Die Zukunft des Einzelhandels

Wie wird Handel zukünftig aussehen und wie können Innenstädte, die mit hohen Leerstandsquoten kämpfen, wieder belebt werden? An Antworten hat ein Beirat mit Vertretern von Handel, Gewerkschaft, Wissenschaft und Bund die letzten zwei Jahre gearbeitet.

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Innenstädte sollen auch in Zukunft nicht „veröden“, trotz des Konkurrenten Online-Handel. An Lösungsvorschlägen arbeitet der Beirat eines Dialogforums.

Leerstand schnell bekämpfen, Kleinkaufhäuser auf dem Land aufbauen, regionale Internet-Plattformen einrichten. Das sind einige der Handlungsempfehlungen, die der Beirat eines Dialogforums für neue Perspektiven des Einzelhandels am Dienstag vorgelegt hat. Daran beteiligt waren in den vergangenen zwei Jahren Vertreter von Handel, Gewerkschaften, Wissenschaft, Bund, Länder und Kommunen.

Verkürzte Fußgängerzonen für lebendige Stadt

Für eine lebendige Stadt wird darin zum Beispiel vorgeschlagen, bei hohem Leerstand „durch ein aktives Verkürzen von Fußgängerzonen“ einen verdichteten, attraktiven Einzelhandel zu ermöglichen.

Diese Idee hatte zuvor bereits der Handelsverband Deutschland (HDE) ins Gespräch gebracht. Der HDE schätzt, dass in den kommenden drei Jahren in Deutschland rund 50.000 Standorte des stationären Handels verschwinden werden.

„Wir wollen Arbeitsplätze und Lebensqualität in unseren Städten genauso wie auf dem Land erhalten“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) in Berlin. Die von der Dialogplattform erarbeiteten Handlungsempfehlungen sollten dazu beitragen, eine Verödung der Innenstädte und eine Unterversorgung im ländlichen Raum zu vermeiden.(dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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