Premiumimmobilien in Münster: Rekordjahr 2016?

Die wachsende Bevölkerung in Münster wirkt sich auch auf das Premiumsegment des Wohnimmobilienmarktes aus. Dahler & Company hat die Verkäufe von Wohnimmobilien ab 250.000 Euro ab 2012 ausgewertet.

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Blick auf den St. Paulus Dom in Münster. Die Studentenstadt wird beliebter, was sich auch in steigenden Immobilienpreisen im Premiumsegment ausdrückt.

Münster ist auf Wachstumskurs; vor zwei Jahren knackte die Studentenstadt die 300.000-Einwohner-Marke. Die ansteigende Bevölkerung spiegelt sich auch im Immobilienmarkt wider. Dahler & Company hat die Entwicklung des Münsteraner Markts für Wohnimmobilien im Premiumsegment ab 250.000 Euro von 2012 bis Mitte 2016 ausgewertet.

Die Zahl der Käufe von Eigentumswohnungen ist laut Dahler & Company seit 2012 deutlich gestiegen. Die Transaktionen bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäuser hätten sich relativ stabil gehalten, der durchschnittliche Kaufpreis habe zuletzt aber stark angezogen. Auch die Preise für Doppel- und Reihenhäuser seien im Durchschnitt bei den jüngsten Käufen höher als vor vier Jahren.

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Doppel- und Reihenhäuser erreichen Millionen-Marke nur selten

Die Zahl der Käufe bei Doppel- und Reihenhäusern ab 250.000 Euro in Münster ist nach Angaben von Dahler & Company in den vergangenen Jahren gestiegen, von 136 Käufen in 2012 auf ein Hoch von 249 in 2014.

„Das zeigt sich auch im Gesamtumsatz in diesem Segment. 2012 lag er bei 48,5 Millionen Euro, 2014 waren es mit 87,8 Millionen Euro gute 80 Prozent mehr“, sagt Henning Frank, Geschäftsführer von Dahler & Company.

Die Eine-Million-Euro-Marke sei bislang in diesem Segment nicht berührt worden. Die Preise der 106 verkauften Häuser im ersten Halbjahr 2016 würden alle unter 750.000 Euro liegen, 95 davon unter 500.000 Euro. Auch in den Vorjahren seien nur wenige Doppel- und Reihenhäuser für Preise über dieser Marke gehandelt worden.

Ein- und Zweifamilienhäuser: Durchschnittspreise steigen in 2016

Rund 170 freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser mit einem Kaufpreis ab 250.000 Euro wurden seien jeweils in den Jahren 2012 bis 2014 in Münster verkauft worden. 2015 seien die Verkäufe auf 156 gesunken. Im ersten Halbjahr 2016 habe die Zahl wieder bei 92 gelegen. „Gleich zwei dieser Objekte lagen über der 1,5-Millionen-Euro-Marke. In den beiden Vorjahren wurde nur jeweils eine Immobilie zu 1,52 Millionen Euro verkauft“, so Frank.

Im ersten Halbjahr 2016 sei der Anteil von Kaufpreisen zwischen 500.000 und 749.999 Euro auf 32 Prozent gestiegen, gegenüber 15 bis 22 Prozent in den Vorjahren.Diese hochpreisigen Objekte hätten auch den Durchschnittspreis nach oben gedrückt. Statt durchschnittlich rund 445.000 Euro wurden nach Angaben von Dahler & Company im Premiumsegment im ersten Halbjahr 2016 im Schnitt rund 550.000 gezahlt. Deutlich mehr als die Hälfte der betrachteten Käufe liege im Bereich von 250.000 bis 499.999 Euro.

Eigentumswohnungen: Verkäufe in 2016 könnten Umsatzrekord brechen

Die Käufe von Eigentumswohnungen seien in den analysierten Preissegmenten seit 2012 deutlich gestiegen. Damals seien 194 Neubau- und Bestandswohnungen für 78,9 Millionen Euro gehandelt worden. 2014 waren es laut Dahler & Company 301 Einheiten, 2015 sank die Zahl wieder leicht auf 281 Objekte, gleichzeitig ging der Geldumsatz um rund vier Millionen Euro auf 112,9 Millionen Euro zurück.

Im ersten Halbjahr 2016 hätten bereits 171 Eigentumswohnungen den Besitzer gewechselt. Das entspreche einem Gesamtumsatz von knapp 75 Millionen Euro. Sechs der Wohnungen hätten über eine Million Euro gekostet.

„Sollten sich die Zahlen aus dem ersten Halbjahr im zweiten Halbjahr wiederholen, wäre 2016 das mit Abstand umsatzstärkste Jahr seit 2012 und würde auch das bisherige beste Jahr 2014 deutlich überflügeln. Das gilt nicht nur für Eigentumswohnungen, sondern auch für den Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser und für die drei betrachteten Immobiliensegmente insgesamt“, sagt Frank.

Umsatzrekord in 2014

In den drei Segmenten zusammen ist der Geldumsatz laut Dahler & Company von 204 Millionen im Jahr 2012 auf 263 Millionen Euro im Jahr 2015 gestiegen. 2014 lag er sogar bei 283 Millionen Euro, in der ersten Jahreshälfte 2016 bereits bei 165 Millionen Euro. (kl)

Foto: Shutterstock

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