Baufinanzierung: So klappt die 100-Prozent-Finanzierung

Wie viel Eigenkapital sollte man beim Immobilienkauf mitbringen? Die gängige Empfehlung „Nebenkosten plus 20 Prozent des Immobilienpreises“ ist bei steigenden Preisen und Nebenkosten häufig nicht mehr realistisch. Wie funktioniert die Finanzierung trotzdem?

Gerade bei 100-Prozent-Finanzierungen sind eine lange Zinsbindung und hohe Tilgung essenziell.

„Gerade junge Leute haben noch keinen nennenswerten Betrag für eine Immobilie angespart. Gleichzeitig möchten sie aber ihren Wunsch vom eigenen Haus oder der Wohnung nicht auf die lange Bank schieben und die momentan günstigen Zinsen mitnehmen“, erklärt Tarkan Atik, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein.

Das Anliegen ist verständlich, schließlich befinden sich die Bauzinsen aktuell auf äußerst niedrigem Niveau. Experten zufolge ist zwar auch in nächster Zeit wenig Dynamik bei den Zinsen zu erwarten – Dr. Klein geht jedoch davon aus, dass sie in ein oder zwei Jahren höher sein werden.

Hoher Beleihungsauslauf wird zum Problem

Fakt ist: Wer kein Eigenkapital mitbringt, dem gibt die Bank einen höheren Sollzins. Grund dafür ist das größere Risiko für die Bank, im Fall einer Zwangsverwertung nicht mehr den gesamten Betrag zurückzubekommen – und das wird mit eingepreist.

Das macht die Finanzierung zwangsläufig teurer und meist auch langfristiger. Darlehensnehmer müssen also mit höheren Raten rechnen und können oft weniger hoch tilgen.

Somit tragen sie die finanzielle Belastung nicht nur über einen längeren Zeitraum, sondern haben auch bei der Anschlussfinanzierung schlechte Karten, da noch mehr Restschuld verbleibt. Dann muss ein größerer Betrag – mit höheren Zinsen – aufgenommen werden.

Ist dann auch noch das Zinsniveau gestiegen, fällt der Unterschied zu einer Finanzierung mit mehr Eigenkapital umso deutlicher aus.

Seite zwei: Achten Sie auf Ihre Lebensqualität!

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