22. November 2017, 13:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohneigentum als Generationenprojekt

Für viele Deutsche ist der Erwerb von Wohneigentum die größte Investition ihres Lebens. Besonders junge Menschen sind oft nicht in der Lage diese finanzielle Belastung allein zu bewältigen. Viele setzen daher auf Unterstützung durch die Familie.

Wohneigentum als Generationenprojekt

Besonders in Dörfern ist es oft üblich jüngere Familienmitglieder beim Erwerb von Wohneigentum zu unterstützen.

Einer aktuellen Studie der BHW Bausparkasse zufolge möchten 34 Prozent der unter 30-jährigen Deutschen innerhalb der nächsten fünf Jahre eine eigene Immobilie erwerben.

Da dieser Wunsch oft nur mit finanzieller Unterstützung durch Eltern und Verwandte realisierbar sei, setze mehr als die Hälfte (54 Prozent) der jungen Deutschen auf eben diese Hilfestellung durch die älteren Generationen.

Bausparen für den Nachwuchs

Eine solche Starthilfe sei in vielen Regionen Deutschlands nicht unüblich. Dort sei der Bau oder Kauf von Wohneigentum bereits seit Jahrhunderten eine generationenübergreifendes Projekt.

“Auch das Bausparen ist letztlich entstanden, weil ein Kollektiv wirtschaftlich mehr leisten kann als der Einzelne“, erklärt Dr. Jörg Koschate von der BHW Bausparkasse.

So befänden sich beispielsweise unter den Bausparern der BHW Bausparkasse viele Eltern oder Großeltern die für die Nachkommen sparen. Derartige Verträge werden später häufig auf Kinder und Enkel übertragen.

Junge Leute sparen oft selbst

Die Studie zeige jedoch auch, dass die jungen Deutschen sich nicht ausschließlich auf die finanzielle Unterstützung der Familie verlassen. So legen beispielsweise 42 Prozent von ihnen regelmäßig Kapital für Wohneigentum zurück.

„Das ist gut so, denn der Stellenwert des Vorsparens wird noch einmal steigen“, erwartet Koschate, da die Zinsen für Baugeld seiner Meinung nach wieder steigen werden. (bm)

Foto: Shutterstock

Mehr Beiträge zum Thema Wohnimmobilien:

Wohnimmobilien: Die Wünsche der Bürger

Wohneigentum: IVD fordert Eigentumsförderung

Wohnungsmangel: Lage am Münchner Markt spitzt sich zu

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Grauer Kapitalmarkt: Anbieter fischen in sozialen Medien

Über Facebook, Instagram & Co. bauen fragwürdige Unternehmen Kontakt zu jungen Interessenten auf und wollen sie für ihre Geldanlagen gewinnen. Die Marktwächter-Experten der Verbraucherzentrale Hessen stellten fest, dass die untersuchten Angebote undurchsichtig sind. Oft scheinen Schneeballsysteme dahinter zu stecken.

mehr ...

Immobilien

Trendbarometer 2019: Es wird nicht so gut bleiben, wie bislang

Der deutscher Gewerbeimmobilienmarkt ist im europäischen Vergleich attraktiv. Stagnierende Margen und die Neugeschäftsentwicklung zeichnen eine leichte Eintrübung. Deshalb rücken nun zunehmend mehr B-Städte in den Fokus. Welchen Einfluss zudem die Digitalisierung besitzt. 

mehr ...

Investmentfonds

Energiewende: Das ist jetzt von Vermögensverwaltern gefordert

Enormer Erfolg grüner Parteien bei den Wahlen zum Europaparlament oder auch die Fridays for Future-Bewegung – das Thema Klimawandel ist in aller Munde. Zugleich mehren sich die Rufe nach stärkeren politischen Maßnahmen. Ein Kommentar von Eva Cairns, ESG Investment Analyst bei Aberdeen Standard Investments.

mehr ...

Berater

Bundesrat billigt neue Regeln für Wertpapierhandel

Ab 21. Juli 2019 gilt europaweit die EU-Prospektverordnung. Sie soll für mehr Anlegerschutz sorgen: durch bessere Informationen bei Angebot und Zulassung im Wertpapierhandel an den Börsen. Die vom Bundestag dazu beschlossenen innerstaatlichen Änderungen hat der Bundesrat am 7. Juni 2019 abschließend gebilligt.

mehr ...

Sachwertanlagen

hep erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan

Der Publikumsfonds „HEP – Solar Portfolio 1“ erwirbt ein zweites Solarprojekt in Japan. Die Fertigstellung der Anlage soll Mitte 2020 stattfinden.

mehr ...

Recht

OLG Celle: Anlagevermittler muss Schadensersatz leisten

Ein Finanzanlagenvermittler ist aufgrund eines Prospektfehlers Schadensersatz pflichtig. Dies urteilt nun das Oberlandesgericht Celle in einem von der Kanzlei Aslanidis, Kress und Häcker-Hollmann geführten Verfahren. Was das Urteil für Andere bedeutet. 

mehr ...