Hamburger Eigentumswohnungen: Preise steigen wieder

Die Preise für neugebaute Eigentumswohnungen sind in Hamburg im vergangenen Jahr um knapp 20 Prozent gestiegen. Überrascht hat, dass Premiumwohnungen auch abseits der exklusiven Stadteile angeboten wurden.

Blick auf das Hamburger Rathaus: 2016 verzeichneten die Preise für Eigentumswohnungen ein neues Hoch.
Blick auf das Hamburger Rathaus: 2016 verzeichneten die Preise für Eigentumswohnungen ein neues Hoch.

Nachdem die Preise für Neubau-Eigentumswohnungen in Hamburg 2015 stagnierten, fiel die Preisentwicklung 2016 umso stärker aus. Das geht aus einem Bericht des Hamburger Immobiliendienstleisters Grossmann & Berger hervor.

Die deutliche Preisdynamik vom 1. Halbjahr 2016 habe auch im 2. Halbjahr angehalten. Von 2015 auf 2016 sei der durchschnittliche Quadratmeterpreis sowohl in Gesamt-Hamburg als auch in den Top-16-Wohnlagen um rund 18 Prozent gestiegen. Ein Quadratmeter Neubau-Eigentumswohnung in Gesamt-Hamburg kostete somit laut Grossmann & Berger durchschnittlich 5.460 Euro, in den Top-16-Wohnlagen 6.620 Euro.

Psychologische Schwelle überschritten

„Beide Durchschnittspreise haben die bisherige psychologische Schwelle von 5.000 und 6.000 Euro deutlich überschritten. Verglichen mit 2015 sind sie in Gesamt-Hamburg um mehr als 800 und in den Top-16-Wohnlagen gleich um 1.000 Euro gestiegen“, erläutert Frank Stolz, Bereichsleiter Neubau des Hamburger Immobiliendienstleisters Grossmann & Berger.

„Obwohl das Preisniveau im Neubau-Segment ein neues Hoch erreicht hat, funktioniert der Markt: Die Nachfrage ist höher als je zuvor, Leerstand gibt es in diesem Segment ohnehin kaum und die um ein Fünffaches niedrigeren Zinsen gleichen einen Großteil der doppelt oder dreifach hohen Preise wieder aus. Anders als der Zentrale Immobilien Ausschuss erwarten wir in Hamburg auch für 2017 keine Preisrückgänge.“

Zu den Top-16-Wohnlagen im Neubaubereich zählt Grossmann & Berger die folgenden 21 zu 16 Wohnlagen zusammengefassten Stadtteile mit dem höchsten Neubauaufkommen: Alsterdorf, Altona-Altstadt/Altona-Nord, Barmbek-Süd, Eilbek/Hohenfelde, Eimsbüttel/Hoheluft-West, Eppendorf/Hoheluft-Ost, HafenCity, Harvestehude, Lokstedt, Othmarschen, Ottensen, Rotherbaum, St. Georg, St. Pauli/Sternschanze, Uhlenhorst, Winterhude.

Angebot sinkt weiter

In Gesamt-Hamburg sei 2016 im Rahmen von 87 Projekten der Verkauf von 1.489 Neubau-Eigentumswohnungen gestartet. Bereits zum dritten Mal in Folge sei die Zahl der Einheiten gesunken, um rund sechs Prozent im Vergleich zu 2015. „In den letzten Jahren war das Angebot mit 2.200 Einheiten 2013 am größten“, sagt Stolz.

Rund 47 Prozent aller Neubau-Eigentumswohnungen seien auf die Top-16-Wohnlagen entfallen: mit 706 Einheiten in 33 Projekten. Das sei ein Anstieg um 18 Prozent innerhalb eines Jahres. Die Wohnungen in der Elbphilharmonie seien aufgrund ihres einzigartigen Charakters und daraus resultierenden Preisniveaus nicht in die Auswertung eingeflossen, da sie als „Ausreißer“ die Statistik verfälschen würden.

Seite zwei: Die teuersten Stadtteile

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