Anzeige
15. November 2016, 10:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Carry spricht für Schwellenländeranleihen

Das Renditeniveau ist bei Schwellenländeranleihen immer noch deutlich attraktiver als in den Industriestaaten.

GIRAULT-Denis-Kopie in Carry spricht für Schwellenländeranleihen

Denis Girault sieht bei Schwellenländeranhleihen weiterhin ein attraktives Renditepotenzial.

Nachdem die Schwellenländer in den letzten Jahren arg gebeutelt wurden, befinden sie sich nun in einer Phase der strukturellen Stabilisierung. Dabei sind die wichtigsten Risikofaktoren wie etwa Rohstoffpreise bereits in den Anleihekursen eingepreist.

Druck auf Zinsen weiterhin existent

Es ist damit zu rechnen, dass die Anleiherenditen in den Industriestaaten weiter sinken werden. Aufgrund der erneut auftretenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten sehen sich die wichtigsten Zentralbanken gezwungen, weiterhin Druck auf die Zinsen auszuüben. In der Eurozone sorgt die EZB mit ihrem Programm zum Ankauf von Aktiva für einen Überfluss an Liquidität, sodass die Anleiherenditen weiter sinken. Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen liegt daher mittlerweile im negativen Bereich. Das derzeitige Renditeniveau der US-Staatsanleihen wiederum spiegelt nicht mehr die tatsächliche wirtschaftliche Situation in den USA wider, die sich derweil durch eine eher konstante Inflation und ein relativ gleichmäßiges Wachstum auszeichnet.

“Aufgrund der niedrigen Renditen in den Industriestaaten sind mehr denn je Alternativen gefragt. Vor diesem Hintergrund beginnt wieder Kapital in Schwellenländeranleihen zu fließen. Diese gewinnen nach einer mehrere Quartale andauernden Unsicherheit wieder an Attraktivität”, meint Denis Girault, der das Bondmanagement für Schwellenländer bei der UBP leitet. Aus makroökonomischer Sicht befinden sich die Schwellenländer in einer Phase der strukturellen Stabilisierung, da es zahlreichen Ländern wie etwa Brasilien, Kolumbien, Indien oder Indonesien in den letzten Monaten gelungen ist, ihre Leistungsbilanz wieder ins Lot zu bringen. Auch die Stabilisierung der Rohstoffpreise ist ein positiver Impulsgeber. “Diese Trends sprechen für Schwellenländeranleihen. Trotz der Rallye, von der die Anlageklasse in den letzten Monaten profitierte, sind wir der Auffassung, dass immer noch Potenzial für eine Spreadverengung und somit für einen Kursanstieg vorhanden ist”, erklärt er.

Ein selektiver Ansatz bei Investitionen

Die jüngste Verlagerung der Risikofaktoren nach Europa darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer noch einige Bedenken in Bezug auf die Schwellenländer bestehen. Das größte Risiko stellt derzeit die unzureichende Solvenz des chinesischen Bankensektors dar. “Unerwartete Meldungen aus China könnten zu Anspannungen am Markt führen. Wir stellen aber fest, dass der Großteil der Risiken bereits ermittelt wurde und in den Kursen der Schwellenländeranleihen eingepreist ist.” Insbesondere durch eine Diversifizierung der Positionen auf globaler Ebene und durch einen selektiven Investitionsansatz können die Risiken verringert werden. Das achtköpfige Team um Girault bevorzugt eine aktive und uneingeschränkte Bond-Picking-Strategie. “Wir analysieren jeden Titel einzeln und wählen die Papiere dann anhand ihrer Fundamentaldaten und ihrer Bewertung aus”, so Denis Girault. (tr)

Foto: Union Bancaire Privé

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...