Wohninvestments: Starke Nachfrage steigert Umsätze

Der deutsche Markt für Investments in Wohnungsbestände ab 30 Wohneinheiten setzt sein Wachstum fort und wird wohl auch 2018 dynamisch bleiben. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate hervor.

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Berlin: Die Bundeshauptstadt blieb auch 2017 der beliebteste Investitionsstandort Deutschlands.

Deutschlandweit seien 2017 insgesamt 14 Milliarden Euro in Wohnungsbestände investiert worden. Somit übertreffe das Transaktionsvolumen in diesem Sektor das Vorjahresergebnis um etwa vier Prozent. Dies sei das drittbeste Resultat der letzten zehn Jahre.

„Besonders erfreulich ist dabei, dass es nicht auf wenige große Transaktionen zurückzuführen ist, sondern auf einer Vielzahl von Verkäufen beruht“, erläutert Udo Cordts-Sanzenbacher, Head of Residential Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Durch etwa 360 Abschlüsse – der höchste Wert der vergangenen Dekade – haben knapp 117.000 Wohneinheiten den Besitzer gewechselt, wobei das durchschnittliche Volumen pro Verkauf mit knapp unter 40 Millionen Euro das geringste seit 2011 sei.

Projektentwicklungen gewinnen an Bedeutung

Mit einem Wert von 655 Millionen Euro konnte BNP Paribas Real Estate zufolge einzig das zu Jahresanfang an die Deutsche Wohnen verkaufte Helvetica-Portfolio die 500-Millionen-Euro-Marke überschreiten.

Durchschnittlich seien 120.000 Euro pro verkaufter Wohneinheit, oder 1.860 Euro pro Quadratmeter erzielt worden, was im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung in allen Segmenten bedeute.

Als Grund für den Anstieg der Quadratmeterpreise sei der Bedeutungszuwachs von Projektentwicklungen zu nennen. Mit 29 Prozent des Volumens seien Neubauentwicklungen auf dem zweiten Platz hinter Bestandsportfolios, die mit etwa 47 Prozent das Gros des Volumens stellen.

Gleichmäßig verteiltes Volumen

Gegenüber dem Vorjahr haben Neubauentwicklungen laut BNP Paribas Real Estate einen Zuwachs von 44 Prozent auf fast 4,1 Milliarden Euro verzeichnen können. Ältere Bestandsobjekte machen nur 17 Prozent des Gesamtvolumens aus, während Sonderformen wie Studentenwohnungen nur sieben Prozent stellen.

Das Volumen verteile sich wie schon im Vorjahr gleichmäßig auf die Größenklassen, wobei die kleineren und mittleren Segmente bis 100 Millionen Euro etwas zugelegt haben.

Mit rund 42 Prozent sei die Kategorie im dreistelligen Millionenbereich trotz eines um elf Prozent gesunkenen Volumens noch immer die umsatzstärkste.

Seite zwei: Großer Anteil deutscher Anleger

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