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19. Juni 2017, 08:25
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“Nur in Städte investieren, die gewisse Kriterien erfüllen”

Cash. sprach mit Stefan Thiel, Geschäftsführender Gesellschafter der DS Deutsche Sachwertakademie, über Risiken bei der Auswahl einer Anlageimmobilie und Kriterien, die unbedingt erfüllt sein sollten.

Immobilien-thiel in Nur in Städte investieren, die gewisse Kriterien erfüllen

“Anleger sollten ein Objekt nur dann erwerben, wenn es auch von Eigennutzern nachgefragt wird.”

Cash.: Die Anlage in Immobilien steht bei Anlegern hoch im Kurs. Sollten sie bei der Standortwahl eher auf die Metropolen oder auch auf B- und C-Standorte setzen?

Thiel: Die Anleger sollten bei der Standortwahl generell nur auf Städte setzen, die folgende Kriterien erfüllen: Bevölkerungswachstum, niedriger Wohnungsleerstand und positive wirtschaftliche Rahmendaten. Zu Letzteren zählen unter anderem die Kaufkraft, das Angebot an Arbeitsplätzen und positive Zukunftsaussichten. Bei Berücksichtigung dieser Faktoren kommen für eine sinnvolle Immobilieninvestition als Kapitalanlage außerhalb der Metropolen nur noch circa 20 bis 25 Städte infrage. Beispiele hierfür sind Münster, Oldenburg oder Potsdam. Keinesfalls sollte man als normaler Kapitalanleger auf Städte ausweichen, die diese Kriterien nicht erfüllen.

Auch dann nicht, wenn sie gute Mietrenditen bieten?

Nein, denn obwohl man an solchen Standorten scheinbar hohe Bruttomietrenditen erzielen kann, wird die Gesamtrendite durch negative Entwicklungen einzelner Faktoren unter Umständen erheblich reduziert. Dies können etwa hoher Leerstand, Zahlungsausfälle oder hohe Renovierungskosten sein, oder auch die Tatsache, dass der Verkauf der Immobilie nicht möglich ist. In Einzelfällen kann das sogar zu einem Totalverlust führen, wenn Unterdeckungen entstehen und diese nicht durch das normale Einkommen getragen werden können. Deshalb sollten an diesen Standorten nur professionelle Anleger agieren, die das Management der Immobilie wie Vermietung und Instandhaltung selbst ausführen können. Ab einer kritischen Masse stellen sich Synergieeffekte ein, die auch in diesen schwierigen Märkten gute Gesamtrenditen möglich machen. Der normale Kapitalanleger sollte davon jedoch die Finger weglassen.

Seite zwei: Bruttomietrendite nicht als einziges Kriterium

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