Anzeige
14. Mai 2018, 13:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Einzelhandel: Flexible Mietverträge fördern Renditen

Wie auch bei anderen Nutzungsarten, stehen die durch den Erwerb von Einzelhandelsimmobilien erzielbaren Renditen aktuell unter Druck. Wie die aktuelle Asset-Management-Studie 2018 von EY Real Estate jedoch zeigt, gibt sich die Branche optimistisch.

Einzelhandel: Flexible Mietverträge fördern Renditen

Betreiber von Shoppingcentern reichern ihre Angebote derzeit vermehrt durch erlebnisorientierte Marketingmaßnahmen an.

Etwa 80 Prozent aller befragten Asset Manager erwarten der Studie von EY Real Estate und dem German Council of Shopping Centers (GCSC), dass die Renditen für Fachmarktzentren in den kommenden 24 Monaten nicht sinken werden.

Jeweils die Hälfte gehe dabei von einem gleichbleibenden (41 Prozent) beziehungsweise von einem steigenden Renditeniveau (38 Prozent aus). Kaum überraschend plane die Mehrheit der Unternehmen hier entsprechende Zukäufe (62 Prozent).

Im Hinblick auf Geschäftshäuser gehe jedes siebte befragte Asset-Management-Unternehmen von stabilen oder steigenden Renditen aus und immerhin jeder zweite Befragte plane hier Investments.

Sinkende Mietniveaus erwartet

Kleine und größere Shoppingcenter werden ebenfalls zunehmend attraktiver: “Die erwarteten Renditeentwicklungen sind je nach Typ der Einzelhandelsimmobilie sehr unterschiedlich und ein Grund für das Ende des Preisanstiegs sind unter anderem Korrekturen bei den Mieten”, sagt Dietmar Fischer, Partner bei EY Real Estate.

In den kommenden zwei Jahren rechnen demnach beinahe drei Viertel der befragten Asset-Management-Unternehmen mit einem sinkenden Mietniveau – selbst in Innenstadtlagen. Von den befragten Immobiliennutzern hegen diese Erwartung sogar volle 100 Prozent.

“Das Asset Management von Handelsimmobilien und Shoppingcentern ist die Königsdisziplin der Immobilienwirtschaft. Hoch komplexe und fachlich tiefgreifende Sachverhalte gilt es zu managen und wie ein Unternehmer verantwortungsbewusst oft risikoreiche Entscheidungen zu treffen”, so Klaus Striebich, Vorstandsvorsitzender des GCSC.

Einzelhändler streben Flexibilität an

Dies bedeute jedoch auch ein zunehmende Spannungsfeld für das Asset Management von Einzelhandelsimmobilien. Striebich erklärt: “Die Interessen der Einzelhändler sind von Veränderungen im Markt geprägt. Sie streben eine größtmögliche Flexibilität in Bezug auf Flächenumfang und Vertragslaufzeit an.”

Dies werde auch von 97 Prozent der befragten Asset-Management-Unternehmen bestätigt. “Die Eigentümer bevorzugen natürlich eine langfristig planbare Einnahmensituation”, erläutert Dietmar Fischer.

Erhalten die Nutzer von Handelsimmobilien hier Zugeständnisse, könnte das Auswirkungen auf die Vergütungssituation des Asset Managers haben: Nach Ansicht der Hälfte aller befragten Asset Manager ist die Flexibilisierung von Mietvertragskonditionen ein negativer Hebel für die Marge im Asset Management.

Seite zwei: “Mögliche Effekte für die Ankaufsrendite”

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

ERGO forciert Lebensversicherung

ERGO holt Markus Krawczak zum Januar 2019 als Vorstand für den Maklervertrieb Leben. Zusätzlich hat ERGO zum 1. November 2018 das neue Ressort betriebliche Altersversorgung gegründet. Dieses wird von Jan Niebuhr geleitet.

mehr ...

Immobilien

Immobilienfinanzierung: So hoch sind die durchschnittlichen Kreditsummen

Dr. Klein hat bundesweit Alter und Kredithöhe von Immobilienkäufern untersucht. Während Eigenheimerwerber in Sachsen-Anhalt besonders jung sind, kaufen Hamburger und Berliner später eigene vier Wände. Auch bei der Kreditsumme gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...