10. Oktober 2017, 09:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IVD fordert Aktionsplan für mehr Wohnungen

Der Immobilienverband IVD fordert die rasche Umsetzung eines nationalen Aktionsplans, damit mehr Wohnungen gebaut werden. Der Verband hat drei Punkte zur Überwindung des Wohnraummangels vorgelegt.

Haus-bau-dach-shutterstock 326838344 in IVD fordert Aktionsplan für mehr Wohnungen

In vielen Metropolregionen herrscht ein deutlicher Mangel an Wohnungen.

Im ersten Halbjahr 2018 soll einen Wohnungsgipfel in Berlin geben – wie von der CDU/CSU-Fraktion in ihrem Regierungsprogramm angekündigt.

“Die Ziele des Wohnungsgipfels müssen frühzeitig abgesteckt werden. Ergebnis des Wohnungsgipfels muss ein verpflichtendes nationales Wohnungsprogramm sein, damit endlich mehr gebaut wird und die Nachfrage nach Wohnungen bedient wird – mehr Neubau, mehr Wohneigentum, weniger Regulierung”, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des IVD.

Wohnungspolitik muss erneuert werden

Alle Parteien im Deutschen Bundestag seien sich einig darüber, dass der Wohnungsmarkt in Deutschland angespannt sei und etwas gegen die steigenden Kosten getan werden müsse.

“Ebenso herrscht Konsens darüber, dass mehr Wohnraum notwendig ist – sowohl zur Miete als auch als Eigentum. Wir brauchen mehr Wohnungen in allen Kategorien – von bezahlbar bis gehoben”, sagt Schick. “Die Maßnahmen in den vergangenen vier Jahren waren erfolglos. Die Wohnungspolitik muss grundlegend erneuert werden.”

Der IVD habe daher drei Kernziele für die nächste Legislaturperiode identifiziert, die aufgegriffen werden müssten:

1. Wohnungsneubau ankurbeln: Mehr Bauland, schnellere Genehmigungsverfahren. Weniger energetische Hürden und Auflagen. “Investitionen in Wohnungsneubau müssen gefördert und nicht durch zahlreiche Regulierungsmaßnahmen ausgebremst werden. Zwischen Politik und privater Wohnungswirtschaft muss endlich kooperativ zusammengearbeitet werden”, erklärt Schick.

2. Wohneigentum fördern: “Deutschland fördert Wohneigentum seit Jahren nicht. Das muss sich ändern. Wir unterstützen die Forderung der Generalsekretärin der FDP Nicola Beer.  ‚Wir brauchen ein Volk von Eigentümern statt Volkseigentum’, forderte Beer – treffender kann man das nicht formulieren”, sagt Schick. Baukindergeld, Kreditbürgschaften und steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten sowie die Senkung der Grunderwerbsteuer seien dazu notwendig.

3. Abschaffung der Mietpreisbremse, weniger Regulierung: “Die Mietpreisbremse hat versagt und wird vom Landgericht Berlin als verfassungswidrig angesehen. Sie gehört ganz abgeschafft, denn sie hat nicht eine einzige neue Wohnung geschaffen. Im Gegenteil: Die Mietpreisbremse führt zu weniger Investitionsbereitschaft und einer weiteren Verknappung des Wohnungsangebots”, so Schick.

CDU und FDP hätten die Erfolglosigkeit der bisherigen von Verschärfungen des Mietrechts geprägten Politik erkannt. Die Kanzlerin habe eine Verschärfung der Mietpreisbremse mehrfach abgelehnt und die FDP fordere mehr Wohnungsneubau sowie weniger Regulierung. Dies sollte in einer Jamaika-Koalition umgesetzt werden, so der IVD. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Dr. Grabmaier als “Head of the Year” ausgezeichnet

Dr. Sebastian Grabmaier, CEO der JDC Group, ist auf der Cash.Gala 2019 zum “Head of the Year” ausgezeichnet worden und damit Teil einer Premiere.

mehr ...

Immobilien

Abwarten und Geld parken

Wirtschaftspolitische Spannungen wie der Handelskonflikt zwischen China und den USA, ein immer wahrscheinlicher werdender No-Deal-Brexit und Rezessionsängste schüren bei Anlegern Unsicherheit. Was tun mit dem Geld? Ein Kommentar von Volker Wohlfarth, Geschäftsführer bei der Crowdinvestment-Plattform zinsbaustein.de.

mehr ...

Investmentfonds

Financial Advisors Awards 2019: And the winners are…

…hieß es am 20. September für acht der Financial Advisors Awards 2019. Zum 17. Mal in Folge wurden die Branchenauszeichnungen im Rahmen der Cash.Gala verliehen. Die Bilder der Sieger

mehr ...

Berater

“Dann ist es vorbei”: Finnland setzt Johnson Frist beim Brexit

Der derzeitige EU-Ratsvorsitzende Antti Rinne hat dem britischen Premierminister Boris Johnson eine Frist bis zum Monatsende gesetzt, um Änderungswünsche am Brexit-Abkommen einzureichen.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...