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26. September 2017, 15:11
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Vergleich: Die typischen Kapitalanleger fünf deutscher Metropolen

Wohnimmobilien stehen bei Privatanlegern hoch im Kurs, aber gibt es auch regionale Unterschiede im Anlageverhalten? Der Immobilienfinanzierer Hüttig & Rompf AG hat das Verhalten der Käufer in den fünf Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Köln untersucht.

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Viele Privatanleger setzen derzeit auf den Erwerb und die Vermietung von Wohnimmobilien.

Alter, Einkommen, Eigenkapital – wie sieht der typische Immobilienkäufer aus, der in eine Wohnung als Kapitalanlage investiert? Es kommt nach Aussage von Hüttig & Rompf ganz darauf an, welche Stadt betrachtet wird.

Zu dieser Erkenntnis kommt der Immobilienfinanzierer in seinen „Marktreports Immobilienfinanzierung“, die demografische Daten zu den Immobilienmärkten der Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Köln analysieren.

Hamburger Anleger verfügen über hohes Einkommen

In Hamburg etwa sei ist der typische Kapitalanleger älter (45,51 Jahre) als in Berlin (42,55). Monatlich rund 7.400 Euro Haushaltseinkommen (alle Einkommensquellen nach Abzug der Steuern) stehen laut Hüttig & Rompf dem typischen Hamburger Kapitalanleger zur Verfügung. Dies sei 1.900 Euro mehr als dem durchschnittlichen Kölner (rund 5.500 Euro).

Bei der Analyse stützt sich die Hüttig & Rompf AG auf eigens erhobene Daten von Eigennutzern und Kapitalanlegern, die annonym ausgewertet wurden. „Alle Daten stammen von Kunden, die eine Immobilienfinanzierung über die Hüttig & Rompf AG abgeschlossen haben“, erklärt Vorstand Paul Hüttig. „So bieten die Reports einen praxisnahen Einblick in die Einflüsse, die beim Kauf einer Immobilie in der jeweiligen Metropole ausschlaggebend sind.“

Immobilienwert: Berliner investieren am wenigsten

„Die Mehrheit der Immobilienkäufer der fünf Metropolen bewohnt ihre Immobilie selbst“, so Ditmar Rompf, Vorstand von Hüttig & Rompf. Die Kapitalanleger seien in allen fünf Städten in der Minderheit.

In Düsseldorf liege der Anteil der Anleger mit etwa 30 Prozent am höchsten, in Frankfurt am niedrigsten (16 Prozent). Dabei müssten Kapitalanleger gerade in Düsseldorf besonders tief in die Tasche greifen. Durchschnittlich 349.800 Euro würden bei der Investition in eine Düsseldorfer Wohnimmobilie fällig – der höchste Wert im Vergleich der fünf Metropolen.

In Berlin werden laut Hüttig & Rompf für die Investition im Schnitt 215.000 fällig – 134.800 Euro weniger als in der Rheinmetropole. Dafür würden sich Berliner Investoren aber im Vergleich auch für die kleinsten Immobilien entscheiden (62 Quadratmeter).

Den ersten Platz in puncto Immobiliengröße belege der durchschnittliche Düsseldorfer Kapitalanleger mit knapp 90 Quadratmetern. Der Kölner liege mit etwa 78 Quadratmeter für rund 242.400 Euro im Mittelfeld, genauso wie der Hamburger (rund 70 Quadratmeter für 323.500 Euro) und der Frankfurter (72 Quadratmeter für 299.700 Euro).

Eigenkapital: Hamburger bringen am meisten ein

Jede Finanzierung hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Dazu gehört zum Beispiel auch das eingebrachte Eigenkapital. Ein höheres Eigenkapital macht in der Regel deutlich bessere Konditionen bei der Immobilienfinanzierung möglich.

Am meisten Eigenkapital bringt der Analyse zufolge der Hamburger Kapitalanleger ein (über 135.800 Euro). Den zweiten Platz belege der Düsseldorfer (rund 123.600 Euro), dicht gefolgt vom Berliner (knapp 112.100 Euro). Der Frankfurter bestreite über 86.600 Euro aus eigenen Mitteln. Schlusslicht sei der Kölner mit rund 83.700 Euro – 52.100 Euro weniger als der durchschnittliche Hamburger Kapitalanleger.

Beleihungsauslauf: Kölner beleihen am höchsten

Wer beleiht seine Immobilie am höchsten? Aufschluss darüber gibt der Beleihungsauslauf. Der prozentuale Anteil des Objektwertes, der durch ein Darlehen finanziert wird, liegt bei den Berlinern mit knapp 79 Prozent am niedrigsten, bei den Kölnern mit 88 Prozent am höchsten.

„Bei einem Beleihungsauslauf von unter 60 Prozent bieten Kreditinstitute Immobilienkäufern die besten Konditionen für ihre Baufinanzierung“, sagt Hüttig. In Berlin habe der höchste Anteil an Kapitalanlegern diesen Vorteil genutzt. Über 26 Prozent wählten einen Beleihungsauslauf von unter 60 Prozent. Bei den Kölnern hätten sich mit nur rund 14 Prozent die wenigstens Kapitalanleger für diese vorteilhafte Beleihung entschieden.

Zinsen und Tilgung: Düsseldorfer mit Spitzenwert

Die Analyse untersuchte außerdem, wer für seine Finanzierung im Verhältnis zum Einkommen am meisten bezahlen muss. Es ist der Düsseldorfer Kapitalanleger. Durchschnittlich über 6.500 Euro hat er monatlich zur Verfügung. 1.493 Euro davon werden für Zinsen und Tilgung fällig. „Das sind 22,86 Prozent. Spitzenwert im Vergleich der fünf Metropolen, die wir in unseren Marktreports analysieren“, betont Rompf.

Mit etwas Abstand folge der Kölner mit 1.111 Euro monatlicher Finanzierungsrate bei rund 5.500 Euro Haushaltseinkommen (20,36 Prozent). Mit 1.281 Euro zahlt der Hamburger Kapitalanleger einen höheren Betrag, im Verhältnis zum Haushaltseinkommen (rund 7.400 Euro) sei jedoch der Anteil mit 17,42 Prozent etwas geringer.

Fast gleichauf mit 1.213 Euro für Zinsen und Tilgung bei einem Haushaltseinkommen von rund 6.400 Euro liege der Berliner (19,01 Prozent). Der Frankfurter müsse mit einer monatlichen Finanzierungsrate von 878 Euro (13,01 Prozent) bei rund 6.700 Euro Haushaltseinkommen am wenigsten aufbringen. (bk)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Ein interessanter Bericht, welcher den aktuellen Markt gut widerspiegelt. Da die monatliche Rate bei den aktuellen Kaufpreisen recht hoch ausfallen sollte, um eine überschaubare Laufzeit nicht zu überschreiten, ist es aus meiner Sicht umso wichtiger, dass sich die Darlehensrate den aktuellen Lebensumständen anpassen kann. Hierzu haben wir verschiedene Vergleiche einholen lassen und waren erstaunt, welche Möglichkeiten es doch gibt. Auch das Thema Sondertilgung kann hierbei eine wesentliche Rolle spielen. Eine ausführliche und Kundenorientierte Beratung haben wir unter smart-immofinance.de gefunden und wurden auf alle Risiken und Möglichkeiten hingewiesen. Bei langfristigen Verpflichtungen, wie dem Immobiliendarlehen, zahlt sich eine gute Beratung offenbar aus.

    Kommentar von Meike Oltmann — 5. Oktober 2017 @ 07:56

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