19. Dezember 2017, 15:07
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So hoch sind die Vergleichsmieten in deutschen Großstädten

In Deutschland steigen die Mieten nach den Ergebnissen des F+B-Mietspiegelindex kontinuierlich weiter. Das Wachstum der Mieten bei Neuvermietung wirke sich auch auf den Bestand aus. Insgesamt kletterten die ortsüblichen Vergleichsmieten in 2017 im Schnitt um 2,1 Prozent.

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Die ortsübliche Vergleichsmiete hat im bundesweiten Schnitt in 2017 stärker zugelegt als im Vorjahr.

Dies ist das Ergebnis des aktuellen F+B-Mietspiegelindex 2017, der einzigen Auswertung aller amtlichen Mietpreisübersichten in Deutschland, die F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt aus Hamburg seit 1996 regelmäßig erstellt.

Diese Daten spiegeln das Niveau und die Entwicklung der Mieten im Bestand wider, also der Wohnkosten, die Deutschlands Mieter im Durchschnitt derzeit zahlen müssen. Analysiert werden die Nettokaltmieten von typischen Normalwohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage, in Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern und veröffentlichten Mietspiegeln. Für den F+B-Mietspiegelindex 2017 wurden die derzeit gezahlten Mieten für insgesamt 347 Städte und Gemeinden ausgewertet.

88 Prozent aller Großstädte verfügen über einen Mietspiegel

Die Erhebungsergebnisse zeigen, dass es Mietspiegel in der Regel erst in Städten und Gemeinden ab 10.000 Einwohnern gibt. Von den insgesamt 1.578 Orten dieser Größenordnung verfügen 566 Gemeinden (36 Prozent) über einen Mietspiegel; ab einer Gemeindegröße von 20.000 Einwohnern (692 Orte) sind es insgesamt 57 Prozent. Grundsätzlich gilt: je größer die Städte, desto größer die Quote der Mietspiegel.

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So verfügen laut F+B mittlerweile 93 Prozent aller deutschen Metropolen (über 500.000 Einwohner) und 88 Prozent aller Großstädte (ab 100.000 Einwohnern) über einen Mietspiegel. Die Stadt Bremen ist nach wie vor die einzige Metropole ohne dieses Instrument.

Teuerste Metropolen: München, Stuttgart, Köln, Hamburg und Frankfurt/Main

„Die teuerste Großstadt auch für Mieter ist nach wie vor München. Die Münchner zahlen durchschnittlich 10,22 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete für ihre Wohnungen und liegen damit um 52 Prozent über den 6,72 Euro pro Quadratmeter, die in den Mietspiegelstädten insgesamt im Schnitt gezahlt werden“, erläutert Dr. Bernd Leutner, Geschäftsführer von F+B.

Ebenfalls weit oben auf der Rangliste – und in Bezug auf die Miethöhe deutlich an München herangerückt – stehe Stuttgart (Rang zwei). Auf den ersten zehn Rangplätzen befinden sich weitere Münchner und Stuttgarter Umlandgemeinden.

Es folgen auf Rang zehn Köln, Hamburg (14), Düsseldorf (16) und Frankfurt/Main (19). In Stuttgart liegen die Mieten mit 9,92 Euro pro Quadratmeter um 48 Prozent über dem aktuellen Bundesdurchschnitt, in Köln, Hamburg und Düsseldorf zwischen 8,43 und 8,07 Euro um 25 bis 23 Prozent darüber. In Frankfurt/Main müssen Mieter in bestehenden Mietverhältnissen durchschnittlich 8,07 Euro, also 20 Prozent mehr für den Quadratmeter Wohnfläche bezahlen.

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„Der F+B-Mietspiegelindex bildet damit auch die Wohnungsmarktsituation in den prosperierenden Wirtschaftsmetropolen Deutschlands verlässlich ab“, so Leutner. „Ein attraktives Arbeitsplatzangebot zieht weitere Wohnungsnachfrager an, der Wohnungsmarkt wird enger und das insgesamt steigende Mietniveau wirkt sich sukzessive auch im Bestand aufgrund von Mieterhöhungen im Rahmen bestehender Verträge und höhere Neuvermietungsmieten aus.“

Seite 2: Situation in den neuen Ländern und in Berlin

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