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23. Februar 2011, 11:12
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Aktienmarkt: Instis halten sich zurück

Das Anlegervertrauen ist im Februar weltweit gesunken. Das zeigt der Investor Confidence Index, der gegenüber seinem Januar-Stand von 100,8 Punkten ein Minus von 9,2 Zählern auf 91,6 Punkte hinnehmen musste.

Frozen-money-online-127x150 in Aktienmarkt: Instis halten sich zurückErhoben wird der Indikator von State Street Global Markets, der Investment Research- und Trading-Bereich der amerikanischen State Street Corporation.

Wie schon im Januar konnte sich keine Region dem Abwärtstrend entziehen. Nordamerikanische (von 99,3 auf 92,5) und asiatische (von 96,5 auf 92,2) institutionelle Anleger legten eine geringere Risikobereitschaft an den Tag. Am stärksten hielten sich Instis in Europa zurück, wo der Index von 92,8 auf 79,8 Punkte absackte.

Der von Harvard-Professor Ken Froot und State-Street-Associates-Director Paul O’Connell entwickelte State Street Investor Confidence Index misst das Anlegervertrauen auf quantitativer Basis, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Anleger analysiert. Ein Stand von 100 gilt als neutral. Bei diesem Wert halten sich Aufstockung und Abbau von Risikopositionen die Waage.

Mißtrauen nach starken Kursgewinnen

„Die Zahlen in diesem Monat signalisieren deutlich, dass das Vertrauen der institutionellen Anleger nachlässt”, kommentierte Froot. „Gründe hierfür könnten die politischen Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika, Zinserhöhungen in manchen Schwellenländern und Zweifel wegen der innerhalb kurzer Zeit verzeichneten massiven Kursgewinne von Aktien aus Industrieländern sein. Bei den europäischen Anlegern kommt noch hinzu, dass sie wegen der im März anstehenden Verhandlungen über die Verschuldung von Euroländern und die Europäische Finanzstabilitätsfazilität zusätzlich verunsichert sind.”

„Beim Blick auf die zugrunde liegenden Daten wird klar, dass sich die Zuflüsse vonseiten institutioneller Anleger in die Emerging Markets und die Region Asien-Pazifik ohne Japan weiter von ihren Höchstwerten im dritten Quartal des Vorjahres wegbewegen”, ergänzte O’Connell. „Zusammen mit einem spürbaren Desinteresse an US-Aktien lastet dies auf den Messgrößen für das Anlegervertrauen. Vergleichsweise gut schneiden dabei in der Gunst der institutionellen Anleger die Sektoren Finanzen und Energie ab. Insgesamt kann man aber festhalten, dass sich die institutionellen Anleger mit weiteren Aktien-Anlagen momentan zurückhalten.” (mr)

Foto: Shutterstock

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