Anzeige
14. August 2018, 13:23
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Preistreiber Kaufnebenkosten: Regierung prüft Reform

Immobilienkäufer in Deutschland können auf eine Entlastung bei den hohen Kaufnebenkosten hoffen. “Wir prüfen aktuell, ob sich das Bestellerprinzip auch auf Immobilienverkäufe übertragen lässt”, sagte Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

Preistreiber Kaufnebenkosten: Regierung prüft Reform

Maklerkosten und die zu zahlende Grunderwerbssteuer fressen häufig einen Großteil des angesparten Eigenkapitals auf.

Das bedeutet, dass derjenige die Maklerkosten zu tragen hat, der den Makler beauftragt hat. Dies wurde bereits bei der Vermittlung von Mietwohnungen eingeführt. “Die Einführung dieses Bestellerprinzips war ein wichtiger Schritt, um Mieter spürbar zu entlasten”, sagte Barley.

Gerade junge Familien in Großstädten können sich immer seltener Mietwohnungen oder Häuser leisten und prüfen daher einen Immobilienkauf im Umland.

Maklerkosten und die zu zahlende Grunderwerbssteuer fressen häufig einen Großteil des angesparten Eigenkapitals auf, zumal die Nebenkosten bei steigenden Immobilienkosten mitsteigen. Die Maklergebühr schwankt in Deutschland zwischen 7,14 bis 5,95 Prozent des Kaufpreises.

Regierung auf “Kuschelkurs” mit Maklern

In Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen und Brandenburg zahlt der Käufer die Provision komplett, in den anderen Bundesländern wird sie in der Regel geteilt zwischen dem Käufer und Verkäufer.

Ein Beispiel: Kostet eine Immobilie in Berlin 400.000 Euro, fallen allein 28.560 Euro an Maklerprovision für die Käufer an, sowie 24.000 Euro Grunderwerbssteuer plus Notarkosten – Kosten, für die man sich auch mehrere Autos kaufen könnte.

Zuletzt hatten die Grünen im Bundestag den Antrag gestellt, das Bestellerprinzip auch auf den Immobilienerwerb auszuweiten. In den meisten Bundesländern liege die Maklergebühr weit über dem europäischen Durchschnitt, schreiben die Grünen in dem Antrag für den Bundestag.

Die Bundesregierung fahre einen “Makler-Kuschelkurs”, kritisierte Grünen-Fraktionschefin Katrin-Göring-Eckardt. “Maklergebühren müssen von denjenigen gezahlt werden, die eine Immobilie verkaufen, und nicht von den Käufern.” (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Immobilienkauf:

Tipps für die Grundstückssuche beim Hausbau

Immobilienkaufvertrag: Das muss beachtet werden

Kauf vom Bauträger: So vermeiden Sie böse Überraschungen

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

1 Kommentar

  1. Immobilien Bewertung. Der vorgestellte Artikel bringt bei mir ein lächeln hervor. Wer erstellt die Bewertung. Der Makler, das Unternemen mit Interesse die Courtage zu vereinnahmen. Ein Versuch an mein eigenes Haus führte zu eine Menge Tränenfluss. Wie kam es dazu. Es sollen Piktogramme angekreuzt werden. Fragen mit ja oder nein beantwortet werden. Alles was einfach ins Softwaereprogramm eingelesen werden kann. Das Ergebnis für mein Haus. Katastrophe.
    Robert Janke Immobilien Verkäufer

    Kommentar von Robert Janke — 10. September 2018 @ 15:32

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Franke und Bornberg: Die besten Kfz-Tarife 2018

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat für das diesjährige Kfz-Rating 2018 insgesamt 253 Tarife und Tarifkombinationen von 73 Versicherern nach 61 Kriterien verglichen. Das Ergebnis: Die Tarife werden immer besser, Innovationen sucht man jedoch vergeblich.

mehr ...

Immobilien

USA: NAHB-Hausmarktindex fällt auf tiefsten Stand seit August 2016

Die Lage am US-Häusermarkt hat sich im November merklich eingetrübt. Der NAHB-Hausmarktindex sei um acht Punkte auf 60 Punkte gefallen, teilte die National Association of Home Builders (NAHB) in Washington mit.

mehr ...

Investmentfonds

PRIIPs: Zoff der BaFin mit Europa

Die BaFin lehnt den Vorschlag der europäischen Aufsichtsbehörden für eine Modifikation der Vorschriften für verpackte Anlage- und Versicherungsprodukte (PRIIPs) brüsk ab. Stattdessen fordert die deutsche Behörde eine umfassende Revision der PRIIPs-Verordnung – “und zwar zügig”.

mehr ...
19.11.2018

Erster Hanf-Fonds

Berater

Wirecard erwartet auch 2019 kräftigen Gewinnanstieg

Der Zahlungsabwickler Wirecard ist wegen des Booms im Onlinehandel auch für das kommende Jahr optimistisch. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde 2019 in einer Bandbreite von 740 bis 800 Millionen Euro erwartet.

mehr ...

Sachwertanlagen

Nur Augenhöhe wird erneut nicht reichen

Der Verband ZIA hat die Vorgaben des früheren BSI für Performanceberichte der Fondsanbieter als Verbandsstandard aufgehoben. Er wiederholt damit womöglich einen Fehler, den die Branche schon bei den Prospekten gemacht hat. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Wirbel um Krankenkassen-Klagen geht weiter – gegenseitige Kritik

Angesichts der Klagewelle um Behandlungskosten haben sowohl Vertreter der Kliniken als auch die Seite der Krankenkassen ihr Vorgehen verteidigt. Der Klageweg sei in einem Rechtsstaat nicht verwerflich, teilte am Freitag die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in Eisenberg mit.

mehr ...