Ausblick 2017: Die Börse boomt – oder doch nicht?

Jahresausblicke sind beliebt. Und so wird auch dieses Jahr überall die Frage diskutiert, was 2017 für uns bereithält. In Bezug auf die Kapitalmarktentwicklung ist die Frage spannend wie lange nicht mehr. Auch ich werde immer wieder nach meiner Prognose gefragt.

Gastbeitrag von Tim Bröning, Fonds Finanz Maklerservice

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„Lassen Sie sich nicht durch „Experten“ von Prognosen für 2017 überzeugen, sondern entwickeln Sie Ihre eigene Einschätzung!“

Um zum Jahresbeginn etwas Optimismus zu verbreiten, kann man sicherlich behaupten, dass 2017 ein gutes Börsenjahr werden kann. Allerdings nur, wenn man von folgender Konstellation ausgeht: Die Ängste um ein Zerbrechen der Eurozone verstärken sich nicht. Nach den für das Fortbestehen der EU unvorteilhaften Volksentscheide in England und Italien wird 2017 in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden europafreundlich gewählt. Dazu trägt unter anderem eine unspektakuläre Bankenrettung der Monte dei Paschi di Siena in Italien bei, die nach den Vereinbarungen in der EU vollzogen wird. Außerdem einigen sich die EU-Mitgliedsstaaten auf eine gemeinsame Flüchtlingspolitik und schließlich hinterlässt der EU-Austritt von Großbritannien zwar Bremsspuren im Wirtschaftswachstum, verursacht jedoch keine Rezession. Somit kann die Neuverschuldung in engen Grenzen gehalten werden und die finanzielle Stabilität der Eurozone wird nicht in Frage gestellt.

Positive Impulse für die Weltwirtschaft

In den USA gibt es durch den neuen Präsidenten Trump positive Impulse für die Weltwirtschaft, die durch das angekündigte Eine-Billion-Dollar-Investitionsprogramm für die amerikanische Infrastruktur ausgelöst werden – und zwar schon 2017. Die Neuverschuldung ist politisch wie finanziell für das mit bereits 20 Billionen Dollar verschuldete Amerika kein Problem.

Protektionistische Maßnahmen bleiben im Rahmen und die Konjunktur in den USA gewinnt an Fahrt. Wie durch ein Wunder kann die Notenbank durch langsame und vorsichtige Zinserhöhungen die Inflation auf niedrigem Niveau halten ohne dass die höhere Zinslast für die öffentlichen Haushalte sowie in Dollar verschuldete Unternehmen ein Problem darstellt.

Der dadurch normalerweise stärker werdende Dollar wird diesmal nicht stärker und beeinflusst damit auch nicht die Wettbewerbsfähigkeit der USA und die Konjunktur negativ.

Seite zwei: Niemand hat eine Glaskugel

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