Wohn-Investmentmarkt weiter hoch im Kurs

Die BNP Paribas Real Estate veröffentlicht seine Marktzahlen zum ersten Halbjahr 2019. Diese Zwischenbilanz auf dem Wohninvestmentmarkt von diesem Jahr ist das drittbeste Ergebnis der letzten zehn Jahre. Insbesondere Bestandsobjekte stellen etwa jeden dritten Verkauf und sind damit die größten Umsatzbringer.

BNP Paribas Stadtfenster Leipzig

Mit einem Investitionsvolumen von rund 7,02 Mrd. € fällt die Zwischenbilanz auf dem Wohn-Investmentmarkt (ab 30 Wohneinheiten) erneut erfreulich aus. In den letzten zehn Jahren wurden lediglich Mitte 2015 und 2018 noch bessere Ergebnisse erzielt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Mehr als 130 Transaktionen und 59.000 Wohneinheiten

„Beide Jahre waren jedoch von großen Unternehmensübernahmen gekennzeichnet, welche bisher weder in der Größenordnung noch in der Ballung zu verzeichnen waren. Den hohen Umsätzen aus diesen beiden außerordentlichen Jahren ist auch der Umstand geschuldet, dass das aktuelle Volumen lediglich im 10-Jahresdurchschnitt liegt.

Insgesamt sind mehr als 130 Transaktionen mit knapp 59.000 Wohneinheiten in das Resultat eingeflossen“, betont Udo Cordts-Sanzenbacher, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Co-Head Residential Investment.

Im Schnitt wechselten die Portfolios für rund 53 Mio. € pro Verkaufsfall, und damit deutlich weniger als 2018 (-17 %), den Eigentümer. Auch hier spiegelt sich das im Vergleich zum Vorjahr etwas kleinteiligere Marktgeschehen wider.

Neubauentwicklungen etablieren sich zunehmend

Auch wenn nach wie vor umfangreiche Bestandsportfolios der größte Umsatzbringer sind (63 %), etablieren sich Neubauentwicklungen zunehmend als zweitbedeutendste Assetklasse. Auf sie entfällt zum Halbjahr etwas mehr als ein Fünftel des Wohn-Investmentvolumens. Auf dem dritten Platz liegen Bestandsobjekte bzw. einzelne Wohnanlagen mit fast 9 %.

Nur bezogen auf die Anzahl der Transaktionen gehen sie sogar deutlich in Führung: Bestandsobjekte stellen etwa jeden dritten Verkauf. Die noch im Vorjahr außerordentlich starken Sonderformen, unter ihnen Mikroapartments oder Studentenwohnungen, sind mit 6 % erneut erheblich am Ergebnis beteiligt. Sie bleiben jedoch, wie auch alle übrigen Assetklassen, angebotsbedingt hinter dem Volumen des Vorjahres zurück.

Auf den ersten Blick offenbart die prozentuale Verteilung des Umsatzes auf die unterschiedlichen Assetklassen nur wenige Veränderungen zum Vorjahr. Nach wie vor steuern Portfolios über 100 Mio. € rund 62 % bei. Tatsächlich war allerdings das Investmentvolumen absolut betrachtet in allen Größenklassen rückläufig.

Speziell in den Segmenten ab 100 Mio. € (-37 %) und zwischen 50 und 100 Mio. € (-60 %) hat das zu geringe Angebot gravierende Folgen auf den Umsatz. In den übrigen, kleineren Kategorien sind die Rückgänge mit -9 % bis -20 % vergleichsweise gering.

 

Seite 2: Berlin bleibt A-Standort

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