25. April 2018, 10:27
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Studie: Mehrgenerationenhäuser immer beliebter

Früher oder später muss sich jeder mit der Frage auseinandersetzen, wie er oder sie im Ruhestand wohnen möchte. Wie aus einer aktuellen Umfrage der BHW Bausparkasse hervorgeht, bewegt sich der Trend dabei weg von den traditionellen Wohnformen.

Studie: Mehrgenerationenhäuser immer beliebter

Laut BHW Umfrage möchte mehr als die Hälfte aller Deutschen ihren Ruhestand in einem Mehrgenerationenhaus verbringen.

Als moderne Interpretation der Großfamilie halten Mehrgenerationenhäuser diverse Vorteile für die Bewohner bereit: So können Menschen aller Generationen begegnen und gegenseitig in Alltag und Kindererziehung unterstützen.

Dieser Wohntrend wurde laut BHW bereits von der Politik erkannt, die Mehrgenerationenhäuser seit 2017 mit einem speziellen Bundesprogramm fördert. Bis zu 40.000 Euro Förderung seien möglich, wobei ein weiterer Ausbau des Programms Teil des Koalitionsvertrages der Bundesregierung sei.

Sorgfältige Raumplanung nötig

Um ein solches Projekt jedoch zur Zufriedenheit aller Beteiligten umzusetzen, sei ein kompetenter Architekt notwendig. Dieser wisse, wie die unterschiedlichen Interessen ermittelt und gegebenenfalls Kompromisse herbeigeführt werden können.

Anschließend könne er alle Anforderungen in einen sinnvollen Grundriss für das Mehrgenerationenhaus übertragen. Trotz aller Vorteile herrsche schließlich auch bei dieser Wohnform nicht automatisch heile Welt.

Bei der Planung des Baus sind getrennte Wohneinheiten der BHW zufolge ebenso wichtig wie jene Räume, die gemeinschaftlich genutzt werden können.

Verschiedene Konzepte für die Finanzierung

Auch bezüglich der Finanzierung gebe es einiges zu beachten. So seien hier mehrere Modelle denkbar, die jeweils mit Vor- und Nachteilen aufwarten können.

Je mehr Miteigentümer beispielsweise im Grundbuch stehen, desto problematischer könne es werden, wenn die Konstellation im Haus in die Brüche gehe und Bewohner ausziehen, versterben oder Anteile veräußern wollen.

Aus diesem Grund könne es sinnvoll sein, wenn der Neu- oder Umbau nur von einer Partei finanziert werde und alle anderen zur Miete wohnen. So können beispielsweise Kosten wie Schuldzinsen, Grundsteueer und Versicherungsbeiträge als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Hilfe durch Finanzexperten einholen

Das Zusammenleben aller Bewohner könne langfristig über eine gemeinsame Hausordnung geregelt werden. Zusätzlich helfen Vorverkaufsrechte und ein Testament, die Zukunft der Mitbewohner zu sichern.

Daher sollten sich zukünftige Bewohner von Mehrgenerationenhäusern laut BHW unbedingt Hilfe holen und ein umfassendes Finanzierungskonzept mit allen Fördermöglichkeiten entwickeln lassen.

Ein Finanzexperte berücksichtige dabei die Lebenssituation und die Zukunftsplanung aller Beteiligten und könne dafür sorgen, dass das Mehrgenerationenhaus auf sicheren und zukunftsfähigen Beinen stehe. (bm)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Wohnimmobilien:

Deutsche wollen smarter wohnen

“Schnelle Veränderungen notwendig”

IVD: Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer wäre effektive Förderung

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Die Bayerische meldet Ertragszuwächse

Die Bayerische Versicherungsgruppe meldet für das Geschäftsjahr 2017 Ertragszuwächse in nahezu allen Bereichen. Insbesondere der Bereich Komposit und die Tocher Neue Bayerische Beamten Lebensversicherung konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr ein sehr gutes Wachstum erzielen:

mehr ...

Immobilien

Wo am längsten für das eigene Heim gearbeitet werden muss

Für eine eigene Immobilie müssen Haushalte in München, Frankfurt/Main und Berlin im Durchschnitt rund fünfmal so lange arbeiten wie in günstigen Großstädten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Maklerunternehmens Homeday, für die 80 deutsche Großstädte untersucht wurden.

mehr ...

Investmentfonds

Einigung auf Regierungsprogramm in Italien belastet die Finanzmärkte

Sorgen vor einer populistischen, eurofeindlichen Regierung in Italien haben am Freitag die Finanzmärkte belastet. Auslöser ist die finale Einigung der Fünf-Sterne-Bewegung und der Lega auf ein Regierungsprogramm.

mehr ...

Berater

RAG-Stiftung steigt bei Pfandbriefbank ein

Die Essener RAG-Stiftung ist bei der Deutschen Pfandbriefbank als neuer Großaktionär mit im Boot. Die für die Finanzierung der dauerhaften Folgekosten des Steinkohlebergbaus zuständige Stiftung hält nun 4,5 Prozent an dem Unternehmen. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass der Bund sich aus dem Institut nahezu komplett zurückgezogen hat.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Eine Million Phantom-Container

Fast zwei Drittel der 1,6 Millionen Container, die der Anbieter P&R an Anleger verkauft hat, gibt es gar nicht. Die Entwicklung begann schon vor mehr als zehn Jahren. Das ergab die Bestandsaufnahme bei den fünf insolventen deutschen Gesellschaften der P&R Gruppe.

mehr ...

Recht

Bitkom: Nur ein Viertel der Unternehmen auf DSGVO vorbereitet

Zum Stichtag der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) am 25. Mai sind einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom zufolge lediglich ein Viertel der Unternehmen in Deutschland ausreichend vorbereitet. Ganz am Anfang stehen demnach noch vier Prozent.

mehr ...