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10. April 2018, 09:07
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LBS: Ungebremste Nachfrage nach Häusern und Wohnungen

Die anhaltende Nachfrage nach Wohnimmobilien hat sich positiv bei den Vermittlungsergebnissen der Immobilienmakler von LBS und Sparkassen niedergeschlagen. Einfamilienhäuser aus dem Bestand konnten nach Angaben der Maklergruppe im vergangenen Jahr für durchschnittlich 209.000 Euro erworben werden.

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Trotz der gestiegenen Preise, vor allem in den Ballungsräumen, gibt es nach Aussage der LBS noch erschwingliche Immobilien.

Makler von LBS und Sparkassen vermittelten den Angaben zufolge im Jahr 2017 insgesamt 34.100 Objekte mit einem Rekordvolumen von 7,5 Milliarden Euro – ein Plus von fünf Prozent.

Der Löwenanteil entfiel auf Eigenheime (rund 15.800) und Eigentumswohnungen (rund 12.200), überwiegend aus dem Bestand. Die Geschäftszahlen der größten Maklergruppe in Deutschland sind ein wichtiger Indikator für das Wohnungsmarktgeschehen in der Bundesrepublik.

„Die historisch niedrigen Zinsen und die unverändert gute Beschäftigungslage halten die Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen hoch“, erklärte LBS-Verbandsdirektor Axel Guthmann bei der Vorlage der Zahlen.

Neubauhäuser kosten im Schnitt 400.000 Euro

Trotz der in den letzten Jahren stark gestiegenen Preise, vor allem in Ballungsräumen, und eines knapper werdenden Angebots würden die Interessenten noch passende Objekte finden, die auch bezahlbar seien.

So kostete eine Eigentumswohnung aus dem Bestand bei LBS und Sparkassen im vergangenen Jahr durchschnittlich 147.000 Euro (plus fünf Prozent), ein Einfamilienhaus 209.000 Euro (plus 8,2 Prozent).

Neubauprojekte kosteten nach den vorliegenden Vermittlungsergebnissen sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Einfamilienhäusern doppelt so viel wie Bestandsimmobilien. So mussten Erwerber im vergangenen Jahr durchschnittlich 268.000 Euro (plus 1,8 Prozent) für eine neue Wohnung und 400.000 Euro (plus 6,1 Prozent) für ein neues Haus bezahlen.

Baulandpreise treiben Kosten in die Höhe

Die ausgeprägte Preisdifferenz zwischen Neubauten und Objekten im Bestand dürfte nach den Worten Guthmanns primär auf den „Engpassfaktor Bauland“ zurückzuführen sein. Zum einen entständen neue Objekte vor allem in den Schwerpunkten der Wohnungsnachfrage mit den dort tendenziell höheren Grundstückspreisen.

Zum anderen zeige sich, dass das Baulandangebot insgesamt rückläufig sei, bei steigender Nachfrage. „Bei einer so gegenläufigen Entwicklung ist es nicht verwunderlich, dass die Baulandpreise im vergangenen Jahr so stark stiegen wie nie zuvor – plus 24 Prozent“, so Guthmann.

LBS begrüßt Pläne der Großen Koalition

Mit Blick auf die Vorhaben der Großen Koalition zeigte er sich zuversichtlich. „Die Politik hat erkannt, dass Handlungsbedarf besteht und zahlreiche Einzelmaßnahmen im Koalitionsvertrag vereinbart, mit denen unter anderem das Angebot an Bauland erhöht werden soll“, sagte Guthmann. Nun gelte es, diese schnellstmöglich umzusetzen.

Denn für 2018 sei mit einer Fortsetzung der großen Nachfrage nach Immobilieneigentum zu rechnen. „Bezahlbare eigene vier Wände – insbesondere auch für Familien – kann es weiterhin nur mit einer sich am Bedarf orientierenden Neubautätigkeit geben“, so der LBS-Sprecher. (bk)

Foto: Shutterstock

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