-Expertise zurück.

Dadurch profitieren wir von den Erfahrungen aus zahlreichen erfolgreich umgesetzten Immobilienprojekten der gesamten Unternehmensgruppe. Vor Veröffentlichung werden die angebotenen Projekte durch unser Asset Management umfangreich geprüft und anschließend eine Finanzierungszusage ausgesprochen. Wird ein Funding-Ziel also einmal nicht erreicht, investiert die Reafina-Gruppe zu den gleichen Konditionen wie die Privatanleger.

Bei Rea Capital möchten wir grundsätzlich soziale oder regionale Infrastrukturprojekte unterstützen – und so eine nachhaltige Anlagepolitik verfolgen. Dahingehend werden eben solche Projekte künftig genau geprüft und bevorzugt ausgewählt. Allerdings handeln wir primär im Sinne der Investoren und werden daher vor allem Projekte mit einem guten Rendite-Risiko-Profil als Investition anbieten.

Interview: Barbara Kösling

Foto: Reafina-Gruppe

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Getsafe-Chef Wiens: “Insurtechs sind krisenfest”

In der vergangenen Woche ist das US-amerikanische Insurtech Lemonade an die Börse gegangen, das Versicherungen per Smartphone-App anbietet. Der Aktienwert hat sich binnen 24 Stunden verdoppelt, die Bewertung des Unternehmens lag kurzfristig bei über vier Milliarden Dollar. Für Christian Wiens, CEO und Gründer des Wettbewerbers Getsafe, ist dies “ein positives Signal”.

mehr ...

Immobilien

Cash.EXTRA Wohngebäude-Versicherung: Schutz vor Extrem-Risiken

Eine Immobilie ist ein wertvoller Besitz. Egal ob Haus oder Wohnung. In beidem stecken erhebliche Werte. Daher sollte der Versicherungsschutz für Haus und Wohnen eigentlich essenziell sein, ist es aber bei Weitem nicht. Mit welchen Herausforderungen Versicherer und Assekuradeure zu kämpfen haben, zeigt das Cash.Extra Wohngebäudeversicherung mit Domcura-Produktvorstand Rainer Brand, Thomas Nairz, Hauptbevollmächtigter bei Iptiq Deutschland und Michael Neuhalfen, Leiter Vertrieb bei der Alte Leipziger Allgemeine.

mehr ...

Investmentfonds

Grönemeyer initiiert neuen Gesundheitsfonds

„Medizin mit Herz und Seele“. Das ist das Motto von Professor Dietrich Grönemeyer. Der Arzt, Wissenschaftler, Publizist, Unternehmer und Investor ist bisher an einer Reihe von nichtbörsennotierten Unternehmen beteiligt. Jetzt hat er einen Gesundheitsfonds initiiert, der seinen Namen trägt, den „Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig“.

mehr ...

Berater

Wenn das Smartphone zur Versicherungszentrale wird

Das Smartphone dürfte sich in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Vertriebskanal für Versicherungen entwickeln. Zwar haben bislang nur sechs Prozent der Bundesbürger eine Versicherung über ihr Smartphone abgeschlossen, jeder Dritte (33 Prozent) kann es sich aber in Zukunft vorstellen. Das ist das Ergebnis einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

ifo Institut: Ein Fünftel der deutschen Firmen hält sich für gefährdet

Ein gutes Fünftel der deutschen Unternehmen sieht sein Überleben durch die Coronakrise gefährdet. Das ergibt sich aus der neuesten Umfrage des ifo Instituts. 21 Prozent der Firmen antworteten im Juni, die Beeinträchtigungen durch Corona seien existenzbedrohend. „In den kommenden Monaten könnte sich eine Insolvenzwelle anbahnen“, sagt ifo-Forscher Stefan Sauer. Welche Branche sich als besonders gefährdet einschätzt.

mehr ...