20. September 2019, 08:00
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Cash.Gala 2019: “Singen befreit die Seele”

Sind das aktive Musizieren und passives Musikhören gleichermaßen wichtig für Kinder?

Zuckowski: Das Hören kommt ja immer vor dem Machen. Kinder, die keine Musik hören und keine Liebe zur Musik entwickeln, werden wahrscheinlich nicht auf die Idee kommen, selber Musik machen zu wollen. In der Regel brauchen sie aber auch Menschen, die musizieren, denen sie dann nacheifern wollen.

Befürchten Sie, dass die ständige Verfügbarkeit von Songs und Alben über Streamingdienste die Bedeutung von Musik entwerten wird?

Zuckowski: Ich glaube, das ist schon so weit. Die Menschen hören heute über ihre Smartphones mehr Musik als je zuvor. Aber sie hat dadurch nicht mehr den Stellenwert dessen, worauf man lange gewartet, vielleicht auch gespart hat, worauf man sich freut. Aber so ist die Lebensweise heute. Ich persönlich liebe nach wie vor anfassbare Tonträger. Aber man kann nicht so tun, als gäbe es diese neue Art von Musikkonsum nicht, sonst hat man diese Hörergruppe bald ganz verloren.

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Rolf Zuckowski, Cash.-Redakteure Kim Brodtmann und Jörg Droste (von links)

Verändert Streaming auch die Musik selbst? Die Skip-Taste wird am häufigsten genutzt, Lieder, die nicht nach zehn Sekunden gefallen, werden weggedrückt.

Zuckowski: Dieses Zapping finde ich schade. Es hält davon ab, Musik zu entdecken, die sich in ihrem Wert häufig erst über drei bis fünf Minuten erschließt – oder durch wiederholtes Hören. Wie oft haben wir früher bei den neuen Songs der Beatles gesagt: “Die alten waren aber besser!” Aber nach drei- oder viermaligem Anhören waren dann plötzlich die neuen Songs die besten. Wenn ein Lied den Hörer heute nicht sofort anspricht, besteht immer die Gefahr, dass direkt zum nächsten Lied gezappt wird. Andererseits kann man durch Streaming viel mehr Musik erleben als früher. Ich selber bin dadurch auf vieles gestoßen, was ich vorher nicht so wahrgenommen habe.

Hat der Musiker Rolf Zuckowski ein Lieblingslied?

Zuckowski: Auf diese Frage konnte ich noch nie eine eindeutige Antwort geben. Ich kann Ihnen aber sagen, welches mein wichtigstes Lied ist. Es heißt “Ich schaff’ das schon”. Es ist sehr emotional und hat schon sehr vielen Menschen geholfen, aus dem tiefsten Tal wieder ans Licht zu kommen. Das weiß ich durch Gespräche, Briefe und Umarmungen. Viele Menschen haben sich bei mir für dieses Lied bedankt, weil es offenbar eine große Kraft in ihnen ausgelöst hat.

Das Gespräch führten Kim Brodtmann und Jörg Droste, beide Cash.

Fotos: Cash.

    

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