Anzeige
13. April 2017, 13:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Kauf einer Ferienimmobilie: Das sollte beachtet werden

Viele Bundesbürger würden sich gern eine Ferienimmobilie im Ausland zulegen. Dabei gilt es jedoch, wichtige Aspekte beim Thema Finanzierung und Steuer zu beachten, rät das Portal Baufi24.

Ferienhaus-ausland-shutt 392493760 in Kauf einer Ferienimmobilie: Das sollte beachtet werden

Kaufinteressenten sollten sich zunächst mit den spezifischen Voraussetzungen des angestrebten Landes beschäftigen.

Viele Urlauber verlieben sich in ihren Ferienort und würden am liebsten dauerhaft bleiben. Verregnete Sommer in Deutschland tun da ihr Übriges und wecken schnell den Wunsch nach einem eigenen Ferienhaus, so Baufi24.

„Der Kauf einer Immobilie im Ausland darf aber nicht überstürzt werden“, mahnt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.

Länderspezifische Gegenheiten beachten

Kaufinteressenten müssten sich zunächst mit den spezifischen Voraussetzungen der Länder beschäftigen. Darunter fallen Informationen zu Steuern, Unterhaltskosten des Anwesens oder rechtlich abweichenden Bedingungen bei Kauf- und Bauverträgen. Sind diese Stolpersteine aus dem Weg geräumt, könne sich der zukünftige Eigentümer um die Bezahlung kümmern.

Inländische Banken akzeptierten bei der Finanzierung das zu erwerbende Objekt in der Regel nicht als Sicherheit. Stattdessen müssten Käufer das deutsche Eigenheim einsetzen. Ist dieses noch durch laufende Kredite belastet, werde eine Finanzierung mit einem deutschen Kredit nur schwer möglich sein.

Die Vorteile einer Finanzierung mit einer deutschen Bank liegen laut Baufi24 klar auf der Hand: Der Käufer umgehe die mühselige Auseinandersetzung mit ausländischen Banken und spare Kosten für Notare, Gerichte oder Wertgutachten.

Soll die Finanzierung über eine Bank vor Ort laufen, müsse der Interessent mit deutlich höheren Gebühren und Kosten für Darlehenszinsen rechnen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass der Kredit verspätet ausgezahlt werde und Bauherren eine teure Zwischenfinanzierung zur Deckung der Kosten abschließen müssen.

Auslandsimmobilie als Kapitalanlage

Um die meist hohen Unterhaltskosten auszugleichen, vermieten viele Eigentümer ihre Immobilie, während sie sich in Deutschland aufhalten. Berücksichtige man die Kosten für Steuereinnahmen, könnten Inhaber mit der Vermietung viel Geld sparen, so Baufi24.

In der EU werden Mieteinkünfte in dem Staat besteuert, in dem die Immobilie liegt. Dafür sind sie in Deutschland steuerfrei. Eine Ausnahme bildeten dabei Spanien und Finnland. Die in diesen Ländern erzielten Einkünfte sind in Deutschland steuerpflichtig.

Allerdings werden auch negative Einkünfte beim deutschen Finanzamt berücksichtigt, sodass sich die Steuerlast verringert. Vermieten Eigentümer ihre Immobilien teilweise, können sie Aufwendungen steuerlich geltend machen.

Bei reiner Fremdnutzung seien sogar sämtliche Kosten der Vermietungsdauer als Werbungs- beziehungsweise Betriebskosten steuerlich absetzbar. „Wenn Inhaber zur Vermietung ihres Eigentums bereit sind, erzielen sie im besten Fall deutliche Steuerersparnisse“, so Scharfenorth. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Wer eine Auslandsimmobilie als “Renditeobjekt” kauft sollte sich nicht auf die Einnahmen durch Vermietung verlassen. I.d.R. haben Zielgebiete in Europa 4 – 5 Monate Saison – “Großes Geld” in der Vermietung fließt eigentlich nur im Juli und August, oft die Zeit in der viele Erwerber selber gerne nutzen. In der Nebensaison gibt es einen extremen Überhang an günstigen Mietangeboten. Gerade in den beliebten Zielländern (z.B. Spanien) gibt es steigende gesetzliche Hürden bis hin zum Vermietungsverbot in normalen “Wohngegenden”. Ebenfalls wichtig neben Prüfung der landesspezifischen Gesetzen ist eine technische Prüfung des Kaufobjektes – da im Schadenfall es oft vorkommt, daß der Promotor zur Erlangung von Garantieleistungen etc. nicht mehr existiert und man auf den Kosten sitzenbleibt.

    Kommentar von Hans Schlotzhauer — 14. April 2017 @ 09:35

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Versicherungstipps: Die erste eigene Wohnung

Wann ist ein Mensch wirklich erwachsen? Mit der Volljährigkeit, einem Job, eigenen Kindern? Die Mehrheit der Bundesbürger sieht das Mieten der ersten eigenen Wohnung als einen der wichtigsten Meilensteine für das Erwachsenwerden.

mehr ...

Immobilien

Streit um Namen an Klingelschildern – Verstoß gegen die DSGVO?

Verstößt das Klingelschild eines Mieters an der Haustür gegen die Datenschutzgrundverordnung? Über diese Frage ist ein heftiger Streit entbrannt. Der Immobilien-Eigentümerverband Haus & Grund empfiehlt aktuell seinen Mitgliedern, vorsorglich die Namensschilder zu entfernen.

mehr ...

Investmentfonds

Aufstieg der ETFs

Exchange Traded Funds (ETF) werden bei den Deutschen immer beliebter. Das in ETFs verwaltete Kapital ist in zehn Jahren um über 560 Prozent gestiegen. Doch noch immer ist die Investitionsquote in Deutschland insgesamt sehr gering.

mehr ...

Berater

Kfz-Versicherung: Welche Merkmale den Tarif in die Höhe treiben

Was treibt den Preis einer Kfz-Versicherung in die Höhe? Und wie lässt sich der Preis am stärksten reduzieren? Die Antworten liefert ein aktueller Vergleich des Online-Portals Check24.

mehr ...

Sachwertanlagen

Beförderungs-Quartett bei ThomasLloyd

Das Geschäft der ThomasLloyd Gruppe wächst immer weiter. Das macht auch neue Führungskräfte notwendig. Gleich vier Mitarbeiter auf einmal konnten sich in dieser Woche über Beförderungen zum Managing Director freuen.

mehr ...

Recht

Wohin mit Nachbars Laub? Ab über die Hecke!

Der Indian Summer begeistert mit rot-, gold- und braungefärbten Blättern. Doch wenn die Laubmassen zusammengekehrt und entsorgt werden müssen, kommt schnell mal schlechte Laune auf – besonders, wenn es sich Nachbars Laubgut handelt. Muss man sich darum kümmern?

mehr ...