Anzeige
8. Januar 2018, 07:54
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Berliner Büros gefragt wie nie

Im vierten Quartal 2017 bestätigte der Berliner Büromarkt seine hervorragende Verfassung, sodass mit 940.000 Quadratmetern insgesamt das umsatzstärkste Bürojahr aller Zeiten verbucht wurde. Der bisherige Bestwert aus dem Vorjahr 2016 (852.300 Quadratmeter) wurde um 11,4 Prozent übertroffen. Das Abschlussquartal war mit 235.500 Quadratmetern vermieteter Bürofläche für ein Viertel des Gesamtumsatzes verantwortlich.

Berlin-shutt 137098556 in Berliner Büros gefragt wie nie

Büroflächen in Berlin werden zunehmend zur Mangelware.

Mit einer Leerstandsquote von 2,2 Prozent nähert sich der Büroflächenbestand derweil einem Vollvermietungsstatus an. Der Leerstand hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um ein Drittel reduziert. Zum Jahresende standen noch rund 400.000 Quadratmeter Büroflächen zum kurzfristigen Bezug zur Verfügung; mit rund 70 Prozent liegt der Großteil davon außerhalb der zentralen Bürolagen.

Heiko Himme, Niederlassungsleiter Berlin und Head of Office Agency Germany bei Cushman & Wakefield, sagt: “Vor allem großflächige Gesuche lassen sich angesichts der Flächenknappheit fast nur noch in Projektentwicklungen unterbringen. Größere zusammenhängende Flächen in Bestandsobjekten sind nur noch vereinzelt verfügbar.”

Büromieten steigen weiter

Das Mietwachstum ist in Berlin ungebrochen: Die über alle Neuabschlüsse gewichtete Durchschnittsmiete liegt für das Jahr 2017 bei 18,90 Euro pro Quadratmeter im Monat. Das sind 3,40 Euro mehr als 2016. Noch stärker war der Anstieg in den zentralen Bürolagen. Hier stieg die Durchschnittsmiete für 2017 um 3,60 Euro auf 21,60 Euro. Die Spitzenmiete erreichte am Jahresende 29,00 Euro pro Quadratmeter im Monat. Allein im vierten Quartal ist sie um 1,50 Euro gestiegen. In Premiumobjekten in besonders attraktiven Lagen sind auch Mietabschlüsse von über 30,00 Euro möglich. Das Mietwachstum in Berlin wird sich auch 2018 Jahr weiter fortsetzen.

Co-Working-Konzepte treiben den Markt

Hohe Nachfrage wurde 2017 insbesondere von internationalen Co-Working-Konzepten registriert: Im Jahresverlauf trugen zwölf Abschlüsse dieser Branche mit insgesamt mehr als 60.000 Quadratmetern zum Flächenumsatz bei. 2016 war der Anteil mit rund 14.000 Quadratmetern (4 Abschlüsse) deutlich niedriger.

Acht der elf Abschlüsse mit mehr als 10.000 Quadratmetern Bürofläche im Gesamtjahr 2017 entfielen auf Projektanmietungen oder Baustarts für Eigennutzerobjekte. Diese 11 Abschlüsse summieren sich auf über 250.000 Quadratmeter und machen 27 Prozent des gesamten Flächenumsatzes in Berlin aus. 2016 wurden lediglich sieben Abschlüsse in dieser Kategorie registriert, die einen Anteil von 16 Prozent zum gesamten Flächenumsatz beigetragen haben.

Begrenztes Fertigstellungsvolumen

Das Fertigstellungsvolumen neuer Büroflächen blieb 2017 auf lediglich 131.500 Quadratmeter begrenzt. 2018 wird ein deutlicher Anstieg um mehr als das Doppelte auf über 300.000 Quadratmeter erwartet.

“Auch von den 2018 bezugsfertig werdenden Flächen sind zwei Drittel vorvermietet, sodass eine Entlastung des Marktes in den nächsten Monaten nicht zu erwarten ist”, so Himme. (fm)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Jubiläumsheft

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Zukunft der Versicherungsbranche + Unangenehme Wahrheiten: Vermittlerzahlen täuschen

Versicherungen

bAV: Nürnberger stellt Pensionsfonds neu auf

Die Nürnberger Pensionsfonds AG erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten in der betrieblichen Altersversorgung (bAV). So kann sich beim bilanzförmigen Pensionsfonds die Kapitalanlage zukünftig automatisch an aktuelle Marktentwicklungen anpassen, um eine langfristig stabile Wertentwicklung zu erreichen. Mit Fidelity International konnte zudem ein neuer Partner im Bereich der Fondsanlage gewonnen werden.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Zinsen werden volatiler

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt sich unter anderem mit der finanziellen Lage Italiens, während die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wieder einmal am Leitzins gedreht hat.

mehr ...

Investmentfonds

Sieben Anlagestrategien für den Spätzyklus

Die USA erleben ihre zweitlängste wirtschaftliche Expansion, die bereits zehn Jahre andauert. Und auch wenn derzeit kein Ende in Sicht ist, stellt sich die Frage, wie lange dieser noch anhalten wird. Laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spricht vieles dafür, dass sich die US-Konjunktur im Spätzyklus befindet. Er nennt sieben Strategien, mit denen Anleger ihre Portfolios defensiver Ausrichten können.

mehr ...

Berater

Fintechs: Die fairsten digitalen Finanzberater

Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits über 300 verschiedene sogenannte Fintechs – Tendenz laut Experten steigend. Welche davon am fairsten aufgestellt sind, hat das Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit Focus Money untersucht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Falschberatung: Sparkasse muss zahlen

Mangelhafte Beratung kann den Berater teuer zu stehen kommen. Das erfährt eine oberpfälzische Sparkasse gerade am eigenen Leib, wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth zeigt.

mehr ...

Recht

Heckenschnitt: Was gilt im Streitfall?

Landesrechtliche Regelungen geben oft vor, wie hoch eine Hecke auf einer Grundstücksgrenze sein darf. Nachbarn können jedoch nicht verlangen, dass der Eigentümer seine Hecke vorsorglich im Herbst und Winter so stark herunterschneidet, dass sie im Sommer die zulässige nicht Höhe überschreitet. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Landgericht Freiburg.

mehr ...