13. April 2018, 15:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die richtige Finanzierung für jeden Haustyp

Architektenvilla, Fertighaus, oder sogar ökologisches Holzhaus? Wer ein Eigenheim bauen oder kaufen möchte, steht vor vielen Fragen. Der Finanzdienstleister Dr. Klein gibt Tipps, welche Vorteile verschiedene Haustypen haben und was bei der Finanzierung beachtet werden sollte.

Haus-eigenheim-energieeffizienz-solar-shutt 92639266 in Die richtige Finanzierung für jeden Haustyp

Neben dem Haustyp ist auch die Frage der Energieeffizienz ein wichtiges Thema beim Bau oder Kauf eines Eigenheims.

Das eigene Heim ist für viele Menschen einer der größten Lebensträume. Wer sein Haus selbst bauen möchte, muss entscheiden, welche Haustyp der geeignete ist. Zudem gilt es zu berücksichtigen, welche Unterschiede sich für die Finanzierung ergeben.

1. Bereitstellungszinsen beim Hausbau: Vor der Planung an die Finanzierung denken

Die Finanzierung eines Neubaus läuft anders ab als bei einer Bestandsimmobilie. Bei letzterer wird der Kaufpreis auf einen Schlag gezahlt und die Bank stellt das Darlehen komplett zur Verfügung.

Beim Bau hingegen nehmen die Bauherren das Darlehen nach und nach für die verschiedenen Bauabschnitte in Anspruch, so Dr. Klein. Der Nachteil an der Finanzierung in mehreren Stufen: Die Banken verlangten für den noch nicht genutzten, aber bereitgehaltenen Teil des Darlehens Bereitstellungszinsen.

Damit kompensiere die Bank den Verlust, der sich aus den fehlenden Zinseinnahmen für den bereits zugesicherten Kredit ergebe. In der Regel fallen diese Gebühren erst nach der sogenannten bereitstellungszinsfreien Zeit an. Sowohl bei der Dauer dieses Zeitraums als auch bei der Höhe der Bereitstellungszinsen gebe es allerdings große Unterschiede zwischen verschiedenen Banken.

Während einige Banken bereits nach kurzer Zeit Bereitstellungszinsen verlangen, bieten andere Institute eine bereitstellungszinsfreie Zeit von bis zu zwölf Monaten ohne zusätzlichen Aufschlag an. Die Höhe der Bereitstellungszinsen bewege sich derzeit zwischen 1,8 und 3 Prozent pro Jahr. „Gerade bei komplizierten Bauvorhaben oder längeren Bauzeiten sind die bereitstellungszinsfreie Zeit und die Höhe der Bereitstellungszinsen ein relevanter Faktor für die Gesamtkosten des Kredits und müssen unbedingt bei der Planung berücksichtigt werden“, erklärt Kai Weber, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Goslar.

2. Stein, Holz oder Stroh? Die Qual der Wahl beim Material

Die am häufigsten gebauten Häuser in Deutschland sind Massivhäuser und Holzhäuser. Alternative Materialien wie Strohballen, Lehm oder Hanf gewinnen vor allem im ökologischen Hausbau an Bedeutung. Bisher bleiben sie jedoch ein Nischenmarkt. „Der überwiegende Teil unserer Kunden entscheidet sich für ein herkömmliches Massivbauhaus, bei dem Beton oder Stein verwendet werden oder aber für ein modernes Fertighaus in Holzrahmenbauweise“, sagt Kai Weber.

Die Vorteile der massiven Bauweise liegen auf der Hand: Das Material ist beständiger, es wird weniger durch Witterung beeinflusst und bietet eine stärkere Schallisolierung. „Dennoch stellt für einige Menschen ein Holzhaus die bessere Wahl dar. Der Bau ist in der Regel günstiger und schneller möglich. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei der Baufinanzierung, da die Bauherren so womöglich um die Zahlung von Bereitstellungszinsen herumkommen“, so Weber weiter.

Holz hat zudem sehr gute Isoliereigenschaften und in der Regel ist die Gebäudedämmung Teil der Außenwand, weshalb im Winter weniger Energie nach draußen und im Sommer weniger Hitze nach drinnen gelangt. Holzhäuser benötigen somit weniger Heizenergie und müssen nicht so aufwändig gedämmt werden wie massive Ziegelbauten.

Weber warnt allerdings: „Der Wiederverkaufswert liegt bei einem Massivhaus meistens höher als bei einem Holzhaus. Und: Passiert ein Fehler am Bau, führt das bei einem Holzhaus meist zu größeren Folgeschäden. Dringt beispielsweise Wasser ins Haus ein, kann die Sanierung sehr aufwendig werden.“ Sowohl für Holz als auch für andere nachwachsende Rohstoffe wie Stroh oder Lehm sollten sich Bauherren daher erfahrene Handwerker suchen, die sich mit den jeweiligen Baustoffen auskennen und nach höchsten Qualitätsstandards arbeiten. Bei Holzhäusern sei das Gütesiegel des Deutschen Fertighausverbands und eine Zertifizierung nach RAL empfehlenswert.

Seite 2: Architektenhaus oder Fertighaus?

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Getsafe-Chef Wiens: “Insurtechs sind krisenfest”

In der vergangenen Woche ist das US-amerikanische Insurtech Lemonade an die Börse gegangen, das Versicherungen per Smartphone-App anbietet. Der Aktienwert hat sich binnen 24 Stunden verdoppelt, die Bewertung des Unternehmens lag kurzfristig bei über vier Milliarden Dollar. Für Christian Wiens, CEO und Gründer des Wettbewerbers Getsafe, ist dies “ein positives Signal”.

mehr ...

Immobilien

Cash.EXTRA Wohngebäude-Versicherung: Schutz vor Extrem-Risiken

Eine Immobilie ist ein wertvoller Besitz. Egal ob Haus oder Wohnung. In beidem stecken erhebliche Werte. Daher sollte der Versicherungsschutz für Haus und Wohnen eigentlich essenziell sein, ist es aber bei Weitem nicht. Mit welchen Herausforderungen Versicherer und Assekuradeure zu kämpfen haben, zeigt das Cash.Extra Wohngebäudeversicherung mit Domcura-Produktvorstand Rainer Brand, Thomas Nairz, Hauptbevollmächtigter bei Iptiq Deutschland und Michael Neuhalfen, Leiter Vertrieb bei der Alte Leipziger Allgemeine.

mehr ...

Investmentfonds

Grönemeyer initiiert neuen Gesundheitsfonds

„Medizin mit Herz und Seele“. Das ist das Motto von Professor Dietrich Grönemeyer. Der Arzt, Wissenschaftler, Publizist, Unternehmer und Investor ist bisher an einer Reihe von nichtbörsennotierten Unternehmen beteiligt. Jetzt hat er einen Gesundheitsfonds initiiert, der seinen Namen trägt, den „Grönemeyer Gesundheitsfonds Nachhaltig“.

mehr ...

Berater

Wenn das Smartphone zur Versicherungszentrale wird

Das Smartphone dürfte sich in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Vertriebskanal für Versicherungen entwickeln. Zwar haben bislang nur sechs Prozent der Bundesbürger eine Versicherung über ihr Smartphone abgeschlossen, jeder Dritte (33 Prozent) kann es sich aber in Zukunft vorstellen. Das ist das Ergebnis einer Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

ifo Institut: Ein Fünftel der deutschen Firmen hält sich für gefährdet

Ein gutes Fünftel der deutschen Unternehmen sieht sein Überleben durch die Coronakrise gefährdet. Das ergibt sich aus der neuesten Umfrage des ifo Instituts. 21 Prozent der Firmen antworteten im Juni, die Beeinträchtigungen durch Corona seien existenzbedrohend. „In den kommenden Monaten könnte sich eine Insolvenzwelle anbahnen“, sagt ifo-Forscher Stefan Sauer. Welche Branche sich als besonders gefährdet einschätzt.

mehr ...