Immobilienboom: Deutsche Wohnen zufrieden mit Jahresstart

Der Run auf Immobilien hat dem Immobilienkonzern Deutsche Wohnen zu einem guten Start ins Jahr 2017 verholfen. Das Unternehmen konnte im ersten Quartal beim operativen Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr zulegen.

Hauptniederlassung Deutsche Wohnen Berlin
Hauptniederlassung der Deutsche Wohnen in Berlin Wilmersdorf

Der Run auf Immobilien hat dem Konzern Deutsche Wohnen zu einem guten Jahresstart verholfen. Das operative Ergebnis – gemessen an der für die Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operations I (FFO I) – verbesserte sich um elf Prozent auf 113,1 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen am Freitag mitteilte. Die Aktie legte bis zum Mittag um 0,82 Prozent zu und entwickelte sich besser als der Markt.

Das Unternehmen vermietet bundesweit rund 160.000 Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Zum Portfolio gehören auch Pflegeheime. Die meisten Objekte von Deutsche Wohnen liegen in Ballungszentren, wo es immer weniger bezahlbaren Wohnraum gibt. Die durchschnittliche monatliche Vertragsmiete im Bestand betrug im ersten Quartal 6,16 Euro je Quadratmeter. Auf vergleichbarer Basis ergab sich ein Mietwachstum von 3,3 Prozent.

Deutshe Wohnen: Besonders große Nachfrage in Berlin

Besonders stark zogen die Mieten in Berlin an, wo der Konzern die meisten Wohnungen besitzt. In der Hauptstadt sei die Nachfrage besonders groß, das Angebot niedrig und gebaut werde kaum, sagte Deutsche-Wohnen-Vorstand Lars Wittan. Auch in den B- und C-Lagen nehme das Interesse von Investoren zu.

Im ersten Quartal steckte der Konzern mehr Geld in die Instandhaltung und Modernisierung seiner Wohnungen. Da Deutsche Wohnen zudem weniger durch den Verkauf von Immobilien einnahm, ging der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn unter dem Strich von 121 Millionen auf 45 Millionen Euro zurück. Im Vorjahr hatte ein institutioneller Verkauf von rund 900 Einheiten in Berlin zu einem vergleichsweise hohen Gewinn geführt.

Für 2017 bestätigte Deutsche Wohnen seine Prognose. Demnach peilt der Konkurrent von Vonovia, LEG Immobilien und TAG Immobilien einen FFO I in Höhe von 425 Millionen Euro an. Im Vorjahr hatte er bei 384 Millionen Euro gelegen. (dpa-AFX)

Foto: Deutsche Wohnen / Anja Steinmann

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