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26. April 2017, 10:03
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AGI gibt Einschätzung zur EZB-Sitzung am Donnerstag

Zu Jahresbeginn ist die Inflation in der Eurozone deutlich und sprunghaft gestiegen. Allerdings dürfte sich die EZB hiervon nur wenig beeindrucken lassen, da diese sprunghafte Entwicklung nicht nachhaltig sein dürfte. Gastkommentar von Franck Dixmier, Allianz GI

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Franck Dixmier gibt eine Einschätzung zur kommenden EZB-Sitzung.

Die Kerninflation ist per März auf Jahressicht von 0,9 Prozent auf 0,7 Prozent zurückgegangen. Die schwache Inflationsentwicklung dürfte die EZB auf ihrer geldpolitischen Sitzung in dieser Woche als Argument heranziehen, um die Fortführung des Wertpapierkaufprogramms bis Jahresende zu rechtfertigen und die Forward Guidance unverändert zu lassen.

Zielmarke noch nicht erreicht

Mario Draghi dürfte ins gleiche Horn stoßen wie die Mitglieder des EZB-Direktoriums in den letzten Wochen und betonen, dass der Preisauftrieb in der Eurozone nicht nachhaltig ist. Außerdem liegt sie noch weit entfernt von der mittelfristigen Zielmarke von 2,0 Prozent. Dass die Lohn- und Gehaltsentwicklung (mit +1,6 Prozent auf Jahressicht im 4. Quartal 2016) moderat ausgefallen ist, dürfte ein wichtiger Baustein der Analyse darstellen.

Vor diesem Hintergrund dürfte es die EZB als verfrüht ansehen, über den Ausstieg aus dem QE-Programm zu räsonieren, zumal jegliche Anspielung auf ein potenzielles Tapering die Finanzierungsmöglichkeiten durch höhere Zinssätze verknappen würde, was ihrem Ziel entgegen stünde.

Wie geht es bei Unternehmensanleihen weiter

Hingegen dürfte sich im April – dem ersten Monat der von 80 auf 60 Milliarden Euro reduzierten Anleihekäufe – die Frage nach deren Zusammensetzung stellen. Auf Basis der bislang verfügbaren Daten Anfang April konnten Marktteilnehmer leicht überrascht beobachten, dass das recht hohe Volumen bei Ankäufen von Unternehmensanleihen beibehalten wurde; die Ankäufe wurden also in erster Linie bei Staatsanleihen verringert. Es ist durchaus möglich, dass die EZB dem Beispiel der Bank of England folgend mit dieser Politik die sehr günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen in der Eurozone beibehalten möchte.

 Franck Dixmier ist Global Head of Fixed Income bei AllianzGI, Frankfurt

Foto: AllianzGI

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