Wohnimmobilien: Preisschwelle an Top-Sieben-Standorten teilweise erreicht

Die Märkte für Wohneigentum an den sieben größten deutschen Standorten laufen heiß, so das Beratungsunternehmen Wüest Partner Deutschland in einem Marktbericht. Dies gelte vor allem für München, Frankfurt und Stuttgart.

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Die durchschnittlichen Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser in München gingen im zweiten Halbjahr 2016 leicht zurück.

Deutschlands Wirtschaftskraft ist solide und wächst beständig. Für den Immobilienmarkt bedeute dies nach wie vor eine positive Entwicklung, allerdings seien erste Anzeichen von Stagnation am Wohneigentumsmarkt zu beobachten, so Wüest Partner.

Dies konstatiert das Immobilienberatungsunternehmen in seinem kürzlich erschienenen Bericht „Investmentmarkt Deutschland“.
Demnach stagnieren die Durchschnittsmieten in den Segmenten Büro, Wohnen, Handel und Logistik. Lediglich den Spitzenmieten am Büro- und Mietwohnungsmarkt würden noch Wachstumspotenziale zugeschrieben, doch längst nicht mehr in allen Metropolen.

Wohneigentumsmarkt läuft heiß

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohneigentum, bedingt durch die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie der Einkommenssituation und die langanhaltende Niedrigzinsphase, lässt vor allem den Markt in den Top-7 Städten heiß laufen, so der Bericht.

„In München, Frankfurt und Stuttgart ist scheinbar eine Preisschwelle erreicht. Während der Median der Kaufpreise für Ein- und Zweifamilienhäuser im zweiten Halbjahr 2016 in allen Top-7 Standorten weiter stabil blieb, sanken hier die Spitzenpreise. Gleiches gilt in Düsseldorf für Eigentumswohnungen“, sagt Karsten Jungk, Geschäftsführer und Partner bei Wüest Partner in Deutschland.

Berlin sei am Markt in beiden Segmenten weiterhin stabil. Hamburg und Köln seien noch nicht an der Preisschwelle angekommen, dort stiegen die Preise in beiden Segmenten. In Stuttgart dagegen sei eine Preissteigerung nur bei Eigentumswohnungen zu beobachten.

Mieten wachsen weiter

Am Mietwohnungsmarkt seien diese Entwicklungen noch nicht zu beobachten. Zwar seien die Medianmieten weiter stabil, die Spitzenmieten erhöhten sich jedoch in allen Metropolen, mit Ausnahme von Hamburg und Frankfurt. Die Renditen sinken laut Wüest Partner weiter und lagen im zweiten Halbjahr 2016 zwischen 2,6 Prozent in München und 3,2 Prozent in Düsseldorf.

Logistikflächenmarkt weiter auf Rekordniveau

Der florierende Onlinehandel lasse die Nachfrage nach Logistikflächen weiter steigen. Im Rekordjahr 2016 wurden 6,8 Millionen Quadratmeter Lager- und Logistikflächen umgesetzt. Besonders außerhalb der Metropolen habe sich die Nachfrage um 19 Prozent gesteigert.

Am Büromarkt der Top-7 Standorte lassen laut Wüest Partner die steigenden Beschäftigungszahlen den Leerstand weiter sinken, mittlerweile betrage dieser durchschnittlich 5,5 Prozent. Am stärksten sank die Zahl leerstehender Büroflächen demnach in Stuttgart und Berlin – um rund 19 Prozent auf 3,3 beziehungsweise 3,8 Prozent. In beiden Städten hätten die Spitzenmieten weiter angezogen. (bk)

Foto: Shutterstock


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