29. November 2017, 16:02
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: Kaum Gefahr einer Blase am Markt

Auch die Entwicklung von Wohnungsbaukrediten bleibe dem allgemeinen Aufwärtstrend treu: Die Wohnungsbaukredite privater und institutioneller Kreditnehmer nahmen laut Bundesbank in der Summe von etwa 132 Milliarden Euro in 2007 auf rund 21 Milliarden Euro in 2016 zu.

Gleichzeitig erhöhten sich laut Aengevelt-Research aufgrund des Niedrigzinsumfeldes auch die Anfangstilgungsraten zwischen 2009 und 2015 um 1,2 Prozent, während die Fremdmittelquote bei Privatkäufen von Eigentumswohnungen um sieben Prozent gesunken sei.

“Die vorliegenden Zahlen untermauern, dass private Haushalte in Deutschland gerne Wohneigentum besitzen möchten und dabei das günstige Zinsumfeld nutzen wollen,” betont Korablin.

Wohnraum für viele unbezahlbar

Die steigende Zahl von Baugenehmigungen und Fertigstellungen sei einerseits dem Trend der Urbanisierung geschuldet, während das günstige Zinsumfeld Bautätigkeiten begünstige.

Dies führe zur Schaffung neuen Wohnraumes, der jedoch oft in höheren Preissegmenten liege und so zur Verteuerung der Miet- und Eigentumsmärkte führe.

“Tatsächlich hängt viel davon ab, wie lange die Märkte durch das Zinsniveau begünstigt werden. Spätestens bei einer Kehrtwende der Zinspolitik wird sich zeigen, ob und in welchem Umfang es zu einer Blase kommen kann“, ergänzt Korablin dazu.

Grundsätzlich komme die aktuelle Analyse der DIP-Märkte in Hinblick auf die Gefahr einer Preisblase zu dem vorläufigen Ergebnis, dass die Bedingungen einer Blase trotz der Preisentwicklung in Teilmärkten und der steigenden Zahl von Wohnungsbaukrediten nicht erfüllt seien. (bm)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Wohnimmobilien:

“Wer fürs Alter vorsorgt, wird bestraft”

Wohneigentum als Generationenprojekt

Mittelstädte im Mietpreis-Check: Niveau deutlich gestiegen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Munich Re fürchtet starke Hurrikan-Saison im Atlantik

Die bevorstehende Hurrikansaison im Nordatlantik wird in diesem Jahr nach Einschätzung von Geowissenschaftlern vermutlich heftiger als üblich ausfallen. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie wären schwere Sturmtreffer auf Land besonders problematisch, warnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re am Freitag.

mehr ...

Immobilien

Nach Neuregelung der Maklercourtage: Forderung nach Sachkundeprüfung für Makler

Durch die Neuregelung der Maklerprovision ist eine Steigerung der Qualität und Professionalisierung der Maklerbranche zu erwarten. Dazu gehört nach Meinung von Re/Max Germany auch ein Examen noch Meisterbrief die für den Maklerberuf bislang nicht nötig seien.

mehr ...

Investmentfonds

Wie wahrscheinlich sind negative Zinssätze?

Negative Zinssätze sind wieder in den Schlagzeilen. Die Märkte haben begonnen, die Chance einzupreisen, dass sowohl die US-Notenbank als auch die Bank of England gezwungen sein werden, die Zinsen zu senken und die Nullgrenze zu durchbrechen, um ihre Wirtschaft zu stützen und den wachsenden disinflationären Druck auszugleichen. Aber wie wahrscheinlich ist dies und warum wird jetzt darüber gesprochen? Ein Kommentar von Colin Finlayson, Co-Manager des Kames Strategic Global Bond Fund

mehr ...

Berater

Corona: KI als Sofortsicherheit für Soforthilfe

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sorgen dafür, dass die digitale Transformation an Fahrt aufnimmt. Daraus ergeben sich aber auch neuartige Problemstellungen. Die Betrugsversuche bei den online zu beantragenden Corona-Hilfen zeigen in beispielhafter Weise, welche das sind und wie sie zu lösen wären. Gastbeitrag von Frank S. Jorga, WebID Solutions

mehr ...

Sachwertanlagen

Bisher kaum Corona-Prospektnachträge bei Publikums-AIFs

Nur drei Prospekte von geschlossenen alternativen Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger, die vor der Corona-Krise aufgelegt wurden und sich noch in der Platzierung befinden, wurden bislang durch spezielle Risikohinweise zu den möglichen Folgen der Pandemie ergänzt.

mehr ...

Recht

BVDW sieht Gefahr eines „Digitalen Lockdown“

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sein Urteil im Fall Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen die Planet49 GmbH gesprochen. Demnach reicht eine bereits vorangekreuzte Checkbox nicht aus, um den Anforderungen an eine Einwilligung beim Setzen von Cookies zu entsprechen. Dies war zu erwarten. Der BGH hat aber nicht eindeutig darüber entschieden, ob prinzipiell eine Einwilligung des Nutzers für den Einsatz von Cookies zur Erstellung von Nutzerprofilen für Zwecke der Werbung oder Marktforschung  erforderlich ist.

mehr ...