Anzeige
9. Oktober 2014, 08:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Berater muss Kunden zeigen, in Alternativen zu denken”

Cash. sprach mit den Vertretern führender Fondshäuser sowie mit Vertrieb und Analysehaus über die Zukunftsfähigkeit von Multi-Asset-Fonds und die Herausforderungen beim Fondsvertrieb.

Round-table-multi-asset in Berater muss Kunden zeigen, in Alternativen zu denken

Von links: Barbara Claus, Fund Analyst bei Morningstar Deutschland; Max Holzer, Leiter Asset Allocation bei Union Investment; John Schröder, Vorstand Jung, DMS & Cie.; Frank O. Milewski, Cash.; Joachim Nareike, Leiter Publikumsfondsgeschäft Deutschland/Österreich bei Schroder Investment; Mathias J. Müller, Head of Retail Business Germany bei Allianz Global Investors Europe; Alexander Lehmann, Geschäftsführer Invesco Asset Management Deutschland.

Cash.: Die Vermögensstrukturierung der klassischen Kunden liegt sehr stark im Festgeld oder in ganz niedrig verzinsten Papieren, wovon viele Kunden nicht oder nur unzureichend profitieren können.

Joachim Nareike, Leiter Publikumsfondsgeschäft Deutschland/Österreich, Schroder Investment: Definitiv, aber woran liegt das? Hat sich der Berater von seinem Job verabschiedet? Wissen Sie, es geht ja um ganz andere Herausforderungen, die wir bewältigt bekommen. Denken Sie mal an den Bankberater da draußen, der muss sich plötzlich darüber Gedanken machen, mit welchen Deckungsbeiträgen kann er denn eigentlich zum Ergebnis der Bank beitragen? Denn das, was er da bis jetzt gemacht hat, das wird nicht mehr ausreichend sein. Ich bin wirklich froh, dass wir uns eher im Multi-Asset-Bereich bewegen als in einem New Energy oder in welchem Segment auch immer. 80 Prozent von jedem Euro, der heute in Deutschland im Fondsbereich angelegt wird, fließt in Multi Asset.

Barbara Claus, Fund Analyst, Morningstar Deutschland: Ich denke auch, dass Multi-Asset-Fonds das Thema der Stunde sind, wenn es darum geht, mit der Regulierungswut, die immer weiter um sich greift, fertigzuwerden. Der Bankberater hat quasi bei denjenigen Kunden, die kein entsprechendes Depotvolumen mitbringen, gar keine andere Möglichkeit, als eine gemanagte Lösung zu vertreiben, weil alles andere aufgrund der umfangreichen Beratungs- und Dokumentationspflichten unwirtschaftlich für die Bank wäre. Oder wenn Kunden mit einem Depotvolumen von, sagen wir, 10.000 Euro sich das Depot alternativ von einem Honorarberater strukturieren lassen würden, wäre das auf der Kostenseite einfach prozentual gesehen viel zu teuer. Deshalb denke ich, dass Multi-Asset- oder Mischfondslösungen sehr stark von der zunehmenden Regulierung profitieren werden.

Mathias J. Müller, Head of Retail Business Germany, Allianz Global Investors Europe: Die Absätze für klassische Renten- und Aktienfonds bei deutschen Privatkunden im Beratungsgeschäft sind überschaubar. Multi-Asset- oder Mischfonds tragen im Moment den Fondsabsatz in Deutschland und haben, richtig beraten, beste Voraussetzungen, die Kundenerwartungen zu erfüllen.

Seite zwei: “Was der Berater nicht versteht, das verkauft er nicht”

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Urteil: Versicherer dürfen sich Vergleichsportalen nicht entziehen

Versicherer dürfen sich dem Kfz-Versicherungsvergleich von Check24 nicht entziehen. Das urteilte jetzt das Landgericht Köln (Aktenzeichen 31 O 376/17) und wies dahingehend die Klage der Huk-Coburg gegen das Münchner Vergleichsportal zurück.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Was Bella Italia noch retten kann

Italien ist praktisch pleite und braucht eine europäische Lösung. Eine italienische und damit finale Euro-Krise ist aller Voraussicht nach nicht das, was Brüssel will. Die Halver-Kolumne 

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...