31. August 2017, 14:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Einbrüche: Sicherheit keine Frage der Immobilienpreise

Immobilienbesitzer in Städten mit niedrigen Kaufpreisen müssen Einbrüche nicht mehr fürchten als Eigentümer in sehr teuren Städten, so eine Analyse von Immowelt. Umgekehrt würden hochpreisige Standorte nicht unbedingt mehr Sicherheit bieten.

Einbruch-shutt 135870911 in Einbrüche: Sicherheit keine Frage der Immobilienpreise

Dortmund und Bremen sind die Standorte mit den höchsten Einbruchsraten.

Sicherheit ist laut Immowelt am deutschen Wohnimmobilienmarkt keine Frage des Preises. Das zeige eine Analyse des Zusammenhangs von Kaufpreisen und Einbruchskriminalität. Immobilienbesitzer in Städten mit niedrigen Kaufpreisen müssten Einbrüche nicht mehr fürchten als Eigentümer in sehr teuren Städten.

Für die Analyse wurden Immobilienkaufpreise und Einbruchszahlen (jeweils Jahreswerte 2016) von 39 Städten verglichen.

Sichere Häfen und Einbruchs-Hochburgen

München gehört demnach zu den sichersten Großstädten Deutschlands. Die bayerische Landeshauptstadt ist mit einem Quadratmeterpreis von 6.190 Euro im Median aber auch ein teures Pflaster.

Noch sicherer lebe es sich in Augsburg und auch Nürnberg leide nicht an hohen Einbruchszahlen – jedoch sind die Kaufpreise in beiden Städten mit 2.670 Euro pro Quadratmeter nicht einmal halb so teuer wie in München.

Sicherheit müsse also in Deutschland nicht gleich teuer sein, so Immowelt. Besonders deutlich werde das auch am Beispiel Chemnitz. Die Stadt am Nordrand des Erzgebirges zähle genauso wie München zu Deutschlands zehn sichersten Städten, sei gleichzeitig aber auch die günstigste Großstadt Deutschlands (830 Euro).

Dass Sicherheit nicht vom Immobilienkaufpreis abhänge, zeige auch ein Blick auf die Städte mit den höchsten Einbruchszahlen. Dortmund und Bremen führten die Rangliste an – die Kaufpreise für Immobilien sind mit 1.500 Euro und 1.740 Euro aber vergleichsweise günstig.

Anders die Situation in Hamburg: Die Hansestadt liege sowohl bei den Einbruchszahlen als auch beim Kaufpreis (3.560 Euro) weit vorne.

Sicherheit keine Frage des Geldes

In Deutschland lasse sich somit kein direkter Zusammenhang zwischen dem Immobilienkaufpreis und der Kriminalitätsrate feststellen. Wer in einer günstigen Stadt eine Immobilie kaufe, sei nicht automatisch stärker von Einbrüchen bedroht.

Hochpreisige Standorte würden im Umkehrschluss auch nicht unbedingt mehr Sicherheit bieten. Jedenfalls könne keine Rede davon sein, dass sich reiche Eliten in einbruchsarmen und teuren Städten verschanzen.

Die Gründe für die unterschiedlich hohen Einbruchszahlen der Städte können laut Immowelt vielfältig sein. Schon eine gute Anbindung an das Autobahnnetz sei unter Umständen ein Anreiz für Einbrecherbanden – die Bebauungsart und -dichte könne Täter anlocken oder abschrecken.

Andere Faktoren, wie Arbeitslosigkeit und Armut, könnten zudem zu unterschiedlichem Kriminalitätsdruck führen. Oft seien derartige Effekte aber auch derart kleinräumig verteilt, dass sich keine Aussagen auf ganzer Stadtebene machen ließen. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

83,4 zu 78,6: Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter

Die aktuellen Sterbetafeln zeigen, dass die Lebenserwartung in Deutschland weiter gestiegen ist. Das zeigen die neuesten Statistiken des Statistischen Bundesamtes. Die Entwicklung hat auch Folgen für die gesetzliche Rente und die private Altersvorsorge. Besonders hoch ist die Lebenserwartung in Baden-Württemberg.

mehr ...

Immobilien

Kaufpreise für Immobilien seit 2012 nahezu verdoppelt

Seit dem Jahr 2012 verdoppelten sich die Kaufpreise pro Quadratmeter in deutschen Großstädten nahezu. Auch die Corona-Pandemie versetzte dem Immobilien-Markt keinen Dämpfer, im Gegenteil. Während Assets wie Aktien teilweise stark an Wert einbüßten, stiegen die Preise für Wohneigentum weiter an – sowohl in der Stadt, als auch auf dem Land. Wie aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervorgeht, ist der Aufwärtstrend nicht nur in Deutschland intakt.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: Der No-Deal-Ausstieg gewinnt an Fahrt

Die Brexit-Saga geht weiter: Das Risiko eines No-Deal-Ausstiegs ist gestiegen, was nachhaltige negative Folgen für das Vereinigte Königreich haben könnte, schreibt William Verhagen, Senior Economist bei NN Investment Partners, in seinem Kommentar zur aktuellen Situation des Brexit.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin bestellt Abwickler für Acada-Geschäfte

Die Finanzaufsicht BaFin hat bereits mit Bescheid vom 1. September 2020 zur Abwicklung des durch die mittlerweile insolvente Adcada GmbH, Bentwisch, unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts einen Abwickler bestellt. Das machte die Behörde nun auf ihrer Website bekannt.

mehr ...

Recht

Rente im Ausland: Das müssen sie beachten

Der 1. Oktober ist Tag der Senioren oder einfach Weltseniorentag. Er wurde 1990 durch die UNO initiiert, um die Leistungen der Älteren zu würdigen. Immer mehr deutsche Rentner zieht es zur Rückschau auf die Lebensleistung dauerhaft in andere Länder. Sich zur Ruhe setzen, wo andere Urlaub machen? Was dabei zu beachten ist.

mehr ...