Anzeige
11. August 2017, 10:53
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Deutsche Wohnen profitiert von Wohnungsmangel

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen konnte im ersten Halbjahr seinen Gewinn steigern. Zum besseren Ergebnis des Konzerns trug auch das Geschäftsfeld Pflege bei. Das Unternehmen plant, neue Wohnungen zu bauen.

Hauptniederlassung-Deutsche-Wohnen-Berlin in Deutsche Wohnen profitiert von Wohnungsmangel

Die Hauptniederlassung der Deutsche Wohnen in Berlin.

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum in Ballungszentren hat dem Immobilienkonzern Deutsche Wohnen erneut mehr Gewinn beschert. Im ersten Halbjahr verbesserte sich das operative Ergebnis – gemessen an der für die Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operations I (FFO I) – um elf Prozent auf 221 Millionen Euro, wie das MDax -Unternehmen am Freitag mitteilte.

Großteil der Wohnungen in Ballungszentren

Für das Gesamtjahr peilt Deutsche Wohnen weiter einen FFO I von rund 425 Millionen Euro an. Auf der Handelsplattform Tradegate verlor die Aktie am Morgen 1,1 Prozent, allerdings wird der Dax zum Auftakt ebenfalls schwächer erwartet.

Die Deutsche Wohnen vermietet bundesweit rund 160.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Zum Portfolio gehören auch Pflegeheime. Die meisten Objekte des Immobilienkonzerns liegen in Ballungszentren, wo es immer weniger bezahlbaren Wohnraum gibt.

Die durchschnittliche monatliche Vertragsmiete im Bestand betrug im ersten Halbjahr 6,23 Euro je Quadratmeter. Auf vergleichbarer Basis ergab sich ein Anstieg der Mieten von 3,2 Prozent.

Investitionen in Modernisierung

Zum Ergebniszuwachs trug auch das kleinere Geschäftsfeld, Pflege und Betreutes Wohnen, vor allem dank der jüngsten Zukäufe bei. Zudem seien die Pflegeeinrichtungen zu 97 Prozent ausgelastet, hieß es.

In den ersten sechs Monaten steckte der Konzern mehr Geld in die Instandhaltung und Modernisierung seiner Wohnungen. In der Regel können Vermieter mit sanierten Wohnungen auch die Mieten erhöhen. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 672 Millionen Euro. Das war fast vier Prozent mehr als im Vorjahr. Hier profitierte Deutsche Wohnen auch von einer Aufwertung der Immobilien.

Um von der starken Nachfrage nach Wohnraum in den Großstädten zu profitieren, will auch Deutsche Wohnen wie die Konkurrenten Vonovia und LEG neue Wohnungen bauen. Erst jüngst erwarb Deutsche Wohnen einen Teil eines ehemaligen Kasernengeländes in Potsdam, wo rund 1.400 Wohnungen entstehen sollen. Das Unternehmen will hierfür bis zu 400 Millionen Euro investieren. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Franke und Bornberg: Die besten Kfz-Tarife 2018

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat für das diesjährige Kfz-Rating 2018 insgesamt 253 Tarife und Tarifkombinationen von 73 Versicherern nach 61 Kriterien verglichen. Das Ergebnis: Die Tarife werden immer besser, Innovationen sucht man jedoch vergeblich.

mehr ...

Immobilien

Trotz Brexit: Europäische Immobilieninvestoren setzen auf Großbritannien

Trotz der Unsicherheit durch den bevorstehenden Brexit wollen europäische Immobilieninvestoren 2019 bevorzugt in Großbritannien anlegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Knight Frank. Auf Rang zwei der Beliebtheitsskala rangieren die nordischen Länder.

mehr ...

Investmentfonds

PRIIPs: Zoff der BaFin mit Europa

Die BaFin lehnt den Vorschlag der europäischen Aufsichtsbehörden für eine Modifikation der Vorschriften für verpackte Anlage- und Versicherungsprodukte (PRIIPs) brüsk ab. Stattdessen fordert die deutsche Behörde eine umfassende Revision der PRIIPs-Verordnung – “und zwar zügig”.

mehr ...
19.11.2018

Erster Hanf-Fonds

Berater

Wirecard erwartet auch 2019 kräftigen Gewinnanstieg

Der Zahlungsabwickler Wirecard ist wegen des Booms im Onlinehandel auch für das kommende Jahr optimistisch. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde 2019 in einer Bandbreite von 740 bis 800 Millionen Euro erwartet.

mehr ...

Sachwertanlagen

Nur Augenhöhe wird erneut nicht reichen

Der Verband ZIA hat die Vorgaben des früheren BSI für Performanceberichte der Fondsanbieter als Verbandsstandard aufgehoben. Er wiederholt damit womöglich einen Fehler, den die Branche schon bei den Prospekten gemacht hat. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Wirbel um Krankenkassen-Klagen geht weiter – gegenseitige Kritik

Angesichts der Klagewelle um Behandlungskosten haben sowohl Vertreter der Kliniken als auch die Seite der Krankenkassen ihr Vorgehen verteidigt. Der Klageweg sei in einem Rechtsstaat nicht verwerflich, teilte am Freitag die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in Eisenberg mit.

mehr ...