25. April 2018, 14:05
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Studie: Klimaziele erfordern 100.000 Handwerker mehr für Sanierungen

Zum Erreichen der langfristigen deutschen Klimaziele fehlen einer Studie des Öko-Instituts zufolge 100.000 Handwerker für die energetische Sanierung von Häusern.

Studie: Klimaziele erfordern 100.000 Handwerker mehr für Sanierungen

Die Energiewende im Gebäudebereich ist ein wichtiger Baustein der deutschen Klimaschutz-Anstrengungen.

Pro Jahr müssten zwei Prozent der Gebäude besser isoliert und klimafreundlicher werden, heißt es in der Studie, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Dafür brauche es rund 50 Prozent mehr handwerkliche Fachkräfte für Arbeiten an Fenstern und Außenwänden sowie in der Heizungs- und Anlagentechnik.

“Die Fachkräftesicherung für die Umsetzung der Energiewende muss in der politischen Agenda eine prioritäre Rolle einnehmen”, fordern die beiden Autorinnen.

Kurzfristige Förderprogramme vermeiden

Sie empfehlen der Politik, stärker um Nachwuchs im Ausbauhandwerk zu werben und langfristige Planungssicherheit für Unternehmen des Ausbaugewerbes zu schaffen.

“Kurzfristige Förderprogramme oder andauernde politische Diskussionen über die Einführung von Instrumenten sind kontraproduktiv”, mahnen sie.

Die Energiewende im Gebäudebereich ist ein wichtiger Baustein der deutschen Klimaschutz-Anstrengungen. Die Bundesregierung will bis 2050 einen “nahezu klimaneutralen” Gebäudebestand.

Hoher Fachkräftebedarf in der Branche

Gebäude, insbesondere Heizungen, Warmwasser und Klimaanlagen, machten 2015 gut ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland aus.

Auch die Branche selbst weist auf den Fachkräftebedarf hin. Einer Prognos-Studie im Auftrag des Spitzenverbands der Gebäudetechnik VdZ zufolge braucht es in der Branche Sanitär Heizung Klima (SHK) allein bis 2025 rund 20.000 zusätzliche Beschäftigte.

Im Bereich energetische Sanierung bis 2050 hat das Forschungsinstitut für Wärmeschutz München (FIW) im Auftrag des Bundesverbandes energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) 215.000 mögliche zusätzliche Arbeitsplätze errechnet. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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