Ferienimmobilien: Mehr als Urlaub

Ebenso wie andere Wohnimmobilien erfahren Ferienobjekte derzeit eine hohe Käufernachfrage. Viele wollen ihr Domizil nicht nur selbst nutzen, sondern betrachten es auch als Kapitalanlage. Cash. untersucht, welche Kriterien dabei beachtet werden sollten.

Die größte Kaufnachfrage innerhalb Deutschlands verzeichnen aktuell Regionen an der Nord- und Ostsee. 

Unabhängig sein, mit allem Komfort – das schätzen viele Deutsche. Ein großer Teil der Bundesbürger verbringt seine Urlaubszeit bevorzugt in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung. Und auch die Anzahl derjenigen, die sich ein eigenes Urlaubsdomizil zugelegt haben, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen.

„Die Nachfrage nach Ferienimmobilien ist in den vergangenen zwölf Monaten ausgehend von einem bereits hohen Niveau weiter gestiegen“, berichtet Kai Enders, Vorstandsmitglied der Engel & Völkers AG, Hamburg (E&V).

In dem aktuellen „Ferienimmobilien Marktbericht Deutschland 2018“ betrachtet das Unternehmen die Preisentwicklung von 24 Standorten an der Nord- und Ostsee, in der Alpenregion sowie am Bodensee.

Zu viel Nachfrage für das Angebot

Vielerorts übersteigt das Interesse das Objektangebot deutlich. Bei Ferienwohnungen in sehr guten Lagen beobachtet E&V eine anhaltende Preisdynamik.

So hätten zwei Drittel der Standorte im ersten Quartal 2018 Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet. Demgegenüber hätten sich die Preise für Ferienhäuser in 1a-Lagen vielfach auf hohem Niveau eingependelt.

„Die hohe Nachfrage trifft auf ein immer geringeres Angebot, was die Preise für Ferienimmobilien weiter steigen lässt“, sagt Enders. An vielen beliebten Ferienorten sei das Angebot an Objekten begrenzt. Hinzu komme, dass Eigentümer von Ferienimmobilien ihre Objekte seltener veräußerten als Eigentümer von Erstwohnsitzen.

Ferienimmobilien werden lange gehalten

„Während Erstwohnsitze aufgrund von Umzügen oder familiären Veränderungen häufiger veräußert werden, werden Ferienimmobilien oft lange gehalten“, so Enders.

Auch das Maklerhaus von Poll Immobilien hat gemeinsam mit dem Portal Best Fewo einen Marktbericht zu Ferienimmobilien erstellt. „Sowohl in den klassischen Urlaubsorten an Nord- und Ostsee sowie in der Alpenregion als auch in den Mittelgebirgsregionen, wie dem Schwarzwald, dem Harz, dem Thüringer Wald oder dem Sauerland, ist eine gestiegene Nachfrage festzustellen“, berichtet Daniel Ritter, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens.

Das Angebot an geeigneten Immobilien, die sich sowohl zur Selbstnutzung als auch zur Vermietung eignen und darüber hinaus in Bestlage befinden, sei in den Top-Regionen begrenzt.

Seite zwei: Käufergruppen im Wandel

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