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4. April 2017, 07:00
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Inflationsgefahr: “If you print enough money…”

Die Leitzinsabsenkung der EZB sollte den Staaten in der Eurozone Zeit verschaffen, ihre strukturellen Probleme zu lösen. Stattdessen wurden weitere Schulden zu günstigen Konditionen aufgebaut. Die Folgen der nun anziehenden Inflation könnten zu einer Zerreißprobe für die gesamte Eurozone werden.

Gastbeitrag von Tim Bröning, Fonds Finanz Maklerservice

Inflationsgefahr: If you print enough money…

“Das Fazit ist, dass wir uns alle wohl auf eine steigende Inflation bei gleichzeitig negativen Realzinsen einstellen müssen. Eine gigantische Geldentwertung ist damit unausweichlich, und das macht zumindest für Deutschland überhaupt keinen Sinn.”

Es ist soweit. Die Zeit ist abgelaufen. Seit Mitte 2012 hat die EZB um Mario Draghi alles getan, um den hochverschuldeten europäischen Südstaaten Zeit zu verschaffen. Zeit, die für die Hausaufgaben jener Länder an den Kapitalmärkten erkämpft worden ist.

Zeit, um Strukturreformen voranzutreiben und denselben schmerzhaften Weg zu gehen, den Deutschland bereits Anfang dieses Jahrtausends unter der Regierung Schröder gegangen ist.

Dass Gerhard Schröder danach abgewählt wurde, gilt scheinbar allen anderen Regierungen in Europa damals wie heute als Warnsignal. Und so wurde und wird erstmal nichts getan.

Statt strukturelle Probleme zu lösen, wurden Schulden aufgebaut

Einzig die EZB wurde aktiv. Der Leitzins wurde immer weiter abgesenkt und liegt seit mehr als zwei Jahren bei erstaunlichen null Prozent. Darüber hinaus zahlen Geschäftsbanken an Draghi sogar einen nie für möglich gehaltenen Strafzins von -0,4 Prozent.

Und damit nicht genug, es wurden auch noch Staats- und sogar Unternehmensanleihen im Wert von 80 Milliarden Euro aufgekauft – pro Monat versteht sich. Damit wollte man den Schuldendienst für alle Schuldner in der Eurozone möglichst niedrig halten, Wirtschaftswachstum fördern und den Staaten Zeit verschaffen, endlich ihre strukturellen Probleme zu lösen.

Deutschland allerdings hatte zu diesem Zeitpunkt seine Hausaufgaben längst gemacht. Die Zeit wurde in Europa stattdessen genutzt, weitere Schulden zu günstigsten Konditionen aufzubauen.

Seite zwei: Wenn die Inflation anzieht, wird es unangenehm

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