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20. März 2018, 09:02
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Gewerbeimmobilien Europa: Großbritannien wieder beliebtestes Zielland

Investoren legten im vergangenen Jahr nach Angaben von Knight Frank rund 232 Milliarden Euro in europäische Gewerbeimmobilien an. Dabei konnte sich Großbritannien vor Deutschland als beliebtestes Zielland positionieren.

 in Gewerbeimmobilien Europa: Großbritannien wieder beliebtestes Zielland

City of London: Trotz des bevorstehenden Brexits liegt Großbritannien in der Gunst der Immobilieninvestoren vorn.

Der Analyse von Knight Frank zufolge erreichte der europäische Investmentmarkt für Gewerbeimmmobilien nach einem starken vierten Quartal 2017 mit 80,7 Milliarden Euro ein Gesamtvolumen von 231,8 Milliarden Euro, was einem Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Großbritannien wieder auf Platz eins

Aufgrund des kontinuierlichen Kapitalflusses von China in den Büromarkt Central Londons habe sich Großbritannien wieder vor Deutschland, das im ersten Halbjahr die Nase vorn hatte, an die Spitze setzen können. Nach einem verhaltenen Jahresstart habe der Investmentmarkt in UK im zweiten Halbjahr Fahrt aufgenommen und mit einem Jahresvolumen von 59,3 Milliarden Euro abgeschlossen.

Deutschland mit neuem Rekordwert

Deutschland habe im selben Zeitraum ein Investmentvolumen von 50,9 Milliarden Euro erreicht. Dieses neue Allzeithoch der letzten zehn Jahre sei vorrangig US-Kapitalgebern geschuldet, die Deutschland 2017 als führende Destination für den Eintritt in Europa ausmachten.

Der französische Investmentmarkt verzeichnete laut Knight Frank einen extrem langsamen Jahresstart, erholte sich jedoch im vierten Quartal, als mehr Kapital als in den vorangegangenen Quartalen zusammen investiert wurde. Die Gründe dafür lägen zum Teil im wiedergewonnenen Vertrauen der Investoren nach der politischen Unsicherheit zum Jahresanfang. Der Markt wurde durch lokale Investoren dominiert, die für 70 Prozent der Transaktionsvolumen verantwortlich waren.

Niederlande und Finnland gefragt

“Mit einem Anstieg des Investmentvolumens um 8,4 Prozent stellte der europäische Immobilienmarkt erneut seine Widerstandsfähigkeit und Robustheit unter Beweis. Neben UK, Deutschland und Frankreich zählten die Niederlande und Finnland zu den herausstechenden Märkten”, kommentiert Chris Bell, Managing Director Europe bei Knight Frank. Letztere zwei verzeichneten jeweils Rekordjahre, gepaart mit einem großen Anteil an grenzüberschreitenden Investments.

Während Investoren aus Nordamerika und Europa die wesentliche Quelle für das Kapital in den Niederlanden und Finnland diesen beiden Märkten bildeten, sei auch zunehmend Kapitalzufluss von asiatischen Investoren verzeichnet worden, die ein wachsendes Interesse an einer größeren Bandbreite europäischer Märkte zeigten.

Laut Knight Frank stieg das Investmentvolumen im Segment Logistikimmobilien im vergangenen Jahr besonders stark. „Mit einem Anstieg des Investmentvolumens um 42 Prozent auf 38,9 Milliarden Euro war 2017 für den Logistik- und Industriemarkt, der damit 17 Prozent zum Gesamtergebnis beisteuerte, ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr“, so Bell weiter.

Renditekompression setzt sich fort

Obwohl bereits in weiten Teilen Europas Rekordniedrigstände verzeichnet worden seien, kam es laut Knight Frank im vierten Quartal in Märkten wie Amsterdam, Dublin, Frankfurt und Mailand zu einer weiteren Renditekompression. Als Ergebnis sei der Knight Frank European Weighted Average Prime Office Yield um sieben Basispunkte auf ein neues Tief von 4,2 Prozent gesunken.

Für eine Vielzahl europäischer Büromärkte sei das vierte Quartal 2017 mit einem Plus von über 50 Prozent im Take-up wie in Dublin, Madrid, München und Prag ein außergewöhnlich erfolgreiches Quartal gewesen. Der Gesamtumsatz in den wichtigsten von Knight Frank analysierten europäischen Märken liege um neun Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Vor dem Hintergrund einer hohen Nachfrage bei gleichzeitig eingeschränkter Verfügbarkeit zogen die Mietpreise laut Knight Frank im vierten Quartal ordentlich an. Märkte wie Amsterdam, Berlin, Brüssel, Frankfurt, Madrid und Paris verzeichneten einen Anstieg der Spitzenmiete für Büroimmobilien und drückten den Knight Frank European Prime Office Rental Index um 1,5 Prozent im laufenden Quartal nach oben. (bk)

Foto: Shutterstock

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