22. Juni 2017, 11:22
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zinsbindung: Teuer aber sicher

Die Norddeutschen sind treu, zumindest ihren Zinskonditionen. Interhyp hat untersucht, welche Zinsbindung die Deutschen im Schnitt wählen und wie sich die monatliche Belastung durch die Immobilienfinanzierung seit 2011 verändert hat.

Haus-taschenrechner-schwein-sparen-finanzierung-kredit-bank-shutterstock 258285902 in Zinsbindung: Teuer aber sicher

Die aktuelle Niedrigzinsphase lädt dazu ein, den Kreditzins für eine lange Zeit festschreiben zu lassen. Doch der Schutz vor steigenden Zinsen ist nicht kostenlos.

Immobilienkäufer aus Hamburg gehen im aktuellen Zinstief auf Nummer sicher. Wie eine regionale Auswertung von Interhyp, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen, zeigt, ist die Zinsbindung seit 2011 von 12,16 Jahren auf 13,46 Jahren in 2016 gestiegen.

“Die Zinsbindung gibt an, für welchen Zeitraum sich ein Immobilienkäufer die Zinskonditionen seines Darlehens festschreibt. Lange Zinsbindungen sind zwar etwas teurer, geben dem Kreditnehmer aber mehr Planungssicherheit”, sagt Kathrin Altmann, Leiterin der Hamburger Interhyp-Niederlassung.

Deutliche regionale Unterschiede

Insgesamt hat Interhyp nach eigenen Angaben mehr als 65.000 Finanzierungsfälle aus 20 Städten zwischen 2010 und 2016 untersucht. Dabei hätten sich deutliche regionale Unterschiede gezeigt. Bremer würden sich beim Immobilienkredit knapp über 15 Jahre festlegen, Leipziger lediglich 11,57 Jahre.

Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken.

Zinsbindung in Zinsbindung: Teuer aber sicher

Quelle: Interhyp; eigene Darstellung

Im bundesweiten Durchschnitt ist die Zinsbindung für Immobiliendarlehen in den vergangenen fünf Jahren von durchschnittlich 11,8 Jahre auf 13,1 Jahre in 2016 geklettert. “So lange der Darlehenszins festgeschrieben ist, so lange kennt der Kreditnehmer seine genaue monatliche Belastung”, sagt Altmann.

Diese lag laut Interhyp-Auswertung im Jahr 2016 in Hamburg bei etwas über 1.000 Euro pro Monat und damit deutlich unter dem Wert aus 2011, als Kreditnehmer im Durchschnitt rund 1.140 Euro Monatsrate aufbringen mussten.

Gründe für die gesunkene Belastung

Dass die Monatsbelastung trotz der gestiegenen Immobilienpreise in Hamburg zurückging, liegt nach Angaben von Interhyp an den deutlich gesunkenen Finanzierungszinsen: Bewegten sich die durchschnittlichen Konditionen für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung in 2011 bei rund vier Prozent, so lagen sie in 2016 bei unter zwei Prozent.

Kredite seien damit historisch günstig. “Die Immobilienkäufer in Hamburg nutzen dieses Zinstief konsequent: Zusammen mit gestiegenem Eigenkapitaleinsatz, abermals höherer Anfangstilgung von 2,9 Prozent und langen Zinsbindungen profitieren sie von hoher Kalkulationssicherheit und zügigem Schuldenabbau”, sagt Altmann. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Sicherungsnetz für Haftungsfallen – Mailo bietet Schutz für Immobilienmakler und -Verwalter

Die Digitalversicherer Mailo bietet künftig auch rund 200.000 Beschäftigten im Immobiliendienstleistungssektor Schutz. Der Spezialist für digitale Gewerbeversicherungen macht Immobilienmaklern und -verwaltern dabei ein Angebot, das über die für die Branche verpflichtende reine Vermögensschadenhaftpflicht hinausgeht und weitere Tätigkeiten umfasst.

mehr ...

Immobilien

Online-Portale von Immobilienmaklern im Test

Besonders in den Großstädten gilt: Wohnraum ist knapp und die Suche nach einer neuen Immobilie – sei es zur Miete oder zum Kauf – zerrt an den Nerven. Wer dabei auf professionelle Hilfe setzt, kann sich neben überregionalen Makler-Ketten auch an einen der zahlreichen Anbieter vor Ort wenden, die mit der regionalen Situation und den Marktpreisen bestens vertraut sein sollten. Ob die Websites der Makler vor Ort eine Verbraucherempfehlung sind, zeigt ein Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

mehr ...

Investmentfonds

Reges Interesse an Unternehmensteilen von Wirecard

Für die Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren.

mehr ...

Berater

DSGVO: Neuer Branchenstandard für Versicherungsmakler

Auf Initiative des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung ist gemeinsam mit der beim AfW angesiedelten Initiative “Pools für Makler” und mit Unterstützung weiterer Partner wie der Allianz eine DSGVO-konforme Einwilligungserklärung erarbeitet worden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Zweitmarkt: Umsatz gestiegen, Kurse gefallen

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnet im Juni bezüglich der Anzahl der Transaktionen und des Nominalumsatzes eine leichte Belebung des Zweitmarkts für geschlossene Fonds. Der Durchschnittskurs sank hingegen zum dritten Mal in Folge.

mehr ...

Recht

Urteil: Haushaltsführungsschaden kennt keine Altersgrenze

Nach einem Verkehrsunfall kann man Anspruch auf eine vierteljährlich zu zahlende Rente haben – der sogenannte Haushaltsführungsschaden. Diese Zahlung ist nicht auf ein Höchstalter begrenzt. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt hervor (Aktenzeichen: 22 U 82/18), von der die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) berichtet.

mehr ...