10. Juli 2019, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohn-Investmentmarkt weiter hoch im Kurs

Die BNP Paribas Real Estate veröffentlicht seine Marktzahlen zum ersten Halbjahr 2019. Diese Zwischenbilanz auf dem Wohninvestmentmarkt von diesem Jahr ist das drittbeste Ergebnis der letzten zehn Jahre. Insbesondere Bestandsobjekte stellen etwa jeden dritten Verkauf und sind damit die größten Umsatzbringer.

BNP Paribas Stadtfenster Leipzig in Wohn-Investmentmarkt weiter hoch im Kurs

BNP Paribas Stadtfenster Leipzig

Mit einem Investitionsvolumen von rund 7,02 Mrd. € fällt die Zwischenbilanz auf dem Wohn-Investmentmarkt (ab 30 Wohneinheiten) erneut erfreulich aus. In den letzten zehn Jahren wurden lediglich Mitte 2015 und 2018 noch bessere Ergebnisse erzielt. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Mehr als 130 Transaktionen und 59.000 Wohneinheiten

„Beide Jahre waren jedoch von großen Unternehmensübernahmen gekennzeichnet, welche bisher weder in der Größenordnung noch in der Ballung zu verzeichnen waren. Den hohen Umsätzen aus diesen beiden außerordentlichen Jahren ist auch der Umstand geschuldet, dass das aktuelle Volumen lediglich im 10-Jahresdurchschnitt liegt.

Insgesamt sind mehr als 130 Transaktionen mit knapp 59.000 Wohneinheiten in das Resultat eingeflossen“, betont Udo Cordts-Sanzenbacher, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Co-Head Residential Investment.

Im Schnitt wechselten die Portfolios für rund 53 Mio. € pro Verkaufsfall, und damit deutlich weniger als 2018 (-17 %), den Eigentümer. Auch hier spiegelt sich das im Vergleich zum Vorjahr etwas kleinteiligere Marktgeschehen wider.

Neubauentwicklungen etablieren sich zunehmend

Auch wenn nach wie vor umfangreiche Bestandsportfolios der größte Umsatzbringer sind (63 %), etablieren sich Neubauentwicklungen zunehmend als zweitbedeutendste Assetklasse. Auf sie entfällt zum Halbjahr etwas mehr als ein Fünftel des Wohn-Investmentvolumens. Auf dem dritten Platz liegen Bestandsobjekte bzw. einzelne Wohnanlagen mit fast 9 %.

Nur bezogen auf die Anzahl der Transaktionen gehen sie sogar deutlich in Führung: Bestandsobjekte stellen etwa jeden dritten Verkauf. Die noch im Vorjahr außerordentlich starken Sonderformen, unter ihnen Mikroapartments oder Studentenwohnungen, sind mit 6 % erneut erheblich am Ergebnis beteiligt. Sie bleiben jedoch, wie auch alle übrigen Assetklassen, angebotsbedingt hinter dem Volumen des Vorjahres zurück.

Auf den ersten Blick offenbart die prozentuale Verteilung des Umsatzes auf die unterschiedlichen Assetklassen nur wenige Veränderungen zum Vorjahr. Nach wie vor steuern Portfolios über 100 Mio. € rund 62 % bei. Tatsächlich war allerdings das Investmentvolumen absolut betrachtet in allen Größenklassen rückläufig.

Speziell in den Segmenten ab 100 Mio. € (-37 %) und zwischen 50 und 100 Mio. € (-60 %) hat das zu geringe Angebot gravierende Folgen auf den Umsatz. In den übrigen, kleineren Kategorien sind die Rückgänge mit -9 % bis -20 % vergleichsweise gering.

 

Seite 2: Berlin bleibt A-Standort

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

83,4 zu 78,6: Lebenserwartung in Deutschland steigt weiter

Die aktuellen Sterbetafeln zeigen, dass die Lebenserwartung in Deutschland weiter gestiegen ist. Das zeigen die neuesten Statistiken des Statistischen Bundesamtes. Die Entwicklung hat auch Folgen für die gesetzliche Rente und die private Altersvorsorge. Besonders hoch ist die Lebenserwartung in Baden-Württemberg.

mehr ...

Immobilien

Kaufpreise für Immobilien seit 2012 nahezu verdoppelt

Seit dem Jahr 2012 verdoppelten sich die Kaufpreise pro Quadratmeter in deutschen Großstädten nahezu. Auch die Corona-Pandemie versetzte dem Immobilien-Markt keinen Dämpfer, im Gegenteil. Während Assets wie Aktien teilweise stark an Wert einbüßten, stiegen die Preise für Wohneigentum weiter an – sowohl in der Stadt, als auch auf dem Land. Wie aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervorgeht, ist der Aufwärtstrend nicht nur in Deutschland intakt.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: Der No-Deal-Ausstieg gewinnt an Fahrt

Die Brexit-Saga geht weiter: Das Risiko eines No-Deal-Ausstiegs ist gestiegen, was nachhaltige negative Folgen für das Vereinigte Königreich haben könnte, schreibt William Verhagen, Senior Economist bei NN Investment Partners, in seinem Kommentar zur aktuellen Situation des Brexit.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin bestellt Abwickler für Acada-Geschäfte

Die Finanzaufsicht BaFin hat bereits mit Bescheid vom 1. September 2020 zur Abwicklung des durch die mittlerweile insolvente Adcada GmbH, Bentwisch, unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts einen Abwickler bestellt. Das machte die Behörde nun auf ihrer Website bekannt.

mehr ...

Recht

Rente im Ausland: Das müssen sie beachten

Der 1. Oktober ist Tag der Senioren oder einfach Weltseniorentag. Er wurde 1990 durch die UNO initiiert, um die Leistungen der Älteren zu würdigen. Immer mehr deutsche Rentner zieht es zur Rückschau auf die Lebensleistung dauerhaft in andere Länder. Sich zur Ruhe setzen, wo andere Urlaub machen? Was dabei zu beachten ist.

mehr ...