30. April 2019, 11:16
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Wohnungsnot: IVD kritisiert Stern-Karikatur scharf

Wohnungsnot, hohe Preise, Enteignungen – die großen Themen der Wohnpolitik sorgen aktuell für hitzige Diskussionen. Nun geraten auch der Immobilienverband IVD und das Nachrichtenmagazin Stern aneinander. Der Grund? Eine Karikatur.

Wohnungsnot: IVD kritisiert Stern-Karikatur scharf

Demonstration in Berlin: Der IVD warnt vor einer Radikalisierung und Spaltung der Gesellschaft.

In der aktuellen Ausgabe des Stern sind auf der mit “Humor” betitelten Seite 22 zwei Damen in einem Café zu sehen. Eine erklärt ihrer Freundin stolz: “Mein Sohn ist im Vorstand eines Berliner Wohnkonzerns.” Darauf erwidert diese: “Schade, dass es damals noch keine Fruchtwasseruntersuchungen gab.”

Darin sieht Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, einen unverhältnismäßigen Angriff auf die Vorstände von Wohnungsunternehmen.

Alle in einem Boot

Diese würden, “stigmatisiert, indem ihre Existenz lebensunwürdigem Leben gleichgesetzt wird, der man, so der Stern, besser durch Abtreibung begegnet. Das hat nichts mit Humor und schon gar nichts mit seriösem Journalismus zu tun”, so Schick.

Politik, Gesellschaft und Unternehmen sitzen ihm zufolge aktuell in einem Boot. Allen liege es am Herzen, die Wohnungsnot zu beseitigen.

“In der Diskussion müssen wir statt Radikalisierung und Spaltung der Gesellschaft zu mehr Sachlichkeit zurückkehren. Dies gilt auch für die Medien”, erklärt der IVD-Präsident. Der Verband werde sich mit diesem Thema auch an den Presserat wenden.

Foto: Shutterstock

 

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2 Kommentare

  1. Werfen wir doch einmal einen Blick auf die Wohnungsgenossenschaften. Die, die ich kenne, arbeiten solide, der erwirtschaftete Ertrag wird reinvestiert, der Erhalt der Wohnungen somit gesichert, die Mieten stabil. Den Vorteil hat der Genosse, der auch darin wohnt. Es geht also.
    Wer kapitalorientierten Anlegern die Tore öffnet, muss sich nicht über die Folgen wundern. Also, die Lösung heißt Umwandeln in Genossenschaften und Genossenschaften fördern!

    Kommentar von Thorsten Heinsohn — 3. Mai 2019 @ 19:12

  2. Ich sehe Wahlplakate, die für gründe Wiesen werben und gegen Neubauprojekte sind. Ich erinnere an die Berliner Volksabstimmung, das Tempelhofer Feld nicht mal am Rande zu bebauen. Und anschließend jammern dieselben Leute, die gegen Neubau oder Verdichtung in ihrer Nachbarschaft sind, dass das Angebot zu knapp ist und deshalb die Preise steigen! Der Politiker, der auf die sog Volkes Stimme hört, ist also schlecht beraten. Er muss sich dann – wie so mancher Grüne – als Herr über Naturgesetze preisen, der den Ursache-Wirkung-Zusammenhang auflösen oder gar umkehren kann. Was passiert, wenn Wohnungsbestände enteignet werden? Es gibt keine einzige Wohnung zusätzlich. Das Parteibuch bestimmt, wer eine Wohnung bekommt, und der Wohnungsbestand verwahrlost mangels stetiger Erhaltungsinvestitionen, siehe DDR.

    Kommentar von Dr. Ursula Renner — 3. Mai 2019 @ 11:30

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