„Was bin ich?“ oder die Krux der Spezialisierung

Erich Franzlhuber: „Zahn- und HNO-Arzt sowie Vermittlung von Strom-, Gas- und Handyverträgen“. Wem käme diese Sammlung an Fähigkeiten nicht spanisch vor?

Kolumne von Joachim Leuther, BS Baugeld Spezialisten

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„Auch wenn man die schönste Website baut – wird sie Kunden bringen? Es müssen Marketingmaßnahmen gefahren werden. Ansonsten hat man die schönste Seite – die allerdings niemand besucht.“

Die meisten Vermittler wünschen sich mehr Kunden. Doch Akquise – ohne ernsthaften Einsatz digitaler Instrumente – ist nicht mehr machbar.

Investitionen in Digitalisierung und die Möglichkeiten, auf vielen Kanälen mit Kunden zu kommunizieren, sind kostspielig. Aus diesem Grund hört man häufig, die neue Website „sei noch im Aufbau“. Es ist aber auch schwierig. Man hat den Eindruck, jede Woche wird eine Innovation durch die Digitallandschaft getrieben.

Unterstützungstools bringen keine Kunden

Wie soll man entscheiden und investieren, wenn das, was man da in Auftrag gibt, in einem halben Jahr möglicherweise schon zum Alteisen gehört? Weil Kunden neuerdings eine neue, bizarre App benutzen, die es bei Auftragsvergabe noch gar nicht gab? Es gibt Unterstützungstools von IT-Dienstleistern, Produktgebern, Pools etc. Aber bringen diese Tools neue Kunden? Es ist zu bezweifeln.

Wenn man Digitalisierung anhand einer Website beleuchtet, muss diese auf dem heutigen Stand der Technik sein. Sie sollte interessant, einprägsam und leicht zu bedienen sein sowie möglichst zur Interaktion auffordern. Natürlich muss sie sich allen Geräten – also PC, Smartphone, Tablets – anpassen. Kommunikation sollte in Jetzt-Zeit möglich sein.

Website allein schafft keine Nachfrage

Auch wenn man heute die schönste Seite baut – wird sie Kunden bringen? Es müssen Marketingmaßnahmen wie zum Beispiel Suchmaschinenmarketing (SEM) oder Suchmaschinenoptimierung (SEO) gefahren werden. Ansonsten hat man die schönste Seite – die allerdings niemand besucht.

Eine Website an sich schafft keine Nachfrage oder erzeugt Googles Interesse. Sie ist der zentrale Anlaufpunkt, wenn Nachfrage erzeugt wurde. Also müssen neben den Kosten für eine Website, die vielleicht schon in sechs Monaten ein Update braucht, auch Aufwendungen für eine Marketingkampagne eingeplant werden. Mit der Kampagne lockt man dann Kunden an, die just in dem Moment mit einem chatten wollen, wenn man gerade beim Essen sitzt.

Seite zwei: Breite ohne Fachtiefe ist schleichendes Gift

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