14. August 2017, 08:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Höhere Zinsen für Immobiliendarlehen

Die Zinsen für Immobiliendarlehen sind gestiegen. Immobilienexperten gehen davon aus, dass sich die Zinsen im August wieder entspannen, auf längere Sicht würden sich die Konditionen jedoch verändern.

Haus-preis-anstieg-teuer-pfeil-chart-graph-shutterstock 158829737 in Höhere Zinsen für Immobiliendarlehen

Immobilienkredite werden sich in der langen Frist wieder verteuern.

Die Zinsen für zehnjährige Immobiliendarlehen haben sich seit einem Monat über der 1,5-Prozent-Marke festgesetzt. Nach einer Auswertung von Interhyp, einem Vermittler privater Baufinanzierungen, hatten sich die Konditionen in der ersten Julihälfte um fast 0,2 Prozentpunkte verteuert und vor einem Monat die 1,5-Prozent-Marke durchbrochen.

Das aktuelle Interhyp-Bauzins-Trendbarometer, eine monatliche Befragung von Experten, geht nach der leichten Entspannung bei den Zinsen Anfang August von einer Seitwärtsbewegung in den nächsten Wochen aus. Langfristig prognostizieren alle Experten ein höheres Zinsniveau.

Konjunktur und Inflation treiben Zinsen

In der Spitze hätten die Zinsen in der letzten Juliwoche sogar ein neues Jahreshoch markiert. Obwohl die Konditionen im August schon wieder leicht nachgegeben haben, rechnen die im aktuellen Interhyp-Bauzins-Trendbarometer befragten Experten langfristig mehrheitlich mit höheren Finanzierungskosten.

Die anhaltend besseren Konjunkturdaten und die höhere Inflation in der Eurozone hätten sich im Sommer 2017 auf die Kreditaufnahme ausgewirkt. Investoren reagieren laut Interhyp auf die zaghaften Ankündigungen der EZB, die eine langsame Abkehr von der laxen Geldpolitik in Aussicht stellt.

In Folge der rhetorischen Anzeichen hätten im Juli auch die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen zugelegt. Sie hätten auf mehr als 0,5 Prozent angezogen, nachdem sie vor gut einem Jahr unter die Null-Prozent-Marke gefallen seien und lange im negativen Bereich verharrt hätten. (kl)

Foto: Shutterstock

 

1 Kommentar

  1. Noch immer haben wie historisch niedrige Zinsen.
    Wer jetzt nicht die Chance nutzt ins Eigentum zu kommen, wird es in Zukunft nicht leichter haben.
    Auch einen Kredit aufnehmen als Kapitalanlage (z.B. vermietete Eigentumswohnung) rechnet sich.

    Kommentar von Kai Hartmut Ortmann — 15. August 2017 @ 11:05

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Neuer Streit um die Grundrente: Was DGB und CDU zu sagen haben

Abseits der Frage, wie sich Menschen künftig durch Städte bewegen, findet eine neuerliche Auseinandersetzung zur Grundrente statt. Kontrahenten dieses Mal sind Amelie Buntenbach, Mitglied im DGB-Vorstand, und Joachim Pfeiffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag. “Sozialklimbim” oder nicht lautet ihr Streitthema.

mehr ...

Immobilien

Studentenstädte: Hohe Mieten fressen Bafög-Wohnpauschale

Um die Bafög-Förderung an die aktuellen Preisentwicklungen anzupassen, hat der Bundestag die Anhebung des Satzes beschlossen. Doch die gewünschte Entlastung für Studenten bleibt in vielen Städten aus, wie eine aktuelle Analyse von immowelt.de zeigt.

mehr ...

Investmentfonds

Die Top 5 der Woche: Investmentfonds

Was waren interessantesten Investment-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Berater

Kapitalmarkt: Europäische Finanzminister machen Druck

Angesichts mangelhafter Finanzierungschancen für Firmen in Europa machen Deutschland, Frankreich und die Niederlande Druck für einen einheitlicheren Kapitalmarkt. Das geht aus einem Brief der Finanzminister der Länder an die EU-Institutionen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A-“ für ProReal Deutschland 7

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet die von der One Group aus Hamburg konzipierte Vermögensanlage ProReal Deutschland 7 mit insgesamt 77 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A-).

mehr ...

Recht

Urteil: Nur Auslands-Krankenschutz hilft bei hohen Kosten

Ein aktuelles Urteil des Sozialgerichtes Gießen zeigt einmal mehr, warum auch bei Reisen in Länder, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat, ein Auslandsreise-Krankenschutz abgeschlossen werden sollte. Denn die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Krankheit oder Unfall im Urlaub meist nur einen Bruchteil der Kosten.

mehr ...