Anzeige
27. September 2018, 14:39
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Baufi-Zinsen: Geldpolitik wird langsam gestrafft

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihre dritte Zinserhöhung beschlossen, die Europäische Zentralbank (EZB) reduziert ab Oktober ihre Anleihekäufe. Der Finanzdienstleister Dr. Klein kommentiert die Entwicklung und rechnet für die kommenden Tage mit einem leichten Anstieg der Baufinanzierungszinsen.

Baufinanzierung in Baufi-Zinsen: Geldpolitik wird langsam gestrafft

Noch sind die Baufinanzierungszinsen in Deutschland niedrig, jedoch rechnen Experten mittelfristig mit Anstiegen.

In ihrer Sitzung am 13. September gab die Europäische Zentralbank (EZB) keine Änderung des zinspolitischen Fahrplans bekannt: Wie erwartet bekräftigte EZB-Chef Mario Draghi seine Absicht, den Kauf von Staatsanleihen zum Jahreswechsel einzustellen. Ab Oktober 2018 reduziert die EZB das Nettoankaufvolumen bereits um die Hälfte, auf monatlich 15 Milliarden Euro.

„Derzeit deutet einiges darauf hin, dass nach dem Ende des Anleihekaufprogramms auch der negative Einlagezins für Banken zurückgefahren wird. Im Anschluss – jedoch frühestens Ende 2019 – rückt voraussichtlich ein erster Zinsschritt in den Fokus der Währungshüter“, meint Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG.

Trotz steigender Beschäftigungsraten und einer guten Konjunktur ist die Kerninflationsrate sowohl im Euroraum als auch in Deutschland leicht rückläufig. Die Inflationsprognose der EZB bleibt dennoch unverändert: Für das Jahr 2019 erwartet Draghi eine Teuerung von 1,7 Prozent.

Auch die wirtschaftliche Erholung werde weiter voranschreiten, die Risiken seien derzeit ausgewogen. Der Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik erfolgt äußerst behutsam. So wird die EZB auch nach Ende der Nettoanleihekäufe auslaufende Anleihen so lange wie nötig weiter reinvestieren.

Dritte Zinserhöhung: Fed lässt sich nicht vom Kurs abbringen

Ungeachtet der Kritik Donald Trumps an Zinserhöhungen bleibt Fed-Präsident Jerome Powell auf Kurs. Wie erwartet erhöhte die amerikanische Notenbank auf ihrer Sitzung vom Donnerstag den Leitzins um weitere 0,25 Prozent und damit auf eine Spanne von zwei bis 2,25 Prozent.

Die Währungshüter kamen zu dem Schluss, dass ein erneuter Zinsschritt notwendig ist, um einer Überhitzung der Wirtschaft vorzubeugen. Denn: Die Inflationsrate in den USA liegt anders als in Europa stabil bei zwei Prozent und die Wirtschaftsentwicklung ist trotz Unsicherheiten aufgrund der Handelspolitik Donald Trumps weiterhin robust. Auch die jüngsten Arbeitsmarktdaten bestätigen die gute Konjunktur: Die Gehälter stiegen im August mit 2,9 Prozent so stark wie seit über neun Jahren nicht mehr.

Schulden und schwache Währungen – Schwellenländer in der Krise

Als wirtschaftlicher Unsicherheitsfaktor gilt aktuell die wachsende Inflation und zunehmende Verschuldung in Schwellenländern. Die jüngsten Krisen in der Türkei oder in Argentinien sind nur zwei der unmittelbar sichtbaren Symptome.

Seite 2: Baufi-Zinsen werden kurzfristig leicht steigen

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Die Zinsen werden nur marginal erhöht, für mehr ist gar kein Spielraum.

    Kommentar von Jan Lanc, Neu-Isenburg — 28. September 2018 @ 09:06

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Grundrente wird offensichtlich konkreter

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil plant eine Grundrente für Geringverdiener. Erste Präzisierungen wurden jetzt bekannt. 

mehr ...

Immobilien

Wüstenrot Immobilien: Vermittlungsrekord und Absage an das Bestellerprinzip

Die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 erneut einen neuen Rekord bei den Vermittlungen verbuchen und spricht sich gegen das geplante Bestellerprinzip aus.

mehr ...

Investmentfonds

Absolute-Return: “Volatilität ist an sich nichts schlechtes”

Steigende Volatilität allein ist noch kein Grund, in Absolute-Return-Strategien zu investieren. Über die Stärken und Schwächen der Assetklasse sprach Cash. mit Claudia Röring, Leiterin Produktmanagement bei Lupus alpha.

mehr ...

Berater

Rankel: Mit Social Media Kunden gewinnen

Jeder zweite Facebook-Account eines Maklers ist inaktiv. Das zeigt: Viele Berater nehmen sich zwar vor, über Social Media Kunden zu gewinnen. Doch sie wissen nicht wie.

Die Rankel-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Solar-Emission in Schwierigkeiten

Die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG warnt davor, dass sich gegenüber den Anlegern ihrer Nachrangdarlehen die Erfüllung der Verpflichtungen auf Zins- und Rückzahlung verschiebt. Es bestehe die Gefahr des Ausfalls von Forderungen gegenüber Projektgesellschaften.

mehr ...

Recht

Incentives – so bleiben sie steuerfrei

Viele Unternehmen sichern ihre Mitarbeiter mit sogenannten Zukunftssicherungsleistungen gegen allerlei Ungemach ab. Damit solche Gehaltsextras auch steuerfrei bleiben, kommt es auf die richtige vertragliche Gestaltung an.

mehr ...