Die Top Acht Anlegerthemen in 2018

Auch wenn das Goldilocks-Szenario in 2018 anhält, ist die Normalisierung der Notenbankpolitik ein Risiko für die Märkte, ebenso wie die Entwicklung des Ölpreises. Für Anleger werden 2018 vor allem die folgenden acht Themen wichtig. Gastbeitrag von Tilmann Galler, J.P. Morgan

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Tilmann Galler: „Die Normalisierung der Geldpolitik hat bereits begonnen. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte sollte dies auch an den Märkten zu spüren sein.“

Im Rahmen ihres Kapitalmarktausblicks auf das erste Quartal 2018 erwarten die Experten von J.P. Morgan Asset Management eine Fortsetzung des global überdurchschnittlichen Wirtschafswachstums.

Doch während sich die Eurozone erst in der mittleren Phase des Wirtschaftszyklus befindet, schließt sich in den spätzyklischen USA zunehmend die Produktionslücke, was zu einer Überhitzung und zu einem Vordringen in den inflationären Bereich führen könnte. Auch wenn der Ölpreis seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzt, könnte die Inflation ab dem zweiten Halbjahr zu einem Thema für Notenbanken und Märkte werden.

In 2018 werden für Anleger acht Themen relevant sein:

1. Das Goldlöckchen-Szenario dürfte sich fortsetzen

Stabiles Wachstum und moderater Inflationsdruck sorgen für ein für Anleger konstruktives Umfeld, insbesondere für Aktien in Europa und den Emerging Markets. Diese Regionen profitieren durch den höheren operativen Leverage besonders stark von steigendem Nominalwachstum in der Weltwirtschaft.

2. Die Märkte beginnen, die Folgen einer verschärften Notenbankpolitik zu spüren

Die Normalisierung der Geldpolitik hat bereits begonnen. Spätestens in der zweiten Jahreshälfte sollte dies auch an den Märkten zu spüren sein. Der graduelle Rückzug der Zentralbanken aus den Kaufprogrammen wird sich insbesondere bei Staatsanleihen bemerkbar machen und für Volatilität sorgen. Anleger sollten deshalb Durationsrisiken auch weiterhin im Blick haben.

3. Der Wechselkurs von Euro und Dollar steht vor volatiler Seitwärtsbewegung

Die starke Wachstumserholung in der Eurozone hat zu einem Höhenflug der Gemeinschaftswährung geführt. Doch sollten Anleger den US-Dollar nicht abschreiben. Die US-Steuerreform dürfte nicht nur der US-Ökonomie neuen Schub geben, sondern auch den Renditen der US-Treasuries. Der eher größer werdende Zinsvorsprung der USA dürfte in 2018 den Abwärtstrend des US-Dollars vorerst stoppen.

4. US-Steuerreform wird temporären Aufschwung in den USA auslösen

Vor allem die Absetzbarkeit von Investitionen dürfte sich positiv auswirken und dazu führen, dass die US-Wirtschaft – obwohl im Konjunkturzyklus bereits weit fortgeschritten – weiter in Schwung bleibt.

Seite zwei: Konsum und Wachstum in der Eurozone

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